Startseite

DJD-Realschülerinnen auf den Spuren des Kuchenteigs [zurück zur Übersicht]

VorschauDie Klasse R6a der Amberger Dr.-Johanna-Decker-Realschule eroberte die Sulzbacher Seidel-Druckerei, um sich mit ihren Lehrerinnen Julia Simbeck und Christiane Keck am Original-Schauplatz anzusehen, wo 2008 die Bildergeschichte "Der Kuchenteig" von Wilhelm Busch entdeckt wurde.

Begleitet wurden die DJDR-Schülerinnen dabei von Ortsheimatpflegerin Christine Schormüller (Ebermannsdorf) und Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer aus Sulzbach-Rosenberg.

Bereits seit Beginn des Schuljahrs 2011/2012 arbeiten die Mädchen mit viel Engagement und Kreativität an einem fächerübergreifenden Projekt über diesen Vorläufer des Bäckerstreichs von "Max & Moritz", das von Studienrätin Julia Simbeck konzipiert wurde.

Wilhelm Busch als Mensch des 19. Jahrhunderts

"Die Ergebnisse unserer handlungsorientierten Arbeit mit den Schülerinnen fließen in eine Ausstellung ein, die wir exakt zum Geburtstag von Wilhelm Busch am 15. April im Saal der Historischen Druckerei eröffnen werden", erklärt Simbeck.

Im Laufe mehrerer Monate erfahren die Schülerinnen viel Wissenswertes nicht nur zu den Umständen der vor vier Jahren in Sulzbach aufgefundenen Originalzeichnungen des weltbekannten Künstlers (1832-1908), sondern auch darüber, wie Menschen im 19. Jahrhundert gewohnt, gelernt, gearbeitet, gegessen, ja überhaupt gelebt haben.

Simbeck betont: "Mir ist wichtig, dass die Mädchen bei diesem Projekt lernen, in Gruppen zu arbeiten. Es schult die Teamfähigkeit, und letztlich tragen sie mit ihren Ergebnissen zu einem gemeinsamen Produkt bei."

Und was das Ganze mit dem Deutschunterricht zu tun hat, erklärt sie auch: "Ein kreativer Schreibprozess wird angeregt dadurch, dass sie sich mit den Bildinhalten auseinandersetzen müssen. Zunächst geht es um genaue Erfassung von Gestik, Mimik und Handlung, was die Vorbereitung zur Versprachlichung ist. Sie lernen sich präzise einem Gesichtsausdruck und der Bildgestaltung zu nähern, um später an den Formulierungen zu feilen. Je differenzierter hier gearbeitet wird, desto leichter fällt ihnen später die kreative Umsetzung im Kunstunterricht."

Die Druckerei als Lernort

Das sollte aber nicht nur im Amberger Klassenzimmer geschehen. Durch die Fahrt in die Sulzbacher Druckerei werde den Schülerinnen bewusst, dass es sich um einen historischen Fund handle, der untrennbar mit einem Ort verbunden sei. Die Vorbereitung auf das Thema Druckerei sei im Kunstunterricht bei Diplom-Designerin Gerti Räß erfolgt, so Julia Simbeck: "Sie hat mit den Schülerinnen schon einen Unterrichtsgang in das Stadtmuseum Amberg unternommen und sie im Anschluss an die Janssen-Ausstellung selbst zur Arbeit mit einer Druckerpresse angeleitet."

Außer der 6. Klasse wurden auch andere Jahrgangsstufen mit in die Projektarbeit einbezogen, die zu einer wahren Zeitreise ins 19. Jahrhundert wurde. Mehr darüber wird zu erfahren sein, wenn zum "Weißen Sonntag-Markt" am 15. April die Ausstellung der Schülerinnen im historischen Druckereisaal öffnet.

-----
Unter Verwendung des Artikels der Amberger Zeitung vom 21. Feb. 2012 teilweise neu formuliert.
Bildnachweis:
- Klasse R6a in der Seidel-Druckerei: Joachim Gebhardt, Sulzbach-Rosenberger Zeitung
- Collage Wilhelm-Busch-Zeichnungen und -Buch: www.historische-druckerei-seidel.de
- Historische Aufnahme/Außenansicht Seidel-Druckerei: Verlagsarchiv J. E. v. Seidel, Sulzbach-Rosenberg
Vielen Dank an Dr. Markus Lommer für die Vermittlung der Fotos und der Genehmigung zur Verwendung auf unserer Homepage!

Klicken Sie auf ein Bild, um das ganze Album anzuzeigen.

VorschauVorschau


alle News im Archiv ansehen

aktuelle Termine:

22.11.2017

Buß- und Bettag

unterrichtsfrei...

07.12.2017

Elternsprechtag 1

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

11.12.2017

Elternsprechtag 2

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

22.12.2017

letzter Schultag vor den Weihnachtsferien

Gottesdienst in St. Martin
für alle Klassen...

Konzeption und Realisierung KIS GmbH & Co. KG