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Decker-Absolventin erhält Preis in Astrophysik [zurück zur Übersicht]

VorschauDie Astrophysikerin Dr. Daniela Dorner wird im März 2015 zusammen mit ihrem Kollegen Dr. Thomas Bretz mit dem Gustav-Hertz-Preis ausgezeichnet, der für hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik verliehen wird.

In der Laudatio der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) heißt es, die beiden Preisträger hätten der Astroteilchenphysik durch ihre Beiträge zur Verbesserung von Cerenkov-Teleskopen „einen originellen und zukunftsweisenden Impuls gegeben.“
Dieser Erfolg gelang Bretz und Dorner im Rahmen des deutsch-schweizerischen Projekts FACT (First Geiger-Mode Avalanche Photodiode Cherenkov Telescope). Dieses Teleskop in der Europäischen Nordsternwarte auf La Palma arbeitet mit der neuen Kameratechnologie auch bei Vollmond.

Dr. Dorner, ehemalige Schülerin des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums (Abiturjahrgang 1998), kam auf Einladung des Fachbereichs Physik (Leitung: Studiendirektor Robert Seel) in den Gerhardinger-Saal, um ihre Forschungsergebnisse in einem Vortrag darzulegen; hierzu waren neben dem Lehrerkollegium auch Eltern und Schülerinnen eingeladen.

Nach ihrem Physikstudium an den Universitäten in Bayreuth und Würzburg war sie für knapp drei Jahre als Forschungsassistentin am ISDC Datenzentrum für Astroteilchen in Genf; seit 2012 arbeitet sie nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Astronomie-Lehrstuhl der Universität Würzburg; dort ist sie mit einem Team am Betrieb des MAGIC-Teleskopsystems auf La Palma beteiligt.

Nach einem kurzen Abriss der Anforderungen und Einsatzgebiete, die ihre Arbeit umfasst, beschrieb sie anhand anschaulicher Bilder ihre Tätigkeit am Teleskop auf der Kanareninsel. Es ging dabei hauptsächlich darum, den Datenstrom aus der Beobachtung kosmischer Gammastrahlung auch bei hellem Mondlicht konstant zu halten und durch Datenbanken beherrschbar zu machen, damit eine kontinuierliche Beobachtung und Auswertung gewährleistet ist. Die DPG formulierte Bretz’ und Dorners Leistung anschaulich so: Sie „haben es geschafft, die komplexe Funktionalität von FACT wie bei einem Schweizer Taschenmesser einzukapseln und zu automatisieren.“ So können aufgrund ihrer Arbeit Beobachtungen mit FACT zuverlässig über ein Smartphone-Interface ausgeführt werden.

Als Höhepunkt des Abends schaltete Dr. Dorner live zu ihrem Teleskop nach La Palma, so dass die Zuhörer den Ablauf der Messung des aktuellen Abends verfolgen konnten.

Physiklehrer und Laien bedankten sich bei der sympathischen erfolgreichen Wissenschaftlerin für die interessanten Einblicke mit herzlichem Applaus.

(djd-Bericht; Bilder: djd)

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