Girls' World: Von Mädchen für Mädchen. Am Freitag, 22.11.2019, von 15 Uhr bis 16:30 Uhr, zeigen unsere Mädchen den Schülerinnen der 4. Klasse Grundschule oder der 5. Klasse Mittelschule, wie es an den DJD-Schulen aussieht, was unsere Schulen so besonders macht. Anmeldung bitte bis 19. November 2019 - entweder telefonisch bei 09621 481 12 oder per E-Mail an mail@djds.de. Eltern können ihre Tochter in diesen 90 Minuten bei uns abgeben oder auch selbst im Schulhaus bleiben, wie Sie wollen!

Aktuelles

180. Gründungsjubiläum (Teil 2): Festakt [zurück zur Übersicht]

VorschauSchulleiter Oberstudiendirektor Günter Jehl begrüßte die zahlreichen Gäste in der voll besetzten, zum Festsaal umgestalteten Doppelsporthalle und eröffnete den feierlichen Festakt in Anwesenheit von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer mit einem kurzen Rückblick auf den historischen Anlass (auf dem Bild von links: Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Oberstudiendirektor Günter Jehl, Pater Dr. Karl Wallner).

Am 25. November 1839 wurden die Armen Schulschwestern durch Vertreter des Magistrats der Stadt Amberg und der Kirche im Gebäude des Klösterl feierlich „installiert“, so dass der offizielle Betrieb der Schule dort beginnen konnte, die sich an drei Altersgruppen richtete: Eine „höhere Töchterschule mit Pensionat“ (es war die erste höhere Schule für Mädchen in der Oberpfalz), eine „Industrieschule“ für schulentlassene Mädchen und eine so genannte „Kleinkinderbewahranstalt“. Bald war das Gebäude an der Vils zu klein, so dass 1849 der von den Schulschwestern erworbene Bau am Schrannenplatz bezogen wurde. Später kam dann das ehemalige Salesianerinnenkloster dazu, also die Gebäude zwischen Schrannenplatz und Vils.

Dass die 1985 seliggesprochene Ordens- und Schulgründerin Maria Theresia von Jesu Gerhardinger eine beeindruckende Persönlichkeit war, erkannte auch König Ludwig I. von Bayern, der über sie sagte: "Diese Frau weiß, was sie will, und was sie will, ist groß gedacht." M. Theresia Gerhardinger ging nicht nur in der Pädagogik neue Wege, indem sie besonderen Wert auf die musische Bildung legte, sondern war auch eine Pionierin bei der Einrichtung eines Ausbildungskonzepts für die klösterlichen Lehrerinnen.

Schulleiter Jehl betonte: „Auch heute ist noch der gute Geist der Schulgründerin in dieser Schule zu spüren.“ Und er fügte hinzu: „Wenn wir uns an Mutter Theresias Gottvertrauen und Tatkraft orientieren, wird die Zukunft der Schule nicht in Frage stehen.“

Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer, der das vorausgegangene Pontifikalamt zelebriert hatte, nahm sich auch für den Festakt Zeit und wurde gleich zu Beginn noch zum 60. Geburtstag geehrt, den er vor kurzem begangen hatte: Schülervertreterinnen überreichten ihm Glückwünsche, die alle Schülerinnen der Decker-Schulen unterzeichnet hatten.

Mit einem Blumenstrauß willkommen geheißen wurde Elisabeth Strobl, die 101-jährige Freundin der Namensgeberin der Schule, Johanna Decker. Jehl betonte, dass er die Ehre ihres Besuches hoch schätze.

Domdekan Prälat Johannes Neumüller, der Direktor des Schulträgers seit 2005, der Schulstiftung der Diözese Regensburg, warf einen humorvollen Blick zurück auf die schwierigen Umstände, unter denen vor allem weibliche Lehrkräfte im 19. Jahrhundert arbeiten mussten; es sei erfreulich, wieviel sich seither zum Besseren gewandt hätte. Ein Beleg unter anderen für die erfolgreiche Arbeit der Decker-Schulen seien die Namen berühmter ehemaliger Schülerinnen, von denen er Johanna Decker, Mildred Scheel und Barbara Meier als bunte Reihe aufzählte.

Der Direktor des Katholischen Schulwerks in Bayern, der Dachorganisation der katholischen bayerischen Schulen, Dr. Peter Nothaft, stellte fest, dass den Absolventinnen der DJD-Schulen alle Türen offenstünden. Unsere Gesellschaft brauche „starke, verantwortungsbewusste und entscheidungsfähige Frauen“. Bereits der Schulgründerin sei dies ein zentrales Anliegen gewesen, denn, so zitierte Dr. Nothaft aus der Ordensregel der Schulschwestern, die Schülerinnen sollen hingeführt werden „zur vollen Entfaltung ihrer Persönlichkeit, um die Welt menschenwürdiger zu gestalten“.

Der Leitende Oberstudiendirektor Franz-Xaver Huber, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in der Oberpfalz, sprach – auch im Namen der kommissarischen Ministerialbeauftragten für die Realschulen in der Oberpfalz, Mathilde Eichhammer – den Decker-Schulen seine Anerkennung aus. Die Zahl 180 klinge zwar alt und ehrwürdig, aber die Schule selbst sei „jung, zeitgemäß und lebendig“. Hier würden die Schülerinnen tatsächlich auf die heutige Welt vorbereitet – und nicht nur auf die digitale. „Zahlreiche Aktivitäten und Angebote bereichern das Schulleben“, stellte Huber fest, und er fügte an: Besonderer Dank gebühre der Schulstiftung der Diözese Regensburg für die finanzielle Trägerschaft der DJD-Schulen. Zu den herausragenden Merkmalen der Jubilarin gehöre, dass sie christlich geprägt sei und dass sie christliche Werte wie Nächstenliebe und das Aufeinander-Zugehen besonders fördere – das sei es, „was die Welt heute braucht“. Der Ministerialbeauftragte schloss mit dem Urteil: „Die Dr.-Johanna-Decker-Schulen sind eine wichtige Säule der Schullandschaft in diesem Raum“, und wünschte, der Schulträger möge „diese besondere Schule in eine gedeihliche Zukunft führen“.

