Mädchen helfen Mädchenschulen bauen


Dr.-Johanna-Decker-Einrichtungen unterstützen Kinderhilfe für Afghanistan - 4250 Euro zusammengetragen









Schülerinnen des SHALOM-Arbeitskreises, der Jazztanzgruppen und Lehrkräfte freuen sich über die Spenden, die in Afghanistan zugunsten von mehr Bildung für Frauen und Mädchen eingesetzt werden.
Bild: rpe











Amberg. (rpe) Die unfruchtbare Wüste, das karge Grün und das blühende Feld - diese drei Symbolbilder für ein vom Krieg weithin zerstörtes, einst blühendes Kulturland motivierten im letzten Advent die Schülerinnen an den Dr.-Johanna-Decker-Schulen, für Afghanistan zu spenden. Das eingehende Geld sollte Dr. Reinhard Erös unterstützen, der seit 1985 in Afghanistan tätig ist und mit seiner Frau ein Hilfswerk gegründet hat. Nun wartet ein ansehnlicher Scheck über 4250 Euro auf die Übergabe an Dr. Erös. Zu dieser Summe haben außerdem beigetragen: der Elternbeirat durch den Lebkuchenverkauf bei den Weihnachtskonzerten, das Lehrerkollegium und vor allem die Jazztanzgruppe.

Dr. Reinhard Erös, Arzt in der Nähe von Regensburg, betreibt im pakistanischen Grenzort Peshawar Mädchenschulen, in denen Flüchtlingskinder unterricht werden. Auf seiner Homepage www.kinderhilfe-afghanistan.de konnten sich Schülerinnen und Lehrkräfte über seine Arbeit und deren Bedeutung informieren.

Mit zunehmender politischer Stabilität kann Dr. Erös seine Einrichtungen jetzt von der Ostgrenze Afghanistans aus weiter ins Landesinnere verlagern. Auch Waisenhäuser und Basis-Gesundheitsstationen werden in dem Land, das seit zwei Jahrzehnten unter dem Krieg leidet, gegründet und unterhalten. Erös will vor allem die schulische und medizinische Versorgung in den kleinen Orten voranbringen, die von den großen Hilfsorganisationen vernachlässigt werden. Eine Dorfschule befindet sich z. B. in unmittelbarer Nähe von Bora Bora. Der Ort ist durch die kriegerische Auseinandersetzung besonders in Mitleidenschaft gezogen worden.


Amberger Zeitung vom 5. Februar 2002