Blaue Barke

Blaue Barke 2016

Wieder waren die Schülerinnen ab der Jahrgangsstufe 5 von den Deutschlehrkräften aufgerufen, beim Wettbewerb um die „Blaue Barke“ teilzunehmen – in diesem Schuljahr zum 16. Mal.

Als Anregung zum kreativen Schreiben dienten die Themen „Unter Strom“, „Held gesucht!“ und „Eiskalt“.

Bei der Lesung und Preisverleihung am 3. Juni begrüßte StD i.K. Rolf Künstler im Gerhardinger-Saal die 90 Teilnehmerinnen des Wettbewerbs und dankte für ihr eingebrachtes Engagement. Ein besonderer Dank für den hohen Leseeinsatz in den vergangenen 15 Jahren ging zudem an das scheidende Jurymitglied Monika Weber.
Nach der Lesung ausgewählter Texte überreichte Schulleiterin OStD' i.K. Renate Gammel den Gewinnerinnen die Siegerurkunden. Zusätzlich erhielten die Preisträgerinnen Büchergutscheine, gestiftet von der Stefan-Hirblinger-Stiftung.
Aus den über 90 Texten wählte die Jury Gedichte und Erzählungen folgender Autorinnen aus:

Blaue Barke: Lorena Hollweck, G8b

2. Platz:
Eva Ringer, G 6a
Evi Stepper, R 8b
Emma Rott, R 8c

3. Platz:
Elisa Maier, R 6a
Madeleine Höreth, G 6b
Sibylle Krestel, G 7b
Maria Mitrov, G 10a
Maria Müller, G 10b

Gewinner




Eiskalt
Lorena Hollweck (G 8b)

Der Zeiger schlug gerade auf 3 Uhr um. Es war eine kalte, finstere Septembernacht. Zwei Gestalten gingen leicht schwankend auf der Straße, lachten und unterhielten sich lallend. Die Party, ein paar Häuserblocks weiter, neigte sich langsam dem Ende zu. Die beiden Personen umarmten sich kurz, verabschiedeten sich und gingen in verschiedene Richtungen davon. Meine leisen Schritte hinter ihnen bemerkten sie nicht. Sie schloss die Haustür des Metzgereigebäudes auf, die sich quietschend öffnete, er schlenderte weiter den Weg entlang nach Hause. Niemand von ihnen hörte das Knarzen, als ich die Tür ein zweites Mal öffnete.

Selber Tag, 7:00 Uhr morgens in der Metzgerei:
Eine ältere Dame betrat den Verkaufsraum. „Guten Morgen, Hr. Kaufmann! Haben Sie noch etwas von dem leckeren Rindfleisch, das ich gestern schon gekauft habe?“ „Einen Moment bitte, ich hole es schnell aus der Kühlkammer. Darf es sonst noch was sein?“ „Nein, das ist alles. Nur das Fleisch.“ „In Ordnung.“ Der Metzger betrat den hinteren Raum und wollte gerade die Kühlkammer entriegeln, als ihm auffiel, dass die Temperatur verstellt war. Statt 5°C zeigte das Thermometer -17°C an. Es kam ihm zwar komisch vor, doch er wunderte sich nicht weiter, stattdessen stellte er sie wieder richtig ein und öffnete die Tür. Es war stockdunkel. „Jetzt gibt die verdammte Lampe auch noch den Geist auf! Was ist denn heute bloß los?“, schimpfte er vor sich hin. Er betätigte den Schalter noch ein paar Mal, doch gerade als er es aufgeben wollte, flogen plötzlich Funken und die Lampe leuchtete auf. Was er nun zu sehen bekam, ließ ihm fast das Herz stehen bleiben. Auf dem Boden lag regungslos ein Mädchen. Sie hatte Kratzer quer über das Gesicht, einen Bluterguss am Arm und lag nur mit einem Glitzertop und einer Jeans bekleidet auf dem kalten Fliesenboden. Elena. Seine Tochter. „Elli!“, ein Schrei entfuhr ihm und er stürzte zu ihr. „Elli! Kannst du mich hören? Was ist passiert?“, er rüttelte sie am Arm, doch sie zeigte keinerlei Reaktionen. Ihr Körper war kalt, ihre Lippen blau vor Kälte. „Elena! Nein!“ Das Letzte, was der Metzger mitbekam, war, dass jemand hinter ihn trat und einen spitzen Schrei ausstieß. „Sie ist umgebracht worden“, war das Einzige, was er dachte. „Erfroren.“ Dann wurde ihm schwarz vor Augen.

