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Viele neue Freundschaften [zurück zur Übersicht]

VorschauZum großen Finale der zweijährigen Initiative "Spotlights for Tolerance" trafen sich Schüler und Lehrkräfte aller fünf Partnerschulen des multilateralen Comenius-Projekts in Amberg. Gäste aus Polen, Rumänien, Italien und der Türkei begrüßten die Gastgeber in der DJD-Schule zur Aufführung im Rahmen der letzten Projektwoche zum Thema Toleranz.

Unter den Besuchern im Gerhardinger-Saal war auch der türkische Vizekonsul aus Nürnberg, Mustafa Uludüz.

Die Europäische Union förderte die Aktion mit ca. 22 000 Euro pro teilnehmender Schule. Als vorbildlicher Projektkoordinator fungierte Peter Ringeisen vom Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium. Für dessen unermüdlichen Einsatz überreichten die Schüler ihm und seiner Frau Sigrid als Dankeschön ein kleines Geschenk.

"Comenius" heißt das Programm, weil es nach Johann Amos Comenius (1592-1670) benannt ist, einem tschechischen Gelehrten, der als Vater der modernen Pädagogik gilt. Das Programm "Lebenslanges Lernen" fördert Kontakte zwischen europäischen Schulen, bei denen sich sowohl Schüler als auch Lehrer kennenlernen und austauschen. Aber auch seine eigene Toleranzgrenze selbst zu testen und seine Vorurteile abzubauen gehörte zu den Zielen des Projekts. "Vorurteile führen oft in die Irre", unterstrich Ringeisen.

Hauptsprache Englisch

Im Mittelpunkt stand das gegenseitige Kennenlernen von jungen Europäern. Der europäische Mehrwert für alle war, offen gegenüber Kulturen und Menschen zu sein, die anders aussehen und eine andere Sprache sprechen. Toleranz im Sinne von Anerkennung und Wertschätzung des Anderen wurde ins Bewusstsein der Schüler und Lehrkräfte gerückt.

Da in jedem Land eine andere Sprache gesprochen wird, wurde als Hauptsprache Englisch festgelegt. Aber auch die Landessprachen kamen nicht zu kurz. Alle Beteiligten lernten grundlegende Wörter und Redewendungen in der Sprache des jeweiligen Partnerlandes kennen. Die Erstellung, Einübung und Aufführung von Theaterszenen zu den Themen Toleranz und Vorurteile bildeten das Kernstück des Projekts. Die einstudierten Szenen verschmolzen bei den gegenseitigen Besuchen zu einem großen Ganzen.

In Amberg fanden die Schüler der verschiedenen Länder nach anfänglicher Skepsis und gegenseitigen Hänseleien heraus, dass sie sehr viele Gemeinsamkeiten haben. Dennoch kamen sie zu der Erkenntnis, dass Frauen und Männer eben doch unterschiedlich sind. Im abschließenden Tanz mit Szenen eines "Harlem Shake" kam es aber trotzdem zur Symbiose aller Europäer. Zuvor gaben die Schüler nochmals einen kurzen zweisprachigen Rückblick über das, was bei den Theater-Workshops in den anderen Ländern einstudiert und aufgeführt wurde. Vom mit Vorurteilen behafteten Buchhändler in der Türkei, der selbst zum Täter wurde, über einen vorverurteilten Haftentlassenen aus Rumänien bis hin zur Geburt eines Säuglings auf einem Schlachtfeld in Polen konnten die Szenen unterschiedlicher nicht sein.

Europa erfahrbarer

Am Ende dieser zwei Jahre wurden viele Kontakte geknüpft, viele neue Freundschaften entstanden, und viele noch begeisterte Europäer können den Herausforderungen der Globalisierung begegnen. Europa wurde für alle Beteiligten erfahrbarer gemacht und die Qualität der schulischen Bildung erneut gesteigert.

Die fünf Projektpartner wurden besucht: Chojnice, Polen (Oktober 2011), Salihli, Türkei (März 2012), Sibiu, Rumänien (Oktober 2012), Sciacca, Italien (November 2012) und Amberg (März 2013).



(Tobias Plößl in der Amberger Zeitung vom 23.03.2013; Reisedaten richtiggestellt; Bilder: Uwe Walzenbach)

Für das Projekt wurde ein eigener YouTube-Kanal eingerichtet. Unter https://www.youtube.com/user/ComeniusS4T sind zahlreiche Videoclips von den Stationen des zweijährigen Projekts abzurufen.

Im Projekt-Blog kann man weitere Einzelheiten nachlesen: http://comeniuss4t.blogspot.com

Klicken Sie auf ein Bild, um das ganze Album anzuzeigen.

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