Der Zweite Bürgermeister der Stadt Amberg, Martin Preuß, sprach auch im Namen von Oberbürgermeister Michael Cerny, Landrat Richard Reisinger sowie MdL Harald Schwarz. Er konstatierte, die staatlichen Institutionen seien „engstens mit den Decker-Schulen verbunden und möchten sie nicht missen.“ In einer persönlichen Erinnerung blickte er zurück auf seine Teilnahme an der Seligsprechungsfeier für Maria Theresia Gerhardinger in Rom. Er dachte besonders an das Zitat der Schulgründerin: „Alle Werke Gottes gehen langsam und leidvoll vor sich, dann aber stehen sie desto fester und blühen desto herrlicher auf“, und wünschte den DJD-Schulen, sie mögen fest stehen und weiterhin blühen.

Als Festredner eigens aus Österreich angereist, trat Professor Pater Dr. Karl Wallner (vom Orden der Zisterzienser) ans Rednerpult und begann seine Ansprache, hauptsächlich an die Schülerinnen gerichtet: „Wenn ihr heute nach Hause geht, müsst ihr euch fragen: Was ist meine Mission?“ Dies sei eine Frage, die man sich immer wieder stellen müsse, vor allem in der Lebensphase, in der sich die Schülerinnen befänden, zwischen 10 und 20 – ein Alter, in dem alle Welt versuche, sie zu beeinflussen. So müsse man oft Entscheidungen für oder gegen etwas treffen, und dabei brauche der junge Mensch Hilfe, und „einer der euch hilft, ist der liebe Gott.“ – Er schloss seine humorvolle, mit Rückbezügen auf die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen gewürzte Ansprache mit einer Reihe von Wünschen. Er wünsche den Schülerinnen, dass sie echte Freundschaften fänden, dass sie Erfolge feiern und Niederlagen verkraften könnten, und schließlich, dass einige von ihnen im Jahr 2089 die 250-Jahr-Feier der Schule als glückliche Omas und Uromas miterleben könnten – dass sie dann auf ihr Leben zurückschauen und sich sagen könnten: „Ich habe meine Mission gefunden.“

Pater Dr. Wallner ist Direktor von „Missio Österreich“, also des Päpstlichen Missionswerks. Als Dank für sein Kommen und seine Rede überreichten ihm Vertreterinnen der Schülerinnen und Schulleiter Jehl einen Scheck über 1.400 Euro aus dem Erlös des diesjährigen Solidaritätslaufs.

Die musikalische Gestaltung des Festakts lag bei Studiendirektor Franz Hanauska und dem Bläserensemble sowie Musiklehrerin Regina Fibich-Wiesneth und den Chören der Decker-Schulen. Im Anschluss an den Festakt wurden die Schülerinnen in die Allerheiligenferien entlassen; die Ehrengäste und das Lehrerkollegium trafen sich noch zu einem Stehempfang. Neben köstlichen Häppchen verschiedenster Art gab es als Besonderheit Jubiläumspralinen, die im Fach Ernährung und Gesundheit unter Anleitung von Fachoberlehrerin Beate Binder von den Schülerinnen hergestellt wurden.

Siehe dazu auch den Text und die Bilder auf der Homepage des Bistums Regensburg:

  • Bericht über den Festtag auf der Homepage des Bistums Regensburg


  • (djd-Bericht vom 27.10.2019/rip; Bilder: djd)

    Klicken Sie auf ein Bild, um das ganze Album anzuzeigen.


    alle News im Archiv ansehen

    Logo_Umweltschule

    aktuelle Termine:

    18.11. bis 19.11.2019

    Besinnungstage in Habsberg

    für die 6. Klassen der Realschule...

    20.11.2019

    Buß- und Bettag

    unterrichtsfrei...

    22.11.2019

    Girls' World: Von Mädchen für Mädchen

    von 15:00 bis 16:30 Uhr...

    25.11. bis 26.11.2019

    Besinnungstage in Habsberg

    für die 6. Klassen der Realschule...

    27.11.2019

    Förderverein DJDS

    3. ordentliche Mitgliederversamlung
    an den Dr.-Joh.-Decke...

    04.12.2019

    Elternsprechtag 1

    für Gymnasium und Realschule
    von 15:30 bis 19:00 Uhr...

    06.12.2019

    Adventskonzert

    in St. Konrad (Ammersricht)
    Beginn: 19:00 Uhr...

    09.12.2019

    Elternsprechtag 2

    für Gymnasium und Realschule
    von 15:30 bis 19:00 Uhr...

    20.12.2019

    letzter Schultag vor den Weihnachtsferien

    Gottesdienst für alle Klassen in St. Martin
    Unterricht...

    23.12. bis 04.01.2020

    Weihnachtsferien

    ...

    Unsere Kooperationspartner
    Kooperationspartner
    Impressum     *     Datenschutzerklärung