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Ursachen für Handy-Verschuldung
Eine Handyverschuldung wurde bei vielen Jugendlichen dadurch ausgelöst, dass alle Mobilcomgesellschaften ihre Tarife erhöhten.
Marius Stark von der Arbeitsgemeinschaft der Schuldenerberatung in Düsseldorf gibt zum Teil auch dem Konsumverhalten der Eltern die Schuld. Viele Eltern erfüllen ihren verwöhnten Kindern jeden Wunsch, ohne sich darüber im Klaren zu sein, wie verschwenderisch ihre Kinder mit Geld umgehen.
Durch den Gebrauch eines Handy- Vertrages ist den Jugendlichen keine Geldgrenze zum SMS-Schreiben und telefonieren gesetzt. So erkennen sie oftmals erst an der Rechnung, wie sehr sie im Minus liegen.
Viele Jugendliche besitzen oftmals nicht nur ein, sondern mehrere Handys und verlieren dabei den Überblick über ihre Vertragsrechnungen.
Unkontrolliert telefonieren viele junge Leute mit ihrem Handy stundenlang, anstatt kostengünstiger über das Festnetz zu telefonieren. Auch werden oftmals über SMS (Short Messages Service) nur Kleinigkeiten untereinander ausgetauscht. Dies kann aber schnell teuer werden.
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Fakten
Hier schnell noch eine SMS verschickt. Da kurz ins Handy geflötet.
Und das x-mal am Tag. Immer mehr Jugendliche geraten in die "Schuldenfalle Handy".
Laut einer Studie des Münchener Instituts für Jugendforschung sind drei Viertel der Handybesitzer zwischen 21 und 24 Jahren an einen Anbieter gebunden und mit der Kostenkontrolle überfordert. Eine andere Studie belegt, dass 80% der Erwachsenen, die in die Beratung kommen, schon zwischen 16 und 25 Jahren in die roten Zahlen geraten sind. Auch sagt diese Studie, dass 86% der befragten Handybesitzer schon Zahlungsprobleme hatten. (Verein Schuldenhilfe Essen/Stand:04.10.2002)
Handyrechnungen von 150-200 Euro im Monat sind heute bei Jugendlichen keine Seltenheit mehr.
Untersuchungen zeigen Mitte der 90er Jahre, dass ein Viertel der Siebzehnjährigen ihr Konto überzogen hatten, in der Spitze mit bis zu 900 Euro.
Auch Kurznachrichten sind eine Falle für Handybenutzer. 350Mio. SMS registrierte Mannesmann Mobilfunk im Dezember vergangenen Jahres, inzwischen dürften es noch mehr sein.
Und der Drang zum Handy wird immer größer: Der "Kids Verbraucher-Analyse" zufolge wünschte sich im vergangenen Jahr schon jeder Fünfte Dreizehnjährige ein Handy.
Derzeit sind mehr als 55 Millionen Mobiltelefone in Deutschland im Umlauf, wobei jedoch anzumerken ist, dass nicht alle genutzt werden, bzw. Zweit- oder Drittgeräte vorhanden sind.
(Das Parlament-15.10.2002/Kommunikation@ gesellschaft,Jg.3,2002,Beitrag 2)
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Fazit
Als Fazit möchten wir anfügen, dass es sich bei den in Medien dargestellten Szenen meist nur um Einzelfälle handelt.
Es wird unnötig Panik verbreitet, weiß doch die Mehrheit der Jugendlichen mit Kommunikationsmitteln wie dem Handy umzugehen.
Der hohe Luxusbedarf der Jugendlichen wird durch Taschengeld, Ausbildungsvergütung und Nebenjobs gedeckt.
Dennoch sollte man sich vor dem Kauf eines Handys über mögliche Gefahren informieren.
(Quelle: bbs-lingen.de / 17.10.2002)
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