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P-Seminar "Gewalt gegen Frauen" [zurück zur Übersicht]

VorschauDas P-Seminar Religion hat sich eines oft verdrängten Problems angenommen. Die Ausstellung, die die Schülerinnen erarbeitet haben, ist im Foyer des König-Ruprecht-Saales bis einschließlich Freitag, 17. Januar, zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Landratsamts zu sehen.

Das Projekt-Seminar Religion des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums unter der Leitung von Studiendirektor Stefan Hirblinger arbeitete mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) zusammen, dessen Mitarbeiterinnen Sabine Kreiner und Christine Gunesch als Ansprechpartner zur Verfügung standen.

Informationen, Zahlen und Fakten holten sich die Abiturientinnen bei der Polizei, beim Weißen Ring und beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der seit 25 Jahren den Notruf für Frauen betreut und in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiern kann. Landrat Richard Reisinger bestätigte den Schülerinnen, sie hätten sich "mit Ernst und Kompetenz" in dieses heikle Thema eingearbeitet. Der Sozialdienst katholischer Frauen sei mit dem Notruf für Frauen im Landkreis und in der Stadt "der" kompetente Ansprechpartner, wenn es um Gewalt gegen Frauen gehe.

Oberstudiendirektorin Renate Gammel, die das Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium leitet, betonte die Notwendigkeit des Notrufs für Frauen, und wünschte für die Zukunft, dass er - durch einen Gesinnungswandel in der Bevölkerung - in einigen Jahren überflüssig werde.

Als Sprecherin des Projektseminars berichtete Viktoria Seiberl über die Arbeit der Schülerinnen und die Entstehung der Ausstellung und des Films, der den Ausstellungsbesuchern vorgeführt wurde.

In diesem Kurzfilm wurden konkrete Zahlen genannt: So habe es 2011 in Amberg 111 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt gegeben, außerdem seien 25 Straftaten (im Landkreis 43) gegen die sexuelle Selbstbestimmung registriert wurden. Außerdem gab es 14 Fälle (im Landkreis zwölf) von sexuellem Missbrauch von Kindern. 250 Frauen meldeten sich beim Frauennotruf wegen häuslicher oder sexueller Gewalt. In der Frauenschutzwohnung Arche fanden 14 Frauen mit elf Kindern eine sichere Bleibe. Durch die schauspielerische Umsetzung einiger typischer Situationen durch die Schülerinnen und z. T. Familienmitglieder oder Freunde gewannen diese Zahlen ein drastisches Gesicht.

Eine Ecke des Foyers war mit zwei Sportmatten für die Demonstration wirksamer Selbstverteidigung vorbereitet. Kickbox-Trainer Alexander Brandl und Kickbox-Sportlerin Jeanette Flierl (die auch im P-Seminar mitarbeitete) zeigten einfache, aber wirkungsvolle Methoden, sich einen Angreifer vom Leib zu halten.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten spielte und sang ein aus DJD-Schülerinnen und Freunden zusammengestelltes Kammerensemble gut ausgewählte Musikstücke.

Im Anschluss an die Vorträge und Grußworte konnte man sich bei köstlichen Häppchen und Getränken noch in Ruhe die sorgfältig aufbereitete Ausstellung ansehen. Auch Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer nutzten diese Gelegenheit.

Kursleiter Stefan Hirblinger und die Ansprechpartnerinnen des SkF, Sabine Kreiner und Christine Gunesch, bekamen als Zeichen des Dankes von den Schülerinnen ein kleines Geschenk überreicht.

(djd-Bericht vom 13. Jan. 2014; Bilder: djd)

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