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Verlagstext

Die OffenbarungRobert Schneider, der mit "Schlafes Bruder" einen Welterfolg erzielte, kommt in seinem neuen Roman auf die magische Kraft der Musik zurück. Sein Gewährsmann ist kein Geringerer als Johann Sebastian Bach.

Am Heiligabend des Jahres 1992 findet ein Naumburger Organist im morschen Gehäuse der Kirchenorgel ein unbekanntes Werk von Johann Sebastian Bach: ein Jahrhundertfund, der sein Leben verändern wird. Jakob Kemper wirft dieser sensationelle Fund aus der Bahn. Je genauer der eigenbrötlerische Musikforscher und Organist die Melodien analysiert, desto Unerklärlicheres trägt sich zu. Angstphantasien mischen sich mit Größenwahn. Denn die Partitur birgt ein Geheimnis: Sie ist nicht allein Musik, sondern vermag Erinnerungen an Vergangenes, Verdrängtes und Zukünftiges zu beschwören. Kemper ist davon überzeugt, dass Bach eine Art kosmisches Gesetz entdeckt hat, an dem die Seele des Menschen gesunden kann. Noch hält er seinen Fund geheim. Als die Herren von der Bachgesellschaft auf den Amateur-Forscher aufmerksam werden, nimmt die Geschichte einen rasanten Lauf.

"Robert Schneider bleibt ein Stilmagier." Die Welt





Aufbau-Verlag Berlin: Leseprobe als PDF-Download

Aufbau-Verlag Berlin: Interview mit Robert Schneider (2007)


Rezension von Alexander Kissler (Süddeutsche Zeitung vom 6.12.2007)
Alles an diesem Buch ist romantisch: Das Ineinander von Weltgeschichte und Provinz, Kunst und Alltag, derbem Ton und hohem Stil, die Ironie und der Ehrgeiz, den Kosmos in einer Nussschale zu fassen. Ein solches Anliegen in den Händen der einstigen Nachwuchshoffnung und nunmehrigen Kitschnudel Robert Schneider zu wissen, stimmt nicht hoffnungsfroh. Der Vorarlberger aber, 46 Jahre alt mittlerweile, widerlegt das trübe Bild von sich selbst, an dem er seit einer Dekade hartnäckig gearbeitet hatte. Sein neuer Roman ist zwar keine Offenbarung, aber doch ein packendes Buch.








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