Des Teufels Werk

Romina Götz (R5a)

Vor ungefähr 800 Jahren wurde in Amberg ein Kloster in der Nähe der Vils errichtet. Als das Gebäude fast fertig gebaut war, musste nur noch der sogenannte "Steinerne Gang" fertiggestellt werden. Schwester Maria, eine Nonne des Klosters, beauftragte die Arbeiter, den Boden des Flurs mit lauter kleinen Steinen zu belegen. Nach einigen Wochen war dies erledigt und Sr. Maria freute sich riesig über das gelungene Werk. Dem Teufel jedoch gefiel das alles gar nicht. Da er mit Sr. Maria sowieso noch ein "Hühnchen zu rupfen" hatte, heckte er einen bösen Plan aus.

Eines Nachts sprach er zu seinen Sklaven: "Kommt, beeeilt euch, wir müssen jetzt schwere Arbeit verrichten! All diese kleinen Steine müssen wir durch große, schwere Platten ersetzen." Schon fingen sie an zu schuften.

Als sie ganz fertig waren, hörte die Klosterschwester ein lautes Rumpeln auf dem Flur. Sie lief zum Gang. Da sie nicht wusste, was sie erwartete, nahm sie eine große Schaufel mit. Vorsichtig sah sie um die Ecke. Sie traute ihren Augen nicht, als sie den Teufel mit seinen Leuten sah. "Euch werde ich schon helfen", dachte sie sich.

Leise schlich Sr. Maria an den Satan heran und schlug ihm mit der Schaufel mehrmals auf den Kopf. Vor lauter Angst und Schrecken löste sich dieser in Rauch auf. Seine Sklaven aber wurden dadurch frei. Leider konnte die Nonne die großen Platten nicht mehr durch kleine Steine ersetzen lassen, weil das Geld damals sehr knapp war. Sr. Maria war trotzdem stolz, dass sie ihren schwarzen Feind in die Flucht geschlagen hatte.

Aus diesem Grund sind auch heute noch große und kleine Steine am Boden des Ganges zu sehen.