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P-Seminar Kunst: Inklusion mit Kreativität [zurück zur Übersicht]

VorschauDas Projekt-Seminar im Leitfach Kunst am Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium hatte zum Thema, eine Ausstellung mit geistig behinderten Jugendlichen der Offenen Behindertenarbeit Amberg (Lebenshilfe) zu erarbeiten. Dabei sollten die Maltechniken und -stile von berühmten Künstlern wie Hundertwasser oder Van Gogh zum Vorbild genommen werden.

Nach etlicher organisatorischer Vorarbeit fand im März 2011 der erste Besuch der Decker-Schülerinnen bei der Lebenshilfe statt, um ihre Teampartner kennen zu lernen. Hierbei durften sich die Jugendlichen aussuchen, bei welcher Gruppe sie am liebsten mitarbeiten wollten; es wurden insgesamt vier Gruppen mit drei bis vier Schülerinnen des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums, zwei Schülern aus der Lebenshilfe und drei bekannten Künstlern als Richtlinie gebildet.
An mehreren gemeinsamen Arbeitsnachmittagen trafen sich die Gruppen: Eine hatte sich zum Ziel gesetzt, ein Haus wie Hundertwasser aus Holz zu bauen; eine andere Gruppe tobte sich im Foyer aus, um auf Leinwänden Bilder im Stil Jackson Pollocks zu gestalten. Außerdem wurden eine der bekannten „Nanas" von Niki de St. Phalle gebastelt und kleine Tiere aus Ton geformt, ganz wie bei Antonio Gaudi. Mit sehr viel Einsatz und Disziplin waren die Jugendlichen am Werk - und mit ebensoviel Disziplin wurden hinterher die Spuren der Arbeit auch wieder aufgeräumt und weggeputzt.

Im Foyer des Landratsamtes Amberg-Sulzbach wurden die Ergebnisse der Kooperation bei einer musikalisch umrahmten Vernissage präsentiert.
Der Hausherr, Landrat Richard Reisinger, begrüßte die zahlreichen Gäste und berichtete, dass er sich aufgrund der persönlichen, handschriftlichen Einladung entschlossen habe, diese Ausstellungseröffnung selbst vorzunehmen. Das Engagement der Jugendlichen und die Ergebnisse ihrer Arbeit hob er als anerkennenswert hervor. Oberstudiendirektorin Renate Gammel drückte als Leiterin des DJD-Gymnasiums den Schülerinnen und den Jugendlichen aus der Offenen Behindertenarbeit gegenüber ihren Respekt für die gelungene Zusammenarbeit aus.
Julia Müllner, Sprecherin des P-Seminars, berichtete aus dem Vorlauf zum ersten Treffen, dass die Schülerinnen zunächst neugierig und auch etwas unsicher waren, wie die Zusammenarbeit mit den geistig behinderten Jugendlichen verlaufen würde. Aber schon beim ersten Treffen habe sich diese Anspannung in Luft aufgelöst, und so habe die Projektarbeit auch zum Abbau von Vorurteilen beigetragen.
Den harmonischen Verlauf der Kooperation bestätigte auch Hildegard Legat, die Leiterin der Offenen Behindertenarbeit Amberg. Ihr war es dabei hauptsächlich wichtig, dass ihre Jugendlichen an einem abwechslungsreichen und kreativen Projekt teilnehmen konnten, und dies sei mit den Schülerinnen des P-Seminars ausgezeichnet gelungen.

Diplom-Designerin Gerti Räß, die Leiterin des P-Seminars, dankte allen Beteiligten für ihre engagierte, aber auch disziplinierte Arbeit und wies auf die Vielfalt der künstlerischen Werke hin. Mit unterschiedlichsten Materialien wurde gearbeitet: Pappe, Federn, Draht, Perlen und sogar Müll. Die Besucher der Vernissage stellten fest, dass die Ausstellung alles andere als langweilig ist: Gemälde, architektonische Entwürfe, realistische oder weniger realistische Skulpturen zeugen vom Geschick und der kreativen Unbekümmertheit der jungen Künstlerinnen und Künstler. Vom 20. Januar bis zum 17. Februar ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes zu besichtigen.

(DJD-Bericht, Jan. 2012/Fotos: DJD)

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