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Plastikmüll im Meer – Thema für verschiedene Jahrgangsstufen [zurück zur Übersicht]

VorschauSowohl Schülerinnen der 6. Klasse als auch der Oberstufe des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums setzten sich mit einem der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit auseinander. Weltweit gelangen immer mehr Kunststoffe in die Meere.

Jährlich kommen etwa 6,4 Millionen Tonnen Plastik im Meer hinzu; diese Zahl ist das Ergebnis einer Schätzung von Experten des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Wie wirkt sich das aus? Ein Anfang 2012 verendeter Pottwal an der Küste Andalusiens hatte beispielsweise 17 Kilo Plastik in seinem Bauch.

Mehr als 100 Millionen Tonnen Kunststoff haben sich in den Weltmeeren angesammelt, schätzen Forscher. Der Kunststoff zerfällt sehr langsam in immer kleinere Bruchstücke, die von Meeresorganismen mit der Nahrung aufgenommen werden. In den Ozeanen hält sich das Plastik sehr lange, zum Teil mehrere Jahrhunderte. Eine Plastikflasche oder eine Einwegwindel brauchen z. B. 450 Jahre, bis sie vollständig zerfallen sind. Einen Teil des Unrats schwemmen die Wellen an die Strände. Das meiste bleibt jedoch im Meer. Mehr als zwei Drittel des Plastikmülls sinkt auf den Meeresgrund. Das restliche Drittel treiben Wind und Meeresströmung Hunderte von Kilometern im Meerwasser mit, und die zerfallenden Plastikteile sammeln sich zu riesengroßen Wirbeln. In einem Quadratkilometer eines solchen Wirbels schwimmen fast eine Million Plastikteilchen. Einer dieser Wirbel, von denen es etwa eine Handvoll gibt, bekam den Namen „Great Pacific Garbage Patch“ (deutsch: Großer pazifischer Müllfleck).

Die Folgen für die Meeresbewohner sind dramatisch, denn die Tiere sehen den Müll im Wasser nicht, verheddern sich und können sich schwer verletzen, bis sie daran sterben. Kleinere Müllteile werden gefressen, z. B. bewusst, weil eine weiße Plastiktüte für eine Qualle gehalten wird, oder nebenbei zusammen mit Plankton. Die Tiere können den Kunststoff aber nicht verdauen und verhungern mit vollem Plastikmagen. Diese Entwicklung kann auch den Menschen schaden, denn giftige Stoffe aus dem Plastik werden mit dem Fisch zusammen auf unseren Tellern serviert.

Aufgeschreckt und betroffen von derartigen Fakten befasste sich die Klasse G6b unter der Leitung ihrer Biologielehrerin Oberstudienrätin Doris Riedel mit der Thematik „Plastik im Meer“, wobei neben den vielfältigen Auswirkungen auch die Müllvermeidung im Vordergrund stand.
In einem sehr anschaulichen Vortrag konfrontierten die Schülerinnen Lena Gimpl, Julia Lankes und Sofie Wittmann die Mädchen ihrer Klasse mit der Problematik und deren vielfältigen Folgen.

Danach erfolgte eine lebhafte Diskussion mit begleitender Gruppenarbeit mit der Zielsetzung, sich Möglichkeiten zu überlegen, den Kunststoffgebrauch zu vermindern, um somit die Meere zu entlasten.
Praktikable Tipps für den Alltag sind z.B. Jutebeutel statt Plastiktüte, anstelle von Einwegverpackungen lieber Mehrwegbehälter verwenden, Müll fachgerecht entsorgen, abgepackte Nahrungsmittel vermeiden und Nahrungsmittel lieber in mitgebrachten Behältern transportieren, Plastikverpackungen im Laden lassen oder Kosmetikprodukte ohne Mikroplastikteilchen verwenden. Aus Tetrapack und Klebebändern lässt sich auch leicht eine Geldbörse herstellen.

Schülerinnen der Q11/12 im Kunstunterricht von Diplom-Designerin Gertrud Räß griffen dieses Thema ebenfalls auf. Im Sinne des Funktionswandels der Kunst und der Erweiterung des Kunstbegriffes führten sie ein Aktionskunst-Projekt durch, um die Botschaft zu übermitteln, die ihnen – wie auch den jüngeren Schülerinnen – am Herzen liegt: Die Meere ersticken im Plastik - wir alle müssen dringend etwas dagegen tun! Auf dem Pausenhof der Decker-Schulen fand die künstlerische Intervention im (halb-)öffentlichen Raum statt und weckte bei vielen Passanten Aufmerksamkeit und Interesse für die Botschaft.

(djd-Bericht vom 12.06.2016/räs-rid-rip; Bilder: djd)

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