Fuchssteiner

Einst bestellte Kurfürst Ludwig V. für sein Amberger Land Dr. Johann von Fuchsstein als Kanzler. Doch dieser verschacherte die beiden Ämter Lauf und Hersbruck einschließlich deren Dörfer, Wiesen, Felder und Wälder, wofür er ein Säckchen Goldstücke als Verräterlohn bekam. Deswegen wurde er am Faschingsdienstag des Jahres 1523 in den Schlossturm von Amberg gesperrt, bis einige Adelige, die mit ihm befreundet waren, im Sommer seine Freilassung erreichten.

Vier Tage später kam die Nachricht, dass die Burg des feindlichen Ritters Franz von Sickingen, der der Kurpfalz erheblichen Schaden zugefügt hatte, erobert worden war. Dort gefundene Briefe ließen erkennen, dass der Ritter vom Fuchssteiner geheime Informationen erhalten hatte. Als der Kurfürst den Freigelassenen zur Rechenschaft ziehen wollte, war dieser längst über alle Berge.

Das einzige, was er zurückgelassen hatte, war sein Name, den heute immer noch der Turm trägt, in dem er längere Zeit eingesperrt war.