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Schreibbegabungen werden gefördert [zurück zur Übersicht]

VorschauSchreiben von Gedichten und Geschichten in der Schule außerhalb des Unterrichts? Dass dies möglich ist, erfuhren zwölf Schülerinnen des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums an zwei Nachmittagen in einer kreativen Schreibwerkstätte mit dem Schriftsteller Nevfel Cumart.

Die vom Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Kooperation mit der Stiftung „art 131“ initiierte Maßnahme ermöglicht es in diesem Schuljahr Schülerinnen und Schülern der 10. bis 12. Jahrgangsstufe an fünf bayerischen Gymnasien, die eigene textgestalterische Leistungsfähigkeit weiter zu entwickeln.

Nevfel Cumart, seit über 20 Jahren als „poetischer Pädagoge“ mit Lesungen und Schreibwerkstätten an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen in Deutschland unterwegs, stellte am ersten Nachmittag am DJDG nach dem gegenseitigen Kennenlernen am Beispiel eines eigenen Werkes den Entstehungsprozess eines Textes dar und lud die Schülerinnen dann ein, mit Hilfe von Impulsen eigene Gefühle in Lyrik oder in Prosa zu formulieren. Die entstandenen Texte wurden einander vorgelesen, zuhause überarbeitet und in der nachfolgenden Sitzung gemeinsam besprochen. Per Email-Korrespondenz werden die Jung-Schriftstellerinnen bei der Ausarbeitung ihrer Ideen und Themen von Nevfel Cumart individuell betreut und erhalten die nötige Unterstützung beim Schreiben.

Auf einer Abschlussveranstaltung in München werden zum Schuljahresende ausgewählte Texte der Schülerinnen und Schüler der beteiligten Gymnasien in einer Anthologie der Öffentlichkeit präsentiert.

Art 131, was ist das genau? Zunächst ein Wortspiel mit Doppelsinn. Weil "art" auf Englisch „Kunst“ heißt und Artikel 131 der Bayerischen Verfassung festschreibt, dass Kunst und Kultur an den Schulen zu fördern sind. Genau zu diesem Zweck wurde die Stiftung „art 131“ vom Freistaat im Jahr 2004 als Projekte-Turbo gegründet; sie ist dem Kultusministerium angegliedert.
In enger Kooperation mit namhaften Künstlern plant die Stiftung Projekte in den Bereichen Kunst, Musik, Literatur sowie Theater, Film und neue Medien. art 131 sucht Sponsoren, kümmert sich um die Finanzierung der Projekte und vermittelt sie an die Schulen. Auf diesem Wege soll die Qualität der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ebenso gesteigert werden wie die der Lehrkräfte.

Nevfel Cumart, 1964 in Lingen (Rheinland-Pfalz) geboren, zählt mit siebzehn Gedichtbänden zu den produktivsten Lyrikern der jüngeren Generation in Deutschland.
Er wuchs in Stade (Niedersachsen) auf und studierte ab 1986 Turkologie, Arabistik, Iranistik und Islamwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Seit 1993 lebt er freiberuflich als Schriftsteller, Referent, Übersetzer und Journalist in Bamberg.

Am 10. Juli 2014 war Nevfel Cumart zu Gast im Schloss Bellevue. Der Bundespräsident verlieh dem Dichter und Brückenbauer das Bundesverdienstkreuz am Bande. In der Begründung heißt es unter anderem: »Nevfel Cumart hat sich (…) durch seine Arbeit und sein ehrenamtliches Engagement in unterschiedlichen Projekten in herausragender Weise um die Integration von Zugewanderten und ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft verdient gemacht.«

Gewürdigt wurden mit der Auszeichnung die Gedichte Cumarts, die sich »mit der Vermittlung zwischen den Welten auseinandersetzen und europaweit Eingang in Schulbücher gefunden haben«, ebenso wie sein Engagement an Schulen und in Vorträgen und Seminaren »über verschiedene Aspekte der türkischen Gesellschaft und Kultur, die Lebenssituation der Migranten in Deutschland sowie über die Religion des Islams« und seine Übersetzungen von Werken türkischer Autoren und Büchern zu islamkundlichen Themen.

(djd-Bericht; Bild: djd)


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