Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am Mittwoch, 4. Oktober 2017 um 19.00 Uhr von Monika Karsch (Silbermedaillengewinnerin, Rio 2016) zum Thema „Life-Kinetik“; eingeladen sind alle Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit

Abitur

Abiturgottesdienst am 30.06.2017
08:30 Uhr, Schulkirche

Thema: „Ich packe meinen Koffer. Reiseziel: Ungewiss!“

1) Vor dem Einzug
a) Lektorin: Liebe Abiturientinnen, liebe Eltern und Angehörige, liebe Lehrkräfte! Ich darf sie alle ganz herzlich zu dem diesjährigen Abitur Gottesdienst einladen. Wir sind an einem entscheidenden Punkt in unserem Leben angekommen – wir packen die Koffer für unser Leben … für das Neue, das beginnt, für die Reise in die Zukunft. An diesem wichtigen Punkt unseres Lebens wollen wir uns in diesem Gottesdienst darauf besinnen und in Gottes Gegenwart zur Ruhe kommen.
b) Rollenspiel:
Koffer liegen schon bereit. (Es werden 3 Koffer benötigt)
Mutter der Abiturientinnen: Packt jetzt endlich mal eure Koffer fertig! Ihr wollt doch schließlich morgen weg! Seit Monaten redet ihr nun schon davon! Eurer Abi-Zeugnis habt ihr doch hoffentlich schon eingepackt?!
3 Schülerinnen (Umweltbewusste, Business Lady und eine zukünftige Mutter) kommen nacheinander hereingeeilt und fangen an in den Koffern zu wühlen.
Umweltbewusste: Ja, das Abi Zeugnis habe ich, aber wo sind denn meine Wanderschuhe …(kramt in dem Koffer) ahh…!
Business Lady: Was … Wanderschuhe? Wer braucht denn so etwas? Nein danke, ich nehme lieber meine High Heels mit! (zeigt ihre High Heels)
Umweltbewusste: Ahh ja, genau! Der Kartoffelschäler für meine Gastfamilie. In Ecuador haben die so was ja nicht. Oh, und am besten noch das Wörterbuch für Notfälle! (hält Kartoffelschäler und Wörterbuch hoch)
(packt anschließend noch wortlos Sonnenbrille, -hut, -creme, Fotoapparat ein; währenddessen fängt die „zukünftige Mutter“ an zu sprechen)
zukünftige Mutter: Ein Kartoffelschäler, endlich mal etwas Sinnvolles! Den habe ich auch schon eingepackt!
Mutter der Abiturientinnen: Vergiss nicht das Kochbuch, das ich dir extra gekauft habe! („zukünftige Mutter“ hat es schon im Koffer)
zukünftige Mutter: Natürlich habe ich das! Ich will doch schließlich meine zukünftige Familie verwöhnen können. Aber meine Einkaufstasche hätte ich fast vergessen! (packt sie auch ein)
Business Lady: Was, Familie? - Kinder?? Wie soll ich denn mit Kindern Karriere machen? So, was brauche ich den noch alles … Laptop … ahh, mein Ein und Alles (packt Handy ein) … meine Kreditkarten … ach, und zuletzt noch meinen Terminplaner …

2) Einzug, Einleitung
a) Lied: Meine Zeit steht in deinen Händen

b) Priester: Ihr seid an einem entscheidenden Punkt in unserem Leben angekommen – ihr packt die Koffer für euer Leben: für das Neue, das beginnt, für die Reise in die Zukunft. An diesem wichtigen Punkt eures Lebens wollen wir uns in diesem Gottesdienst darauf besinnen, in Gottes Gegenwart zur Ruhe kommen. Dass wir in seiner Gegenwart sind, wollen wir mit dem Kreuzzeichen zum Ausdruck bringen.

