[dort erschien eine gekürzte Textfassung]

Für eine neue Schule



DJD spendet 2500 Euro für Afghanistan und El Salvador

Shalom-AK im Mai 2004

Amberg. (rpe) Rund 2.500 Euro haben die DJD-Schulen in den vergangenen Wochen aufgebracht, damit junge Menschen in Afghanistan und El Salvador eine Schule besuchen können. Der Shalom-Arbeitskreis organisierte in der Fastenzeit die Zusammenarbeit von Lehrkräften und Schülerinnen, und so kann in beiden Ländern weiterhin wirksam geholfen werden.

Mit Unterstützung der Mädchenschule der Armen Schulschwestern v. U. L. Fr. baut Dr. Reinhard Erös in Afghanistan Schulen auf, in denen bis zu 4000 Kinder, auch Mädchen, eine moderne, gründliche Ausbildung erhalten und damit eine Lebensperspektive in Frieden und Sicherheit erlangen können (www.kinderhilfe-afghanistan.de). Qualifizierte Bildung, gute Schulen und Universitäten gerade außerhalb von Kabul, sind eine nachhaltige Prävention gegen Extremismus, Fundamentalismus und Gewalt, Dr. Erös vor einiger Zeit bei einem Vortrag an den DJD-Schulen sagte.

Weniger spektakulär, aber nicht minder nachhaltig und notwendig ist die Hilfe der Schülerinnen in El Salvador. Dort wirken sich die weltweiten wirtschaftlichen Probleme besonders negativ aus. Die Kosten für Lebensmittel und alltäglich notwendige Gebrauchsgüter steigen ständig, während es seit Jahren keine Erhöhung der Löhne und der Preise für den Verkauf der landwirtschaftlichen Produktion gibt. So geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Ein weiteres Problem, das jetzt auch schon die Dörfer betrifft, sind die Maras, Jugendgangs, die das ganze Sozialgefüge zu zerstören drohen. Als Folge des Bürgerkrieges und der Migration sind diese Kinder in zerrissenen Familien aufgewachsen, als Jugendliche haben sie nun nicht die nötigen Vorbilder, um ihr Leben in die Hand nehmen zu können. Auf der Suche nach Nähe, Vertrauen und Halt enden sie in diesen Jugendbanden, in denen sie die Unsicherheit und Zukunftsangst mit Alkohol, Drogen und Gewalt verdrängen. Mit der regelmäßigen Hilfe aus der Oberpfalz können junge Frauen in dem mittelamerikanischen Land durch einen Schulabschluss für sich selbst und ihre Familien eine gesicherte Existenz aufbauen und gleichzeitig für andere Vorbild sein.


Amberger Zeitung, 14. Mai 2004 (dort stark gekürzt)