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Abiturfeier: Mit Mut in die Zukunft [zurück zur Übersicht]

VorschauAm Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium haben 49 von 51 Prüflingen das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife erreicht. Dazu gratulierte Schulleiterin Renate Gammel sehr herzlich.

Besondere Anerkennung sprach sie den sechs Abiturientinnen aus, die ein Zeugnis mit dem Prädikat „sehr gut“ erhielten (1,5 und besser), nämlich Lisa Schmidt, Anja Preitschaft, Jana Dennerlein, Theresa Graf, Sina Bergmeier und Miriam Flieder.

Die Schulmedaille „Erkenntnis und Glaube“ wurde verliehen an Anna-Katharina Kersting, die damit für ihren herausragenden Einsatz für die Schulgemeinschaft und ihr charakterliches Vorbild geehrt wurde.

In ihrer Ansprache ging Oberstudiendirektorin i. K. Renate Gammel auf die Zukunft der Absolventinnen ein und auf die entscheidende Frage, wie sie sich dieser vielfach unklaren Zukunft stellen sollten. Zunächst bestärkte sie die scheidenden Schülerinnen darin, ihre Talente – von denen sie vermutlich manche erst noch entdecken würden – auch in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Damit man jedoch zu seinen Talenten stehen könne, müsse man „immer im Einklang mit seinem Wesen“ sein.

Als Beispiel für eine solche aufrechte und unverbogene Haltung führte die Schulleiterin die in Ungarn geborene Philosophin Agnes Heller an, die den Holocaust überlebte, Schikanen durch das kommunistische Regime in ihrer Heimat ertrug und nach einem Aufenthalt in Australien schließlich einen Lehrstuhl für Philosophie in New York innehatte. Darauf angesprochen, dass sie zeit ihres Lebens „unangepasst“ und gegen die vorherrschende Meinung ihrer Zeit gelebt und gehandelt hätte, antwortete Agnes Heller: „Solange ich im Einklang mit meinem Charakter handle, fühlt sich das, was ich tue, richtig an. Wer anfängt, sich selbst zu belügen, wird notwendigerweise unglücklich.“

Wie auch immer der individuelle Lebensweg verlaufe, man komme nicht darum herum, immer wieder Entscheidungen zu treffen, fuhr Gammel fort. Sie ermutigte die Abiturientinnen dazu, sich in solchen Situationen nicht lähmen zu lassen von der Befürchtung, eine falsche Entscheidung zu treffen. Wer nämlich zögere und aufschiebe, verbleibe in einer unbefriedigenden Stagnation – und nicht ergriffene Chancen sind irgendwann auch vorbei und stehen nicht mehr zur Wahl. Deshalb lautete Gammels positiver Appell am Schluss: „Trauen Sie sich, Ihr Leben in die Hand zu nehmen!“

Für die Abiturientinnen sprach Anna-Katharina Kersting über die gemeinsame Schulzeit. Zur Verbildlichung ihrer Gedanken griff sie auf den Monolog „Novecento“ von Alessandro Baricco zurück, in dem das Schicksal eines Findelkinds im Mittelpunkt steht, das auf einem Ozeandampfer geboren wird, aufwächst und noch nie dieses Schiff verlassen hat. Kersting verglich die Schule mit diesem Dampfer – auch die Schülerinnen im Gerhardinger-Saal hätten sich sehr an das „Schiff Schule“ gewöhnt und noch kaum einen Schritt nach draußen gesetzt, und doch müssten sie jetzt diesen Schritt wagen und ihren eigenen Weg gehen. Dass sie dafür von der Schule bestens vorbereitet worden seien, dafür dankte sie den DJDG-Lehrkräften.

Einen ganz besonderen Dank richtete sie an Oberstudiendirektorin Gammel. Sie habe in den vergangenen Jahren wie ein Kapitän das Schiff der Decker-Schulen fest in der Hand gehalten und habe unbeirrt ihren Kurs verfolgt. Dafür dankte Kersting der Schulleiterin, die zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand geht, im Namen des Abschlussjahrgangs; Vertreterinnen der SMV überreichten für die Schülerschaft des Gymnasiums Blumen und ein Präsent.

Die erste Vorsitzende des Elternbeirats, Tanja Schleicher, zitierte in ihrer Ansprache die berühmten Sätze über die Jugend heutzutage, die angeblich von Sokrates stammen: „Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte“ – doch die Elternsprecherin setzte dagegen: Falls diese Sätze tatsächlich von Sokrates stammten, so habe er wohl die Decker-Schulen nicht gekannt. Für die gleichzeitig sehr gute fachliche Ausbildung und menschliche Fürsorge der Lehrkräfte dankte sie im Namen der Elternschaft.

Die musikalische Gestaltung der Feier wurde durchwegs von musikalisch talentierten Abiturientinnen bestritten. Nathalie Geier spielte Saxophon, Laura Elsen Klavier, und Karin Prechtl und Kristin Gräml boten ein Klarinetten-Duett. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam auf der Bühne „We’re all in this together“, und feierten sich und das Ende ihrer Schulzeit, bevor die Festlichkeit im Schulgarten mit Sekt, Gesprächen und vielen Erinnerungsfotos abgerundet wurde.


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