3) Kyrie
gesungene Respons:

Priester: Grüßen wir unsren Herrn Jesus Christus, der in unserer Mitte ist, mit den Kyrierufen.
Lektorin 1: Herr Jesus Christus, du hast uns ermuntert unseren eigenen Weg durchs Leben im Vertrauen auf Gott zu gehen. – Herr, erbarme dich unser.
Lektorin 1: Jesus Christus, du bist der Weg, wir brauchen ihn nur zu gehen. – Herr, erbarme dich unser.
Lektorin 2: Herr Jesus Christus, du bist immer da, dass wir auch in Zukunft mit unseren Sorgen und Ängsten nicht alleine sind. – Christus, erbarme dich unser.
Lektorin 2: Jesus Christus, du bist die Wahrheit, wir brauchen ihr nur zu trauen. – Christus, erbarme dich unser.
Lektorin 3: Herr Jesus Christus, durch dich erhalten wir Unterstützung und Verständnis für unsere zukünftigen Entscheidungen. – Herr, erbarme dich unser.
Lektorin 3: Jesus Christus, du bist das Leben, wir brauchen es nur zu wagen. – Herr, erbarme dich unser.
Priester: Herr, Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Du bist bei uns, wohin unser Weg uns auch führen mag und mit welchem Koffer wir auch immer unterwegs sein mögen. Auf dich bauen und vertrauen wir, durch Christus unser Herrn. – Amen.

4) Gloria
Lied: Dass du mich einstimmen lässt


5) Tagesgebet
Priester: Gütiger Gott, am Ende der Schulzeit unserer Abiturientinnen sind wir zusammengekommen, um Dir zu danken für alles, was sie empfangen durften.
Wir bitten dich: Bleibe uns allen nahe, wenn wir jetzt die Reise des Lebens fortsetzen. Sei unser Halt in den vielen Herausforderungen, die auf uns warten und gib uns Mut und Kraft, die Gesellschaft in deinem Geist mitzugestalten! Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. – Amen.

6) Lesung (Tob 5,3–23; Elisionen und Abbreviationen: ML)
Lektorin 1: Den Aufbruch planen, Koffer packen, losgehen … das sind die Dinge, die uns Schülerinnen momentan umtreiben. In all die Euphorie, die wir jetzt nach dem bestandenen Abi spüren, mischt sich manchmal auch die Frage: Wer wird uns auf unserem Weg begleiten, wer wird bei uns sein, wenn es mal nicht so klappt, wie man es sich erhofft, wenn Ziele nicht erreicht werden, wenn das Leben zu scheitern droht, wenn man einsam und allein ist? Wer geht mit auf unserem Weg?
Im alttestamentlichen Buch Tobit sucht Tobias, der Sohn des Tobit, nach einem bezahlten Begleiter für eine Reise. Tobias soll bei einem weit entfernt lebenden Bekannten eine alte Schuld eintreiben, einen erheblichen Geldbetrag, den die Familie Tobits nun dringend für ihren Lebensunterhalt braucht. In biblischer Zeit war eine solche Reise eine größere Aktion – die Wüste und die Dürre und vor allem das Risiko überfallen und ausgeraubt zu werden machten sie zu einer gefährlichen Unternehmung. Der gefundene Begleiter namens Rafael entpuppt sich dabei als Engel:

Lektorin 2: Lesung aus dem Buch Tobit
Da gab Tobit dem Tobias den Schuldschein und sagte:
Such jemand, der mit dir auf die Reise geht.
Ich will ihn entlohnen, solange ich noch am Leben bin. Mach dich also auf den Weg und hol das Geld ab!
Tobias ging auf die Suche nach einem Begleiter
und traf dabei Rafael;
Rafael war ein Engel, aber Tobias wusste es nicht.
Er fragte ihn: Könnte ich mit dir [...] reisen? Bist du mit der Gegend [...] vertraut? Der Engel antwortete: Ich will mit dir reisen;
ich kenne den Weg und war schon [dort].
Tobias bat ihn: Wart auf mich, ich will es meinem Vater sagen.
Der Engel antwortete ihm: Geh, aber halte dich nicht auf!
Tobias ging nach Hause und sagte zu seinem Vater:
Ich habe einen Mann gefunden, der mit mir reisen will.
Da sagte der Vater: Ruf ihn her zu mir!
Ich möchte wissen, [...] ob er auch zuverlässig genug ist, um dich zu begleiten.
Tobias holte den Engel;
Rafael kam und sie begrüßten einander
[und sie einigten sich auf den Lohn für die Reise].
Hannah aber, die Mutter des Tobias, weinte und sagte zu Tobit:
Warum hast du unseren Sohn weggeschickt?
War er nicht die Stütze unseres Alters, als er noch bei uns ein- und ausging? Wir hätten dieses Geld gar nicht gebraucht;
denn es ist nichts, verglichen mit dem Leben unseres Sohnes.
Was uns der Herr zum Leben gegeben hat, reicht für uns.
Tobit antwortete: Mach dir keine Sorgen, [...]
er wird gesund zurückkommen und du wirst ihn wieder sehen.
Denn ein guter Engel begleitet ihn und seine Reise wird ein gutes Ende nehmen; er wird sicherlich gesund heimkehren.
Da hörte [Hannah] sie auf zu weinen.

