Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am Mittwoch, 21. Februar 2018 um 19.00 Uhr von Dr. Judith Reindl zum Thema „Moderne Physik und ihr Beitrag zur Krebstherapie"; eingeladen sind alle Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit

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Vortrag im Gerhardinger-Saal: "Datenkraken" [zurück zur Übersicht]

VorschauMit dem etwas unheimlichen Titel „Datenkraken – Exkursion zu den Untiefen im Netz“ hatte Kriminalhauptmeisterin Andrea Neumeier eine beachtliche Zahl an Zuhörerinnen und Zuhörern in den Gerhardinger-Saal der Dr.-Johanna-Decker-Schulen gelockt – und sie hatte nicht zuviel versprochen.

In ihrem unterhaltsamen und lehrreichen Vortrag gelang es ihr, auf zahlreiche Situationen im Umgang mit dem Internet aufmerksam zu machen, bei denen Vorsicht geboten ist, ohne die moderne Technik und ihre Möglichkeiten zu verteufeln.

Mehrmals betonte sie, dass es ihr wichtig sei, das Internet und das sich immer weiter verbreitende Zugangswerkzeug dazu, das Smartphone, als eine wertvolle Bereicherung unseres heutigen Alltags zu begreifen, dabei aber nicht zu vergessen, dass es Verhaltensregeln gebe, deren Beachtung den Nutzern dieser Angebote nicht nur viel Ärger, sondern sogar großen Schaden zu vermeiden helfe.

Die erfahrene Polizistin, deren Fachbereich bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden sich „Verhaltensorientierte Prävention“ nennt, gab Eltern vor allem den Rat, sich mit ihren Kindern über die Bedeutung der modernen Medien auszutauschen und sich dafür zu interessieren. Wenn man mit den Kindern zusammen technische Möglichkeiten (z. B. am neuen Smartphone) entdecken könne, so sei das erstens eine gute Gelegenheit, technisch auf dem Laufenden zu bleiben, und zweitens könne man dabei auch über Gefahren sprechen, die sich aus risikoreicher Nutzung ergeben.

Das Thema „Video“ ist dabei besonders problematisch. Auf der einen Seite steht der Konsum von Filmmaterial, das für Kinder und Jugendliche nicht geeignet ist (etwa pornographische oder gewaltverherrlichende Filme), auf der anderen Seite die Verwendung der Foto- und Videofunktion des Smartphones, um (z. T. heimlich) andere Personen zu filmen und sie mit diesen Filmen oder Fotos dann zu erpressen. Die Gespräche zwischen Eltern und ihren Kindern sollten beide Aspekte abdecken: Zum einen sollte man den Kindern klarmachen, dass die Veröffentlichung von Bildmaterial zur Bloßstellung und Demütigung anderer strafbar ist – zum anderen sollte ganz klar sein, dass die Kinder sich in dem Fall, dass sie Zielscheibe einer Cybermobbing-Attacke werden, unbedingt an die Eltern oder eine andere Vertrauensperson wenden sollen.

An diese allgemeinen Verhaltenstipps anschließend gab Neumeier einen Überblick über die bei Jugendlichen gängigen Apps, wobei es für manche Zuhörer Aha-Erlebnisse gab, da sie zwar vielleicht eines der Logos schon einmal gesehen hatten, aber nicht wussten, was sich dahinter verbirgt – von YouNow über Musical.ly zu Snapchat und Tellonym, von Insta (die trendige Version des Namens „Instagram“) und Pinterest zu Tumblr und Clash of Clans – eine Parade von Anwendungen, die jeweils kurz mit der jeweiligen Thematik vorgestellt wurden.

Auf den Klassiker WhatsApp ging die Referentin gesondert ein und warnte vor allem vor dem hier wieder auflebenden Phänomen des „Kettenbriefs“, also Nachrichten, mit denen durch Versprechungen oder Drohungen erreicht werden soll, dass der Empfänger die Nachricht an eine gewisse Anzahl von Kontakten weiterleitet, um keinen Schaden zu erleiden. Wenn auch einige dieser Nachrichten nur nervtötend seien, so gebe es darunter auch potentiell gefährliche, die z. B. zur Weitergabe von Telefonnummern auffordern. Dieses Thema sollten Eltern bei ihren Kindern auf jeden Fall von sich aus ansprechen, um sie schon vorzuwarnen. Und wenn eine solche Kettennachricht eintreffe, dann solle man sie ohne weitere Umstände einfach löschen – und falls vom selben Absender mehrere solcher Nachrichten kommen, solle man diesen darauf ansprechen und ihn auffordern, die Sendung solcher Texte zu unterlassen.

Empfohlen wurden folgende Internet-Ratgeber, die seriöse und hilfreiche Tipps anbieten: www.klicksafe.de und www.internet-abc.de, und auch www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden/.

Zur Abrundung kam Polizeihauptmeisterin Neumeier noch auf das Thema „Darknet“ zu sprechen und begann damit, dass sie die verbreitete Annahme zerstreute, es handle sich dabei um einen Tummelplatz für Kriminelle. Dabei sei das „Darknet“ lediglich ein ¬prozentual sehr großer – Bereich des Internets, in dem man sich bewegen könne, ohne Spuren für Datensammler wie Google und Co. zu hinterlassen. Um Zugang dazu zu erhalten, könne man sich unter der Adresse www.torproject.org den „TOR-Browser“ herunterladen und damit dann anonym im Internet unterwegs sein.

Abschließend, bevor sie noch individuelle Fragen der Zuhörer beantwortete, gab Neumeier den Rat, dass Eltern am besten einen positiven Einfluss auf den Medienumgang ihrer Kinder ausüben könnten, wenn sie sich als gute Vorbilder verhielten.

Oberstudiendirektor Günter Jehl bedankte sich für den fundierten und spannenden Vortrag und ließ sich schon einmal zusichern, dass die Internet-Expertin der Kripo auch im kommenden Schuljahr an die DJD-Schulen kommen werde.

(djd-Bericht vom 22.01.2018/rip; Bild: djd; Hintergrund-Foto/Plakat: pixabay.com)

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