Zur selben Zeit ein paar Straßen weiter:
Ob sie es überlebt hat? ... Ich glaube nicht ... unmöglich ... Was hab ich nur getan? ... Warum?

30 Minuten später in der Metzgerei:
Drei Polizeiwagen, die Spurensicherung und ein Krankenwagen fuhren mit Blaulicht und Sirene in die Einfahrt. Der Hof wurde abgesperrt, denn die ersten Schaulustigen betrachteten neugierig das Geschehen. Ein Notarzthelfer kümmerte sich um den Metzger, Herrn Kaufmann, der inzwischen wieder bei Bewusstsein war. Ausweise wurden überprüft, Personen registriert und die Spurensicherung erledigte ihre Arbeit, während Elenas Eltern psychologisch betreut wurden. Plötzlich kam Hauptkommissarin Federer auf sie zu, die eine kleine Hülle bei sich trug. In ihr befand sich ein Zettel. „Das haben wir neben der Leiche gefunden. ‚Das geschieht dir recht, meine Liebe‘ war in krakeligen Buchstaben auf das Blatt geschmiert. Kennen Sie jemanden, der einen Grund hatte, auf Ihre Tochter wütend zu sein und eine solche Tat zu begehen?“ „Ne-ein, eigentlich – … obwohl doch. Ihr Ex-Freund vielleicht. Oliver Müller. Er war ziemlich sauer auf sie, denn sie hatte an seinem Geburtstag vor seinen ganzen Freunden mit ihm Schluss gemacht, als sie herausfand, dass er sie betrogen hatte“, schluchzte Frau Kaufmann. „Wo waren Sie gestern so gegen drei Uhr und wo war Ihre Tochter?“ „Wir haben geschlafen und Elena war auf einer Geburtstagsparty“, antwortete diesmal Herr Kaufmann. „Wir werden das überprüfen. Schreiben Sie mir doch bitte noch alle Kontakte Ihrer Tochter auf. Ihren Freund, ihre Freundinnen usw. Danach wären wir hier fertig. Wir melden uns bei Ihnen, sobald es etwas Neues gibt. Auf Wiedersehen.“
Die Nachricht des Mordes verbreitete sich schnell. Nachrichten, Radiosender und alle Zeitungen berichteten darüber. Es wurde spekuliert, wer wohl der Täter sei, doch bis jetzt gab es noch keine Spuren oder Anhaltspunkte. Vor der Metzgerei wurden Kerzen aufgestellt, Blumen, Bilder von Elena und Stofftiere mit Sprüchen wurden auf den Stufen verteilt.

Zur selben Zeit am Fluss:
Nur noch ein Stückchen, ich hatte es fast geschafft. Kurz vor dem Rand blieb ich stehen und klammerte mich an das Gitter. Mein Leben. So endet es also. Unter mir höre ich das Wasser rauschen und denke an die Tage zurück, als wir hier spazieren waren. Mein Leben war perfekt. Sie war perfekt. Doch meine Dummheit änderte alles. Alles hatte ich zerstört. So ein Fehler hätte mir nicht passieren dürfen. Ich liebte sie doch. Was war damals nur in mich gefahren? Ich weiß es nicht. Doch jetzt ist es zu spät. Ich blicke nach unten. Der Wind pfeift mir um die Ohren, meine Augen brennen. Doch mir ist es egal. Ich ziehe einen Brief aus meiner Jackentasche und mache ihn am Gitter fest. Meine anderen Taschen habe ich mit Steinen gefüllt. Angst habe ich keine. Ich atme noch einmal tief durch, denke an meine Familie und lasse mich fallen. Erleichterung empfängt mich und ich freue mich in gewisser Weise auf das, was kommen wird. Eiskalt umschlingt mich das Wasser und zieht mich in die Tiefe. Eiskalt, wie mein Herz.

