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Staatssekretär Füracker zu Gast [zurück zur Übersicht]

VorschauDie Dr.-Johanna-Decker-Schulen der Schulstiftung der Diözese Regensburg konnten bedeutenden politischen Besuch begrüßen: Staatssekretär Albert Füracker nahm sich auf Einladung durch Oberstudiendirektor Günter Jehl hin einen Vormittag lang Zeit für die traditionsreiche Mädchenschule.

Nach einem kurzen Gang durch das Schulgebäude hieß Schulleiter Jehl den Gast im Gerhardinger-Saal vor den Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe (Realschule und Gymnasium) und der Q12 offiziell willkommen, ebenso seinen Referenten Dr. Kai Barisch sowie den Direktor der Schulstiftung, Domdekan Prälat Johannes Neumüller, und deren Geschäftsführer, Johann Gröber.

Nach kurzen Ausführungen zu seinem Werdegang gab Füracker einen Einblick in seinen politischen Arbeitsalltag und in seine Aufgaben als Politiker und Staatssekretär. So erfuhren die Schülerinnen, die erfreut die Zugänglichkeit des Politikers wahrnahmen, dass er zunächst als Landwirt und Techniker für Landbau tätig war, als Vollerwerbslandwirt. Seine Rolle als Vater von vier Kindern erwähnte er, um den Bezug zum Schulalltag und zu den Sorgen und Anliegen von Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen.

Sehr früh, schon während seiner Schulzeit, war Füracker politisch interessiert und auch engagiert. So wurde er bereits mit 21 Jahren Gemeinderat, und seit mittlerweile neun Jahren ist er nun hauptberuflich Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Neumarkt. 2013 wurde er zum Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat und somit zum Stellvertreter von Minister Markus Söder ernannt. Seinen Hauptsitz hat das Ministerium in München und einen weiteren Dienstsitz in Nürnberg.

Die Arbeit eines Politikers sieht er als sehr anspruchsvoll an. Wichtig ist für ihn, viele Menschen mit ihren Anliegen kennenzulernen und dazu beizutragen, dass auf der Grundlage der Demokratie die Marktwirtschaft und das Wirtschaftswachstum in Staat und Land funktionieren.
Aufgabe der Ministerien allgemein sei es, die Beschlüsse des Landtags und Gesetze in den Ministerien und den ihnen untergeordneten Verwaltungsbereichen korrekt umzusetzen. Das Bayerische Finanzministerium ist zuständig für den Staatshaushalt mit einem Gesamtvolumen von derzeit 60 Milliarden und für die Finanzplanung. Zugeordnet sind neben den Finanzämtern die Bayerische Vermögensverwaltung und die Vermessungsverwaltung, Beteiligungen auch z. B. bei so unterschiedlichen Unternehmungen wie dem Hofbräuhaus, der Bayerischen Landesbank und der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Als eine zentrale Herausforderung im Bereich der Landesentwicklung sieht Füracker momentan den Ausbau einer schnellen Glasfaserstruktur in allen Regionen des Freistaats, besonders auch im ländlichen Raum.

Anschließend stellte sich der Staatsekretär den zahlreichen Fragen der Schülerinnen. Zu folgenden Themen gab er Auskunft:

- „Wahlalter ab 16 Jahren“: Dies müsste im großen Zusammenhang mit einem Absenken der Volljährigkeit geregelt werden, falls das mehrheitlich so gewünscht wird.

- „hohe Schulwegkosten für Schülerinnen in der Oberstufe und ungünstige Busverbindungen im ländlichen Raum“: Hier riet er zu Gesprächen mit dem Landratsamt und den örtlichen Anbietern der Busverbindungen.

- „Abschaffung der Milchpreisbindung“: Füracker erläuterte die historische Entwicklung dieses für Landwirte emotionalen Themas und verwies letztendlich darauf, dass es wirtschaftlich nicht möglich sei, den Preis für ein Produkt, das innerhalb der EU im Überfluss erzeugt wird, künstlich hochzuhalten. Dabei betonte er, dass die derzeitige EU-Regelung aus bayerischer Sicht nicht befriedigend sein kann.

- „Aussichten einer Jamaika-Koalition“: Der Staatssekretär verwies auf die laufenden Koalitionsverhandlungen, äußerte dabei aber eine gewisse Skepsis, da es voraussichtlich schwer sein werde, bei vier Parteien befriedigende Kompromisse zu finden, da jede Partei im Wahlkampf klare Ziele und Versprechen den Wählern gegenüber formuliert habe, die man nicht enttäuschen wolle.

Oberstudiendirektor Jehl schloss die Begegnung mit den Schülerinnen mit dem Dank an Staatssekretär Füracker für seinen Besuch, aber auch an die Schülerinnen für ihre Fragen ab; er appellierte an die Jugendlichen, Politik als einen zentralen Lebensbereich zu sehen und durch politisches Engagement mitzuwirken.

(djd-Bericht vom 02.11.2017/kün, hub, rip; Bilder: djd)

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