Der Text auf der Rückseite der Reclam-Taschenbuchausgabe (Leipzig: Reclam, 1993; Reclam Nr. 1469) lautet:

Ein Mann betritt die Bühne mit einem Strauß Rosen in der Hand. Er fängt an zu reden. Dieser Mann heißt Sad; er ist Araber. An den Abenden verkauft er Rosen, um sein Studium zu finanzieren. So sehr ist der Haß der Inländer in ihm Fleisch geworden, daß er ihn gegen sich selbst kehrt. Es stimmt, sagt er, ich bin dreckig. Ich wasche meine Hände, aber ich bleibe dreckig. Das stimmt. - Seine Rede steigert sich, wird leidenschaftlich, wird verzweifelt. Er redet weiter. Er schreit. Schreit um sein Leben.
Auf der WebSite des nordrhein-westfälischen "Kulturkick" ist folgende Zusammenfassung formuliert:

Der Rosenverkäufer Sad erzählt in einem großen Monolog von sich und dem Land, aus dem er kommt, von seinen Erinnerungen, Träumen und Hoffnungen. Voller Poesie und doch immer wieder provozierend direkt beschreibt er sein Leben in einer deutschen Stadt, seine Erfahrungen mit Fremdheit und Verachtung. Er macht sich demütig zum Sündenbock, eignet sich die absurdesten Vorurteile an. Doch läßt er immer wieder unmißverständlich spüren, wer die wahren Schuldigen sind. "Dreck" ist ein Stück, in dem der Ausländerhaß und die Fremdenfeindlichkeit aus einer ganz anderen Perspektive her betrachtet werden - mit den emotional geprägten Ansichten eines Ausländers über das Leben in Deutschland.



© 1998 Peter Ringeisen