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Decker-Klasse gewinnt ersten Preis: Dresden-Fahrt [zurück zur Übersicht]

VorschauDie Jury der Bundeszentrale für politische Bildung erkannte: Die Schülerinnen der Klasse G8b haben sich mit ihrem Beitrag zum Schülerwettbewerb nicht nur viel Arbeit gemacht. Ihr Thema „Geklaut, erwischt – und jetzt?“ hat sie offensichtlich intensiv beschäftigt und zu kreativen Höchstleistungen angespornt. Lohn der Anstrengung ist jetzt einer der begehrten Spitzenpreise: Die 29 Schülerinnen werden für eine Woche nach Dresden fahren.

Bald hatte man sich im Sozialkundeunterricht unter Anleitung von Studiendirektor Rolf Künstler auf das Thema und seine Umsetzung geeinigt: In einer Fotostory sollte ein Fallbeispiel eines Ladendiebstahls mit Hintergrundinformation und Folgen der Tat aufgezeigt werden. Ein günstig gelegenes Geschäft für die „Story“ fand sich auch, in dem die Fotos für den Diebstahl gemacht werden durften.
Der Fall kam ins Rollen: Eine Schülerin, lässt, aufgestachelt von ihren Freundinnen, ein T-Shirt mitgehen - wird aber von der aufmerksamen Mitarbeiterin am Ausgang festgehalten. Und so findet die Geschichte ihre Fortsetzung auf der Polizeidirektion, im Wohnzimmer zuhause und vor dem Amtsgericht, in dem die imaginäre Verhandlung spielte. Währenddessen recherchierten andere Gruppen im Internet und sammelten in ihrer Freizeit bei Interviews mit einem Polizeivertreter, einem Richter und einem Geschäftsführer zusätzliche Informationen.

Die Konkurrenz, gegen die sich die Klasse mit ihrem Beitrag durchsetzen konnte, war riesig. Fast 50.000 Jugendliche der 4. - 11. Jahrgangsstufen aus Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2013 mitgemacht. 2.216 im Team erarbeitete Projektergebnisse waren zu bewerten. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen. Neben dem Thema zur Jugendkriminalität hatten die Kinder und Jugendlichen auch andere Aufgabenstellungen zur Auswahl, u. a. „Leben ohne Computer und Handy?!“, „Tag der deutschen Einheit“ oder „Achtung, rechte Szene!“

Der angesehene Schülerwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, möchte wichtige Themen in die Schulen hinein tragen, methodische Anstöße geben und so die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer unterstützen.

Auch Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle gratulierte schriftlich den Schülerinnen und der Lehrkraft zu dieser Fotogeschichte, die sich „durch die besondere Anschaulichkeit“ auszeichnet, und führte die „hohe Informationsdichte“ und das „besonders hohe Niveau“ als ein „weiteres positives Merkmal des Beitrages“ an. Die mit den Hauptpreisen ausgezeichneten Arbeiten seien „Ausdruck von Engagement und Qualität der Schulen und von den Fähigkeiten und besonderen Begabungen der Schülerinnen und Schüler“. Drei der insgesamt zehn begehrten Reise–Preise gingen an bayerische Schulen.
Freude herrschte bei der Bekanntgabe der Preise in einer weiteren Klasse des DJDG. Die Klasse 10abc (WSG) mit der betreuenden Lehrkraft Oberstudienrätin Regina Graf gewann für ihren Beitrag zum Thema „Ab in den Knast! – Wie muss Strafe sein?“ einen Buchpreis im Klassensatz.

(djd-Bericht vom 17.03.2014; Bild: djd)


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