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Extraterrestrische Ursachen des Klimawandels [zurück zur Übersicht]

VorschauDer erste Termin in der Reihe „Vorträge im Gerhardinger-Saal“ war den großen Dimensionen gewidmet. Professor Matthias Mändl von der OTH Amberg sprach über extraterrestrische Einflüsse auf unser Klima.

Oberstudiendirektor Günter Jehl begrüßte die Zuhörer im Saal und erläuterte kurz die von ihm initiierte Vortragsreihe. Einmal im Monat spricht ein Experte zu einem Thema, das von öffentlichem Interesse sein soll. Den Anfang machte nun Matthias Mändl, OTH-Professor für Akustik und Schallanalyse, aber auch Vorsitzender der Volkssternwarte Ursensollen und ein ausgewiesener Kenner der extraterrestrischen Einflüsse auf unser Klima. Auslöser für die Gründung der Volkssternwarte waren – nebenbei bemerkt – die Physiker der Dr.-Johanna-Decker-Schulen, die zur Sternenbeobachtung mit dem großen Teleskop der Schule einluden und damit das Interesse in diese Richtung anregten.

Dass der Mensch durch die Produktion von Treibhausgasen über Autos und Fabriken seinen Lebensraum allmählich zerstört, ist bekannt. Doch das sind nicht die einzigen Ursachen für klimatische Veränderungen. Professor Mändl zeigte in seinem bei aller Wissenschaftlichkeit doch auch unterhaltsamen und fesselnden Vortrag, welche Zyklen von Warm- und Eiszeiten, welche Sonnenaktivitäten unser Klima maßgeblich beeinflussen.

AZ-Berichterstatter Andreas Ascherl formuliert in seinem Bericht: „… seit rund 10 000 Jahren haben wir es auf unserem Planeten sehr schön. Wir leben in einer Zwischeneiszeit, in der ein angenehmes und gleichmäßiges Klima für eine regelrechte Explosion unserer Zivilisation gesorgt hat. Mit entsprechend negativen Entwicklungen. Aber: "Für die Gattung Mensch ist das eine Katastrophe, für die Natur ist es nichts."

Denn laut Mändl kommt die nächste Eiszeit ganz bestimmt und vielleicht, ja vielleicht haben wir ja wieder einmal ausgesprochenes Glück, dass es unser Stern, die Sonne, doch noch einmal gut mit uns meint. Denn in letzter Zeit haben die Astronomen eine deutliche Reduzierung der Sonnenflecken festgestellt, nachdem zuvor über Jahrzehnte hinweg ein Maximum davon aufgetreten war. Sonnenflecken, so erläuterte Mändl, haben ihre Ursache in der Eigenrotation unseres Zentralgestirns und unterliegen einem bestimmten Zyklus: Elf Jahre sind es. Je mehr dieser Flecken aber gezählt werden können, desto heißer brennt die Sonne.“

Ascherl ergänzt in Bezug auf weitere Faktoren: „Da existieren … so exotische Dinge wie die Dansgaard-Oeschger-Zyklen, die ungefähr alle 1500 Jahre einmal zu rasanten Klimaschwankungen auf der Erde führen. Die Nordhalbkugel bringen sie zu einer schnellen Erwärmung, der eine langsame Abkühlung folgt. Übrigens korrespondierend mit sogenannten Heinrich-Events, einem Abreißen des Golfstroms schon lange vor dem Nordpol, das zu einer deutlichen Abkühlung des Planeten führt.

Es geht aber noch besser: Die Abfolge von Eis- und Warmzeiten versuchen die sogenannten Milankovic-Zyklen zu erklären. Die basieren darauf, dass sich die Orbital-Parameter der Erde ständig ändern: die Neigung der Achse zur Sonne, die Form der Parabel der Umlaufbahn. Entsprechend heizt die Sonne - oder eben nicht. Alle 100 000 Jahre, so hat der serbische Mathematiker Milutin Milankovic errechnet, wiederholt sich so ein Zyklus, messbar übrigens in den Eisbohrkernen, die Experten in Grönland zutage fördern. Besonders beeindruckend die Nemesis-Hypothese - spannend zwar, doch eher unwahrscheinlich. Alle 26 Millionen Jahre nämlich gibt es eine Katastrophe auf unserem Planeten, die zum Aussterben von rund 90 Prozent aller Arten führt. Beispiel Dinosaurier.
Für deren Ende wird bekanntlich ein Meteoriteneinschlag verantwortlich gemacht. Was, wenn es auch dafür eine zyklische Ursache im Weltall gäbe? Beispielsweise einen Begleitstern der Sonne, einen braunen Zwerg, den wir bisher nur noch nicht entdeckt haben?
Nemesis wird er in der Forschung genannt. Er soll auf einer weiten Bahn durchs All wandern und regelmäßig für Störungen in der Oortschen Wolke sorgen, in der sich zahlreiche Eisbrocken tummeln. Dann rasen diese plötzlich als Meteoriten auf die Erde zu und zerstören hier das Leben. "Aber es wird immer wahrscheinlicher, dass es Nemesis nicht gibt", beruhigte Mändl. Dagegen ist er sich sicher, dass schon in den nächsten Jahren die Entdeckung von Planet Nummer 9 des Sonnensystems bevorsteht. "Der könnte aber auch ein Zwergstern sein."“

Der nächste Vortrag im Gerhardinger-Saal wurde angekündigt für Mittwoch, 15. Februar, 19 Uhr. Dann spricht Bischof Dr. Rudolf Voderholzer über Fritz Gerlich, einen publizistischen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

(djd-Bericht vom 15.01.2017/rip, mit Bezug auf den Bericht der Amberger Zeitung vom 14.01.2017; Bild: djd)

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