Ein Tag später im Polizeipräsidium
„Das haben wir an einem Brückengeländer gefunden.“ Kommissarin Federer zog einen Briefumschlag aus ihrer Tasche und reichte ihn Elenas Eltern. „Er ist an Sie adressiert. Wir mussten ihn aus polizeilichen Gründen untersuchen, bevor wir ihn Ihnen überreichen durften. Was Sie lesen werden, wird Ihnen nicht gefallen, doch bringt es auch eine gewisse Erleichterung, endlich Antworten zu haben. Ich lasse Sie kurz allein.“ Herr und Frau Kaufmann öffneten unsicher den Brief und begannen zu lesen:

Elena (auch wenn du das hier nicht mehr lesen wirst).
Nichts von dem, was ich getan habe, kann ich rückgängig machen, trotzdem tut es mir leid. Dass ich dich betrogen habe, war ein Fehler. Als du es dann herausgefunden hast und mit mir Schluss gemacht hast – …das war mein Ende. Ich habe dich immer noch geliebt und als ich dich dann mit diesem Typen auf der Party gesehen hab, ich weiß nicht, aber irgendwie sind bei mir alle Sicherungen durchgebrannt. Ich hab nur noch rot gesehen und bin euch nach Hause gefolgt. Dir gefolgt. Du hast dich gewehrt, doch ich habe es geschafft, dich im Kühlraum einzuschließen. Ich wünschte, es wäre anders gekommen. Du hast mich angefleht, dich wieder rauszulassen, vor Verzweiflung geschrien und geweint, doch stattdessen hab ich einen Zettel dagelassen und die Temperatur zurück gedreht. Es tut mir leid. Nachdem ich realisiert habe, was ich getan hatte, wusste ich keinen anderen Ausweg mehr. Mit meinem schlechten Gewissen hätte ich nicht mehr leben können. Deswegen habe ich mir Steine gesucht, um damit meine Taschen zu füllen. Schwere Steine. Dass Wasser wird mich runterziehen. Es wird das Richtige sein. Hoffe ich zumindest. In Ewigkeit, Oliver.

Hr. und Fr. Kaufmann,
es tut mir leid. Ich weiß, entschuldigen hilft jetzt auch nicht mehr, aber es tut mir aufrichtig leid. Das, was ich getan habe, ist durch nichts auf der Welt wieder gut zu machen. Sie hatten eine tolle Tochter. Doch ich habe sie Ihnen weggenommen, alles zerstört. Als ich sie eingesperrt habe, habe ich nichts gefühlt. Keine Angst, keine Liebe, noch nicht einmal Wut. Nichts. Mein Herz war einfach nur EISKALT!




Eiskalt
Madeleine Höreth (G 6b)

So unendlich viele

Es sind so unendlich viele,
die auf den Boden rieseln.

Elegant, schön, eiskalt und so klar.
Der Winter zeigt seine Schönheit,
in Kristallen so wunderbar.

Sie sind wieder da,
die
            Schnee-
     flo-
         cken.


Unter Strom
Emma Rott (R 8c)

