Advent

Gestaltung der Adventszeit 2006

Liebe Mitglieder des Klassenforums,

was steht in jedem Schuljahr am Beginn des Advent und der Fastenzeit? Richtig, ein Infobrief über religiöse und soziale Aktionen! Bisher haben diesen Brief Eure Klassenleiterinnen und Klassenleiter vorgelesen und mit euch besprochen. Vor kurzem bekam der Arbeitskreis "Shalom" Besuch von Schülerinnen, die gleich ein paar neue Ideen mitbrachten. Eine davon: Der Advents- und Fastenbrief könnte doch auch vom Klassenforum vorgestellt werden. So ließe sich die Arbeit der SMV und des Arbeitskreises "Shalom" sinnvoll verknüpfen.

Diese Idee greife ich gerne auf. Ich möchte Euch mit diesem Schreiben ein wenig über den Advent informieren und Euch herzlich bitten, diesen Brief am Beginn des Advent (in einer passenden Schulstunde, z.B. Religionsstunde) Eurer Klasse vorzustellen. Vielleicht wäre es auch möglich, Eure Mitschülerinnen z.B. an die Morgenbesinnungen zu erinnern, und die sozialen Aktionen, die für diesen Advent vorgesehen sind, organisatorisch zu begleiten. Übrigens "soziale Aktionen": Wenn Ihr ein sinnvolles Projekt kennt, lasst es mich bitte wissen! Für diesen Advent ist es zwar schon zu spät, aber die Fastenzeit kommt ja auch bald! Advent und Fastenzeit sind wichtige Vorbereitungszeiten auf zwei christliche Hochfeste, die für uns Menschen eine große Bedeutung haben. Es geht immer um das Leben, das auf so vielfältige Weise gefährdet ist. Helfen wir in diesem Sinn zusammen!

Ich danke Euch herzlich für Eure Mitarbeit!

1 Morgengebet

Das Gebet steht immer in Gefahr, zur Routine zu verkommen. Vielleicht ist es gerade in der Adventszeit möglich, sich für das Morgengebet ein wenig mehr Zeit zu lassen, der Besinnung und der Stille am Beginn des Arbeitstages Raum zu geben.

2 Adventsmeditationen im Oratorium, Termine und Gestaltende im Einzelnen:

Datum, Gestaltung

Mittwoch, 06. Dezember: Frau Stanzel-Bauer
Freitag, 08. Dezember: Frau Schwepper mit G 5a
Mittwoch, 13. Dezember: Grundkurs Englisch (e10)
Freitag, 15. Dezember: Frau Vetterl und ev. Schülerinnen G/R 5
Mittwoch, 20. Dezember: Herr Wecker mit G9b

Wie in den vergangenen Jahren finden in den Adventswochen am Mittwoch und Freitag in der Zeit von 7:45 - 7:55 Uhr wieder Adventsmeditationen statt. Die Gestaltung übernehmen wieder einzelne Fachschaften unserer Schule, Kolleginnen und Kollegen mit Klassen, aber auch Schülerinnen in Eigenregie. Allen, die eine Morgenbesinnung vorbereiten, möchte ich herzlich danken.

3 Gottesdienst vor den Weihnachtsferien

Der ökumenische Wortgottesdienst vor den Ferien findet am Freitag, 22. Dezember um 10.00 Uhr in der Sporthalle statt. Er wird von der K12 gestaltet. Vielleicht ist Euch v.a. im vergangenen Jahr aufgefallen, dass der Lärmpegel in der Sporthalle doch erhöht war. Deshalb soll heuer den einzelnen Klassen ein bestimmter Platz in der Sporthalle zugewiesen werden, an dem sie mit dem Klassenleiter am Gottesdienst teilnehmen. (Die Klassenleiter werden rechtzeitig darüber informiert!)

