Startseite

Decker-Schülerinnen im Experimentierlabor [zurück zur Übersicht]

VorschauFür Einbrecher wird das Leben immer schwerer; denn selbst wenn sie Fingerabdrücke vermeiden, hinterlassen sie Spuren, die zu ihrer Überführung beitragen können. Der Biologie-Kurs der Q11 machte sich ein Bild von der dazu nötigen Technik.

Die Ermittler fahnden am Tatort nach Haaren, Hautschuppen, winzigen Blutflecken, in denen das unverwechselbare Markenzeichen jedes Menschen steckt: der genetische Fingerabdruck. Mit aufwändigen Verfahren werden individuelle Abschnitte im Erbgut, in der DNA, sichtbar gemacht. Mit ihrer Hilfe können Täter belastet und Unschuldige entlastet werden. Der genetische Fingerabdruck gibt aber auch Aufschluss über verwandtschaftliche Verhältnisse, zum Beispiel über die Möglichkeit einer Vaterschaft.

Das Experimentierlabor der Universität Regensburg bietet Schulen die Gelegenheit, Themen der Molekulargenetik und Gentechnik auf experimentellem Wege hautnah zu erleben. Gerne nahm der Biologiekurs Q11 des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums zusammen mit seiner Kursleiterin, Oberstudienrätin i. K. Doris Riedel, dieses Angebot des Instituts Zoologie am Lehrstuhl für Entwicklungsbiologie von Prof. Dr. Stephan Schneuwly wahr.

Auf dem Programm standen zwei Versuche, die von Studenten vorbereitet und betreut wurden. Als erstes wurde die DNA (deoxyribonucleic acid ), welche alle Erbinformationen enthält und Bestandteil des Zellkerns ist, aus einer Tomate isoliert.

Die zweite Aufgabe war, eine DNA-Probe, die an einem Tatort sichergestellt wurde, einem von drei möglichen Verdächtigen zuzuordnen. Zur Identifikation einer Person reichen kleinste Mengen von Beweismaterial aus.
Die isolierte DNA muss hierfür durch ein spezielles Verfahren kopiert werden, bis sie schließlich millionenfach vorliegt. Bestimmte Enzyme, die als „ Scheren“ wirken, zerlegen die DNA an genau definierten Stellen. Durch die Einzigartigkeit des Erbmaterials, die auf jeden Menschen zutrifft (mit Ausnahme eineiiger Mehrlingsgeburten) entsteht eine individuelle Zusammensetzung an DNA-Bruchstücken mit unterschiedlichen Längen. Diese Molekülgemische werden mit Fluoreszenzfarbstoffen behandelt, die im UV Licht leuchten. Durch ein spezielles Verfahren werden die „DNA-Schnipsel“ auf einem Gel der Länge nach getrennt und ergeben am Ende ein charakteristisches Bandenmuster. Vergleicht man nun das Bandenmuster der Verdächtigen mit dem der DNA-Spur am Tatort, lässt sich der Täter identifizieren.

Zum Schluss führte Dr. Harald Huber die Besucher vom DJDG durch die Labors des Lehrstuhls für Mikrobiologie und erläuterte seine Forschungen an der Tiergruppe der Archaeen, zu denen ursprüngliche Formen von Bakterien gehören. Archaeen sind in der Forschung von Interesse, da in ihnen vielleicht Merkmale des frühen Lebens auf der Erde erhalten geblieben sind. Aber auch ihr außergewöhnlicher Stoffwechsel ist von Interesse, zum Beispiel die Fähigkeit, bei 110°C zu wachsen.
Im Hinblick auf Anwendungen ist der ungewöhnliche Stoffwechsel ebenfalls interessant, beispielsweise werden Archaeen bei der Boden- und Gewässersanierung eingesetzt oder zur Methangewinnung in Biogasanlagen.
Abschließend kann man sagen, dass das eigene experimentelle Arbeiten, welches allen Beteiligten viel Spaß machte, das theoretische Schulwissen sinnvoll ergänzte und zur Veranschaulichung wesentlich beitrug. Alle Gruppen zeigten positive Versuchsergebnisse - ein Beweis dafür, dass alle sehr exakt gearbeitet hatten.

(djd-Bericht; Fotos: djd)


alle News im Archiv ansehen

aktuelle Termine:

07.12.2017

Elternsprechtag 1

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

11.12.2017

Elternsprechtag 2

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

22.12.2017

letzter Schultag vor den Weihnachtsferien

Gottesdienst in St. Martin
für alle Klassen...

12.01.2018

"KELCH" - Kinder und Eltern lernen Chemie

siehe Startseite...

Konzeption und Realisierung KIS GmbH & Co. KG