„Ich drehe gleich durch! Meine beste Freundin Frieda ist seit Weihnachten ein Smombie, ein Smartphone-Zombie.
Es war nämlich so. Frieda wünschte sich zu Weihnachten sehnlichst ein Smartphone. Und wen wundert es - sie hat es natürlich bekommen! Weil wenn sich die Frieda etwas wünscht, rennen Mama, Papa, Oma oder Opa los und kaufen es ihr. Jetzt hat die Frieda also ein neues Handy und demzufolge auch WhatsApp, Instagram usw. Als ich gestern was mit ihr ausgemacht habe, war sie unerträglich. Ich mache die Haustüre auf und sie kommt herein mit dem Handy in der Hand und den Blick starr darauf gerichtet. Wir gehen in mein Zimmer und setzen uns auf mein Bett, das erste, was sie zu mir sagt, ist: „Kann ich mal euer WLAN-Passwort haben.“ Ich bin natürlich so gut und gebe es ihr. „Also was wollen wir machen?“, frage ich und schaue sie erwartend an. Keine Reaktion. Drei Sekunden später schreit die auf, springt vom Bett runter und freut sich wie eine Wahnsinnige, dass Bibi von BibisBeautyPalace ein neues Video auf YouTube hochgeladen hat. Das muss sie sich dann erst noch anschauen bevor sie mir die Antwort „ka wie wers mit selfies“ über WhatsApp geschickt hat! HALLO!!! Ich saß neben ihr, da kann sie auch ihren Mund aufmachen und mit mir reden. Naja dann werden halt jetzt Selfies gemacht. Aber da muss die Madame ja erst noch den richtigen Filter auf Retrica finden und als sie ihn dann endlich gefunden hatte, schrie sie laut „Duckface“ und schlug sich ihre Hand vors Gesicht. Ich war total überrumpelt und schaute wie ein unter Drogen stehender Esel. Frieda fand dieses Bild End Geil, wie sie sagte und postete es gleich auf Instagram mit der Bemerkung „Ich mit meiner Beschten #love u#chillen bei ih#homies#neues Handy#my guurl#is nicht so selfie erfahren#selfietime#instagirl#bb. Du kannst mir glauben ich hab die Minuten gezählt, bis sie endlich heim musste. Furchtbar. Sie steht eindeutig voll unter Strom.“ Das erzählte ich alles meiner Cousine Christina, die während ich es ihr erzählte, auf ihr Handy glotzte und den Kommentar: „Tja, die Welt steht unter Strom“, abliefert.


Unter Strom
Sibylle Krestel (G 7b)