Die Vorbereitung des Gottesdienstes kostet der K12 doch immer einiges an Zeit und Mühe. Ein kleines Zeichen des Dankes und der Anerkennung wäre es, wenn alle den Gottesdienst wirklich aktiv mitfeiern würden.

4 Soziale Aktionen in der Adventszeit:

Hilfe für Kinder in Honduras, Betlehem und Amberg

Mit Blick auf Weihnachten hat der Bischof von Limburg, Franz Kamphaus einmal gesagt: "Mach es wie Gott, werde Mensch!" Wenn Gott uns menschlich begegnet, dann müssen auch wir einander menschlich begegnen. Deshalb unterstützen wir jedes Jahr im Advent Menschen, v.a. Kinder in Not. Dabei achten wir seit Jahren auf folgende Gesichtspunkte:

Längerfristige ("nachhaltige") Unterstützung (also nicht: heuer dies, im nächsten Jahr das; damit nützen wir niemandem!!)

Da wir eine Mädchenschule sind, wollen wir besonders Mädchen und junge Frauen unterstützen (Frauenbildung ist der Schlüssel zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse in vielen Ländern!)
Die Unterstützung soll "Hilfe zur Selbsthilfe" sein, d.h. sie ist ein Art "Startkapital" und soll den Menschen zu einem eigenverantwortlichen Leben in Würde verhelfen.

Konkret wollen wir im Advent 2006 folgende Projekte unterstützen (eine Kurzbeschreibung der Projekte findet Ihr auf dem beigelegten Wahlzettel!):

- Caritas Baby Hospital/Betlehem
- Straßenkinderprojekt der Armen Schulschwestern in Honduras
- Notruf für Mädchen und Frauen (SKF Amberg)
- Die Amberger Tafel e.V.

Die einzelnen Aktionen (besonders die "internationalen") werden (neben der Kurzbeschreibung auf dem Wahlzettel) auch an einer "Adventstellwand" im Steinernen Gang vorgestellt. Dort kann man sich in Ruhe und ausführlicher über die Projekte informieren. Denkbar wäre auch, dass sich einzelne Klassen die Stellwand anschauen und dann mit entsprechenden Lehrerinnen und Lehrern darüber reden. Neben Religion eignen sich sicher die Fächer Geographie oder Sozialkunde für solche Gespräche!

In den einzelnen Klassen wäre am Beginn
des Advent (ev. gleich in der Stunde, in der Ihr diesen Brief vorstellt!) zu überlegen, welches der vier Projekte Ihr unterstützen wollt. Ihr könnt das Geld aber auch gleichmäßig verteilen, es ist Eure Entscheidung!

Vor den Weihnachtsferien (21./22.12.) solltet Ihr das gespendete Geld im Sekretariat I abgegeben. Den Wahlzettel mit allen notwendigen Hinweisen (Klasse, Gesamtbetrag, ausgewähltes Projekt,...) bitte vor den Weihnachtsferien bei mir im Lehrerzimmer I abgeben!

Noch ein Wort zum "Geld"

Immer wieder wird gesagt, Geldspenden sind doch so anonym, außerdem weiß man ja nie so genau, wo das Geld hinkommt! Das mag in dem einen oder anderen Fall richtig sein. Ich kann Euch versichern, dass bei allen Aktionen, die wir in den vergangenen Jahren durchgeführt haben, das Geld wirklich angekommen ist. Die Empfänger haben sich über unsere Unterstützung sehr gefreut und teilweise sehr persönlich geantwortet. Immer wieder werden solche Dankschreiben an der Shalomwand (gegenüber dem Musiksaal) veröffentlicht.

Ich wünsche Euch allen eine gesegnete Adventszeit und danke Euch ganz herzlich für Eure Mitarbeit!

