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Deutsche Sicherheitspolitik im Spannungsfeld internationaler Konflikte [zurück zur Übersicht]

VorschauHauptmann Peter Winkler, Jugendoffizier der Bundeswehr, erklärt den Schülerinnen der Q12 am Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium die Zusammenhänge der internationalen Politik.

Der Vortrag des Bundeswehroffiziers beinhaltete drei Kernthemen: allgemeine sicherheitspolitische Risiken, die Irak-Syrien-Problematik und die Interessen der deutschen Sicherheitspolitik.

Für die Schülerinnen war es interessant, veranschaulicht zu bekommen, in welchen verschiedenen Bereichen internationale Sicherheitsrisiken bestehen, z. B. bei der Herstellung und dem Besitz von ABC-Waffen oder dem internationalen Terrorismus. Hierbei wurde der UNO eine wichtige Rolle zugewiesen und gleichzeitig klargestellt, dass die Sanktionierung von Völkerrechtsverletzungen bei mächtigen Staaten wie USA, Russland oder China eigentlich nicht möglich ist.

An der Irak-Syrien-Problematik machte Hauptmann Winkler deutlich, wie schwierig es ist, einen Konflikt zu lösen, wenn viele unterschiedliche Interessen im Spiel sind. Er stellte die Führungsrolle von Saudi-Arabien und des Iran für die Region in den Vordergrund seiner Darstellung, um zu verdeutlichen, dass Konflikte dieser Art nicht von außen gelöst werden können, was die Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz auch schmerzlich lernen musste.

Am Beispiel der Kurden im Norden des Irak und im Nordosten Syriens könne man laut Hauptmann Winkler die unterschiedlichen Interessenlagen sogar der NATO-Partner gut erkennen. Deutschland unterstütze die Kurden im Kampf gegen den IS mit Ausrüstung, während unser NATO-Partner Türkei die Kurden bekämpfe.

Wenn es um die deutsche Sicherheitspolitik geht, stellt Hauptmann Peter Winkler die Hauptausrichtung folgendermaßen dar: Die Sicherheitspolitik ist wertorientiert, aber von Interessen geleitet. Was das heißt, wird den Schülerinnen anschließend vor Augen geführt. Deutschland engagiert sich diplomatisch oder auch mit den Bundeswehrstreitkräften überall dort, wo deutsche Interessen gefährdet sind, beispielsweise vor der Küste Somalias, um die deutsche Handelsflotte abzusichern oder in Mali, um Ursachen des Flüchtlingsstroms zu bekämpfen.

Zum Abschluss der sehr informativen Veranstaltung blieb den Schülerinnen nicht mehr allzu viel Zeit, um Fragen zu stellen. Dennoch hatten alle das Gefühl, die Weltpolitik nun ein wenig besser zu verstehen.

(djd-Bericht/gra; Bilder: djd)

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