Flüchtlinge, Flüchtlinge und nochmals Flüchtlinge! Zurzeit hört man nichts anderes außer von Flüchtlingen in den Nachrichten. – Was ist denn so besonders an denen? Nur weil sie aus Kriegsgebieten wie z.B. Syrien kommen, brauchen sie doch keine Extrawurst! In Deutschland haben wir doch schon genug Hilfsbedürftige, z.B. Obdachlose. Die bekommen keine Wohnung, warmes Essen und Kleidung geschenkt! Warum dann diese Asylanten, wie man sie auch nennt? Meine Eltern sagen, dass ich übertreibe, aber meiner Meinung nach, sollen sie bleiben, wo sie herkommen! Oder hat Deutschland etwa einen unerschöpflichen Geldvor-rat? Ich glaube nicht! Ich war zu diesen Flüchtlingen kalt, eiskalt. Zumindest bis ich am eigenen Leib erfahren musste, was sie durchgemacht haben...
„Aufwachen! Sie kommen!“ – „Wer kommt?“ Ich blinzelte verschlafen. „Na, wer wohl? Die Soldaten! Also los! Wir müssen weg!“ – „Warte kurz, ich muss mich noch umziehen!“ – „Nein! Los, wir müssen! Und außerdem haben wir keine zweiten Klamotten!“ Unsanft wurde ich aus meinem Bett – na ja besser gesagt – von meinem Teppich geschubst. Sie nahm meine Hand und schon rannte sie los, hinter ihr ich. „Hinter den Baum!“, flüsterte sie mir zu. Dutzende Familien rannten wie unter Strom aus ihren Hütten. Kaum waren wir hinter dem Baum, fiel schon ein Schuss. Ich drehte mich um, um dem Schuss hinterher zu sehen. Er traf eine ältere Frau. Wahrscheinlich konnte sie nicht so laufen, um dem Treffer zu ent-kommen. Die Kugel traf sie mitten in den Kopf. Sie fiel zu Boden. „Wir müssen ihr helfen!“ Ich wollte schon loslaufen, aber meine Freundin Lisa hielt mich unsanft zurück: „Spinnst du? Wenn wir zu ihr laufen, ergeht es uns wie ihr! Sie stirbt sowieso!“ „Nein! Wir können sie noch retten! Wir brauchen einen Druckverband! Schnell!“ „Ich habe mich wohl nicht deutlich ausgedrückt! Wir enden wie sie! Lass sie…“, sagte sie leise, aber deutlich. Ich konnte nicht verstehen, wie jemand so herzlos sein konnte. Ich sah, wie sich die Brust der Frau immer langsamer hob und senkte. Es war zu spät. „Wahrscheinlich hast du Recht, lass uns gehen. Aber vorsichtig.“ Wir gingen eine gefühlte Stunde so weiter ohne ein Wort zu sagen. Die Stimmung war sehr angespannt. Immer wieder schauten wir uns vorsichtig um, dass niemand uns verfolgte. Endlich brach Lisa die Stille: „Ich glaube wir sind sicher.“
Langsam beruhigte ich mich wieder, musste aber immer noch an die Frau denken: „Bestimmt hatte sie Kinder. Diese müssen jetzt ohne Mutter auskommen!“ „Hör jetzt bitte auf zu trauern! Ihre Kinder werden es schon überleben. Denk lieber an uns! Heute könnte auch unser letzter Tag sein. Also setzt dich hin und verschwende deine Kraft nicht an eine tote Frau, die wir eh nicht kannten!“ Langsam sah ich ein, dass sie wohl recht hatte. Keine zehn Minuten später befahl mir Lisa wieder aufzustehen. „Wir müssen weiter! Es ist gefährlich, lange an einem Ort zu bleiben.“ Ich war müde, trotzdem stand ich auf. Lisa hatte Recht. Wir gingen vorsichtig weiter. Man hörte einen Schuss. Er kam ganz aus der Nähe. „Wir müssen uns beeilen! Immer noch Norden!“ „Was ist denn im Norden?“ „Das Meer und somit unsere Freiheit!“ Es fielen immer wieder Schüsse. Ich hatte Angst. „Ich brauche eine Pause! Meine Füße tun weh!“ Wir nahmen den nächsten Baum und wollten uns gerade setzen, als ein bewaffneter Mann in unser Blickfeld kam. Ein Schuss. Daneben. Es war wie in Trance. Wir standen auf, liefen los. Der Mann folgte uns. Wir liefen schneller. Noch ein Schuss fiel. Getroffen. Nicht uns, sondern eine Familie mit drei Kindern. Wir liefen weiter. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, ich wusste, dass ich in Lebensgefahr war. Meine Füße hatten Blasen, aber ich lief trotzdem weiter. Lisa stoppte mich. „Hinter die Hütte!“ Ich setzte mich. Meine Augen fielen zu. Es war inzwischen dunkel geworden. Doch wir durften nicht schlafen. Wir mussten weiter um unser Leben rennen. Es war ein Wettkampf gegen die Zeit. Wir liefen weiter. „Nur noch zwei Kilometer, dann sind wir am Meer! Wir müssen nur ein bisschen Glück haben, dass wir ein Boot erwischen, dann sind wir frei!“ Obwohl ich das leicht bezweifelte, beruhigte mich das auch ein bisschen. Meine Füße bewegten sich inzwischen automatisch, als ob ich unter Strom stand. Ich konnte gar nicht mehr anhalten. „STOP!“, rief Lisa lauthals. Ruckartig blieb ich stehen. „Da hin!“ Ich schlich ihr hinterher. Wir versteckten uns hinter einem Zelt. Wir hörten Schüsse. Schon wieder. Unser Atem verlangsamte sich. Anspannung. Jetzt verlief alles wie in Zeitlupe. Ein bewaffneter Mann fesselte Lisa an sich. Lisa rief: „Renn!“ Ich lief weg. Ich hörte einen Schuss. Der Mann hatte Lisa erschossen. Tränen liefen über mein Gesicht. Ich hatte doch nur sie. Ich lief aber weiter. Man konnte das Meer sehen. Ich lief traurig und wütend zugleich in meine Freiheit.
„Kling, ling, ling“ – „Nein! Nicht schießen!“ Ich riss meine Augen auf. Wo bin ich? Verwirrt kam ich wieder zu mir. Jetzt verstand ich alles. Ich hatte geträumt. Schnurstracks lief ich in die Küche und rief: „Wir müssen Geld für Flüchtlinge sammeln!“

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07.12.2017

Elternsprechtag 1

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für Gymnasium und Realschule
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22.12.2017

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Gottesdienst in St. Martin
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12.01.2018

"KELCH" - Kinder und Eltern lernen Chemie

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