Stefan Hirblinger





Wahlzettel der Klasse_______für die Adventsaktionen

Projekt 1: Caritas Baby Hospital/Betlehem

"In Palästina leiden vor allem die Kinder - Das Caritas Baby Hospital in Betlehem hilft" - so war eine Reportage in der Amberger Zeitung im Januar 2005 überschrieben. Wem würde an Weihnachten nicht das Thema "Kind" und der Ort "Betlehem" einfallen? Der Bezug zum Weichnachtsgeschehen könnte kaum deutlicher sein! Das Krankenhaus, 1952 von dem Schweizer Priester Ernst Schnydrig gegründet, ist bis heute die einzige, auf Kinder und Babys spezialisierte Klinik in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. Unter den Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern haben besonders die Kinder zu leiden. Die (deutsche) Pflegedienstleiterin Schwester Erika Nobs sagt: "Viele Kinder kommen mit Armutserkrankungen zu uns, wie wir sie in Deutschland schon lange nicht mehr kennen." Besonders verschärft hat sich die Situation seit der Abriegelung der palästinensischen Gebiete durch die "Sicherheitsmauer", die Betlehem praktisch vom ca. 10 km entfernten Jerusalem mit seinen modernen Spezialkliniken trennt. Gerade an Weihnachten sollten wir einmal an die heutigen Kinder im "Heiligen Land" denken. Die Herbergssuche von damals wiederholt sich heute auf vielfältige Weise.

Projekt 2: Kinderversorgung in Honduras/Mittelamerika

Schon öfter haben wir die Schulschwestern in Honduras unterstützt. Honduras wird, wie andere Länder dieser Region auch, immer wieder von Naturkatastrophen (z.B. Hurricans,...) heimgesucht. Dadurch wird häufig die gesamte Ernte vernichtet. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass dies die armen Bevölkerungsschichten besonders trifft. Mit unserer Unterstützung können die Schulschwestern Ernährungsprogramme durchführen: "Ein Glas Milch" oder "Ein gesundes Frühstück" sind nur einige Bezeichnungen für diese Hilfsaktionen für die Ärmsten der Armen. Dabei werden die Mütter der Kinder (soweit möglich) mit in die Programme eingebunden und helfen bei der Zubereitung der Mahlzeiten.

Projekt 3: Notruf des SKF Amberg

Unter den zahlreichen Hilfsangeboten des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF) ist auch der "Notruf für Frauen". Gewalt gegen Frauen und Kinder ist leider in allen Gesellschaften ein trauriges Kapitel. Dies betrifft seelische Gewalt, aber auch körperliche Züchtigungen oder sexuelle Gewalt. Seit 18 Jahren finden betroffene Frauen und Kinder im "Notruf für Frauen" eine Anlaufstelle. Dort gibt es Frauen, die ihnen zuhören, gemeinsam Schritte überlegen, bei Behördengängen und der Bewältigung des Alltags helfen. Bei sofortigem Handlungsbedarf besteht die Möglichkeit der Aufnahme in eine Frauenschutzwohnung. Der Notruf ist Tag und Nacht erreichbar. Alle Dienste sind kostenlos und müssen deshalb auch über Spenden finanziert werden.

Projekt 4: Amberger Tafel e.V.

Die soziale Armut und die Zahl der Bedürftigen wächst Jahr für Jahr. Auch in Amberg und Umgebung gibt es Menschen, die kaum ihr tägliches Brot haben. Die Amberger Tafel, gegründet am 15.02.2005, ist eine von derzeit 673 Tafeln bundesweit und gibt die in Supermärkten und Geschäften übriggebliebenen, aber noch qualitativ einwandfreien Lebensmittel an Bedürftige ab. Bis zu 230 Personen (!) nehmen jeden Dienstag und Freitag dieses Angebot wahr. Der "Tafelgedanke" ist ein deutliches Signal gegen unsere Wegwerfgesellschaft und verdient sicher unsere Unterstützung. Die Tafeln finanzieren sich fast ausschließlich aus Spenden.

Wir wollen unseren Betrag von €_________ für Projekt____spenden!

Unser Geld soll so verteilt werden: _______________________________

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