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Abiturfeier des DJD-Gymnasiums [zurück zur Übersicht]

VorschauMit einem Plädoyer für selbständiges Denken und für aktive Teilhabe am demokratischen Prozess gab Schulleiterin Renate Gammel den 58 Absolventinnen des Decker-Gymnasiums Denkanstöße mit auf den Weg ins Leben nach der Schule.

An 58 Absolventinnen konnte die Schulleiterin des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums, Oberstudiendirektorin i. K. Renate Gammel, die Abiturzeugnisse aushändigen. Besonders geehrt wurden zum Anfang der Feier im Gerhardinger-Saal der Schule diejenigen, die mit der Note „sehr gut“ das Abitur bestanden: Antonia Feyrer, Bianca Grosser, Tanja Hummel, Julia Müllner und Kathrin Kaa. Gleich noch einmal auf die Bühne gebeten wurde Julia Müllner, deren „hervorragender Einsatz zum Wohl der Schulgemeinschaft“ mit der Schulmedaille „Erkenntnis und Glaube“ gewürdigt wurde.
In ihrer Abiturrede zeigte die Schulleiterin zunächst auf, in welch vielfältiger Weise in unseren Tagen Not und Nöte herrschten. Als Beispiel führte sie den Arbeitsmarkt an: die schwierige Lage vieler Menschen mit „Minijobs“, die von ihrem Verdienst nicht leben können, die Situation der Leiharbeiter, die von heute auf morgen nicht mehr gebraucht werden, die Lage der „Frauen, die für dieselbe Tätigkeit zwischen 20 und 30 Prozent weniger verdienen als Männer“ - oder die erst gar keine Anstellung bekommen, weil der Arbeitgeber einen Mann bevorzugt, weil Männer nicht schwanger werden und dadurch ausfallen.
Weiterhin wurde die weltweite und speziell die europäische Finanzkrise angesprochen, bei der niemand eine genaue Prognose abgeben könne, wie sich die Dinge hier weiter entwickeln werden.
Aus dieser Zustandsanalyse unserer Zeit leitete Gammel zwei Maximen ab, die sie den Absolventinnen als Rat mit auf den Weg gab. Als erstes: „Am Denken führt kein Weg vorbei.“ Man werde feststellen: „Denken braucht Zeit, kostet Anstrengung, ist aber auch ein Vergnügen und schenkt ein wunderbares Erlebnis von Freiheit.“ Zweitens sei es unbedingt nötig, sich einzumischen in die Dinge, die einen betreffen: „Eine Demokratie braucht die aktive Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger.“ Nicht nur konstruktive Kritik sei gefragt, sondern nötigenfalls auch Protest und Widerstand, dabei aber stets die „Überzeugung, dass unsere Staatsform allen Einsatz wert ist.“
Schließlich legte sie den DJD-Abiturientinnen noch ein Weiteres ans Herz, das vor allem sie als junge Frauen angehe. Sie sollten ihre eigene Lage nicht mutwillig verschlimmern, indem sie sich nicht alters- und ranggemäß verhalten. Wer etwa bei einer Bewerbung als E-Mail-Adresse „zicky“ angebe, müsse sich nicht wundern, wenn man sie nicht ernst nehme. So mahnte sie: „Für ihr Selbstverständnis und ihr Bild, das sie in der Öffentlichkeit geben und konsequenterweise für ihre Stellung in der Gesellschaft sind Frauen selbst verantwortlich.“
Wenn man sich dessen bewusst sei, ergäben sich dann Möglichkeiten, das eigene und das Leben anderer „würdevoll und zukunftsfähig zu gestalten“. Den Mut und die Klugheit für den Umgang mit diesen Möglichkeiten wünschte sie ihren Absolventinnen.

Als Vertreterinnen der Abiturientinnen sprachen Marleen Dittrich und Katharina Wecker von den gemeinsam durchlebten acht Schuljahren am DJDG. In der systematisch von passenden Dichterzitaten durchwebten Rede machten sie sich und ihren Mitschülerinnen auch Mut für den kommenden Lebensabschnitt und dankten der Schulleiterin, dem Oberstufenkoordinator Studiendirektor i. K. Wolfgang Lösch und dem Lehrerkollegium für ihren Einsatz.

Die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Birgid Freller schloss sich diesem Dank an, machte den Schülerinnen aber auch Mut, dass sie den Neubeginn nach dem Abitur mit dem am DJDG erworbenen Wissen und Können zuversichtlich anpacken könnten.

Durch musikalische Beiträge der Abiturientinnen wurde die Abiturfeier festlich gestaltet. Es spielten Gabriela Frank, Klavier; Julia Müllner, Saxophon; Antonia Feyrer, Violine (begleitet von Andreas Feyrer); und eine ganze Reihe von ihnen sang im Vocalensemble mit: „I’ve got a feeling“ - mit so einem festlichen Gefühl traten die Hauptpersonen des Tages mit Eltern, Verwandten und Freunden dann in den Schulgarten, um sich bei einem Glas Sekt noch zu unterhalten und Erinnerungsfotos zu schießen.

(DJD-Pressebericht vom 29.06.2012)


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