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Landessieg im Wettbewerb „Orte der Erinnerung“ [zurück zur Übersicht]

VorschauAuf historische Spurensuche begaben sich die 15 Schülerinnen der 9ab (WSG) des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums und dokumentierten bei ihrer umfangreichen Recherche Orte der Erinnerung im 20. Jahrhundert in Amberg. Beim Geschichts-Schülerwettbewerb 2010/2011 des Volksbundes der Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Bayern, wurde ihnen dafür nun der erste Preis verliehen.

„Woran man sich erinnert, das kann nicht mehr verloren gehen.“ Mit diesem Zitat des Schriftstellers Siegfried Lenz verband der Volksbund das Thema seines diesjährigen Landeswettbewerbs „Orte der Erinnerung“. Schülerinnen und Schüler in Bayern waren aufgefordert, Stätten des Erinnerns ausfindig zu machen und mit Zeichenblock, Fotoapparat oder Filmkamera zu dokumentieren.

Natürlich bot sich für die DJDG-Schülerinnen ihre Heimat- und Schulstadt für dieses Thema hervorragend an, sie wollten aber nicht das übliche Bild eines mittelalterlichen Ambergs dokumentieren, sondern gingen der Frage nach, ob Amberg auch Orte bietet, die auf Spuren von Ereignissen des 20. Jahrhunderts verweisen. Betreut von Studiendirektor i. K. Rolf Künstler sammelten sie Informationen, suchten schriftliche Quellen und führten Gespräche mit Zeitzeugen. Bald zeigte sich, dass Orte nicht nur geschichtliche Schauplätze sind, sondern diese immer mit Menschen und ihren Erinnerungen verbunden sind.

Ergebnis der vielschichtigen Recherche war ein 19-seitiger farbiger Wandkalender für das Schuljahr 2011/2012 mit den verschiedensten „Erinnerungsorten“ und damit verknüpften Ereignissen, wie z. B. dem Bahnhof, dem Rathaus, der Synagoge, dem Theresienstollen und der Luitpoldhütte. Der Weg führt den Betrachter und Leser aber auch auf den Katharinenfriedhof mit den Gedenksteinen für die ca. 600 in Amberg ums Leben gekommenen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, zur Gräberabteilung der Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges und zum Erinnerungsstein bei der Leopoldkaserne, wo im April 1945 beim Luftangriff auf das Heeresamt sechs jugendliche Feuerwehrleute mit ihrem Einsatzleiter getötet wurden. Aber auch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bietet Erinnerungsorte. So fanden die ehemalige Jugendkneipe „Whisky“ in der Zeughausstraße, die Fachhochschule oder das Stadtarchiv als Sammelhort der verschiedensten Erinnerungen von schriftlichen und bildlichen Quellen Eingang in den Kalender.

Bei der Preisverleihung lobte Kaspar Becher, Geschäftsführer für den Bezirk Oberpfalz, das hohe Engagement der Gruppe und überreichte eine Urkunde und einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro. Die Laudatio des Pädagogischen Landesbeirates des Volksbundes betont die „sehr anspruchsvolle, sehr intensive und außergewöhnlich künstlerisch und in Wort und Bild ästhetisch umgesetzte“ Annäherung an das Thema. Neben dem DJDG errangen mit der Volksschule Niedermurach und der Realschule Neunburg vorm Wald zwei weitere Schulen in der Oberpfalz Plätze unter den ersten zehn Preisträgern.

(DJD-Pressemeldung, 21.07.2011)

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