7) Kurze Stille; Halleluja (Schola; zur freien Auswahl des Chormeisters)

8) Evangelium (Joh 14,1–6; Übs.: ML)
Aus dem ☩ heiligen Evangelium nach Johannes
[Jesus zu seinen Jüngern:] Euer Herz soll nicht verwirrt werden. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn das nicht so wäre, hätte ich zu euch dann gesagt: Ich gehe voraus, um für euch einen Platz vorzubereiten? Und wenn ich vorausgegangen bin und für euch einen Platz vorbereitet habe, dann komme ich wieder und nehme euch mit zu mir, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Ihr wisst aber, wohin ich gehe, und ihr kennt den Weg.
Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst – wie können wir den Weg dann kennen?
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

9)Predigt

10) Fürbitten
Priester: Im Vertrauen auf Gott, der jeden unserer Wege begleitet, bringen wir unsere Bitten vor ihn.
Lektorin 1: Ich packe meine Koffer und packe ein: Mut für den weiteren Lebensweg. – Wir bitten für uns Abiturientinnen: Begleite uns auf unserem Lebensweg, gib uns Mut, Neues zu versuchen, und schenke uns Menschen an unserer Seite, denen wir vertrauen können. – Wir bitten dich: Erhöre uns!
Lektorin 2: Ich packe meinen Koffer und packe ein: Mut und Verbundenheit. – Wir bitten für unsere Familien: Stärke ihre Hoffnung, dass wir miteinander verbunden bleiben, auch wenn wir unsere eigenen Wege gehen werden. Lass uns nie die Wurzeln im Leben vergessen, die einem immer wieder vor Augen führen, wer wir sind, auch wenn wir den Koffer manchmal nicht mehr aufbringen. – Wir bitten dich: Erhöre uns!
Lektorin 3: Ich packe meinen Koffer und packe ein: Mut, Verbundenheit und Glaube. – Wir bitten für alle Schülerinnen unserer Schulen: Hilf ihnen über ihrem Schulalltag nicht zu vergessen, dass du immer bei ihnen bist und sie leitest. – Wir bitten dich: Erhöre uns!
Lektorin 4: Ich packe meinen Koffer und packe ein: Mut, Verbundenheit, Glaube und Kraft. – Wir bitten für unsere Lehrerinnen und Lehrer, dass sie weiterhin die Kraft und Freude haben, Schülerinnen erfolgreich auf das Abitur vorzubereiten und ihre Begeisterung weiterzugeben. – Wir bitten dich: Erhöre uns.
Lektorin 5: Ich packe meinen Koffer und packe ein: Mut, Verbundenheit, Glaube, Kraft und Erinnerung. – Wir bitten heute auch für alle, die schon verstorben sind. Schenke Ihnen dein Licht und deinen Frieden! – Wir bitten dich: Erhöre uns.
Priester: Allmächtiger Gott, du bist immer bei uns, um uns zu beschützen, wohin wir auch gehen auf unserem Weg in die Freiheit. Erhöre unsere Bitten durch Christus, unseren Herrn. Amen.

11)Gabenbereitung
Lied: Wenn das Brot, das wir teilen

12)Sanctus
Lied: Du bist heilig, du bringst Heil

13)Lied zur Kommunion: Laudate omnes gentes

14) Meditationstext nach der Kommunion:
Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."

15)Schluss
Lied: Großer Gott, wir loben dich (GL380/1–3)

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