Fastenzeit

Brief des Schulseelsorgers an das Kollegium
Amberg, im Februar 2006

Fastenzeit 2006

Informationen zur Gestaltung der Fastenzeit 2006


Liebe Kolleginnen und Kollegen!



In Kürze beginnt wieder die 40-tägige Vorbereitungszeit auf das Osterfest, die "Fastenzeit" oder "Österliche Bußzeit."
Diese Zeit ist jedes Jahr ein wichtiger Appell an uns Menschen, unser Leben zu überdenken, eingefahrene Gleise zu verlassen und über das eigene Leben hinauszuschauen. Die Fastenzeit beinhaltet damit auch einen wichtigen Erziehungsauftrag. Fasten soll uns zu mehr Leben führen. So wollen wir auch in diesem Jahr wieder einige Akzente an unserer Schule setzen. Die religiösen Angebote sollen uns tiefer in die Bedeutung dieser Zeit einführen. Die sozialen Aktionen erinnern uns an den biblischen Sinn des Fastens, wie es der Prophet Jesaja beschreibt: "Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen." (Jes 58,6.7)



Ich bitte alle Kolleginnen und Kollegen, die am Montag in der erste Stunde Unterricht haben, die folgenden Informationen am 06. März in der ersten Unterrichtsstunde an die entsprechende Klasse weiterzugeben. (Zum Ab-lauf dieser Stunde s. 1.1). Allen anderen Kolleginnen und Kollegen dient dieses Schreiben als Information für die Fastenzeit. Besonders die Klassen-leiterinnen und Klassenleiter darf ich um Unterstützung während der Fastenzeit bitten (v.a. Klassenkollekte zu den beiden sozialen Projekten, s. 2.1, Erinnerung an die Morgenbesinnungen, s. 1.2)



Für Ihre Mitarbeit und Mitsorge in der Schulpastoral danke ich Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen allen eine gute Fastenzeit!



Stefan Hirblinger





1 Gottesdienste in der Fastenzeit


1.1 Einstieg in die Fastenzeit am Montag, 06.03., 1. Stunde:



Seit 2003 fällt der Aschermittwoch, der eigentliche Beginn der Fastenzeit, in eine Ferienwoche. Um den Schülerinnen dennoch einen bewussten Einstieg in die Fastenzeit zu ermöglichen, soll die erste Stunde am Montag, 06.03. wie folgt ablaufen:

Kurzer Wortgottesdienst für die Klassenforen in der Schulkirche (8.05 bis 8.20 Uhr); Gestaltung: Frau Vetterl mit G8b.



Die übrigen Schülerinnen beschäftigen sich in dieser Zeit mit Texten zur Fastenzeit (werden rechtzeitig gestellt!).



Nach der Rückkehr der Klassenforen:


Gespräch über ein Bild, das aus dem Gottesdienst mitgebracht wird;


Vorstellung des Fastenbriefes;


Diskussion und Abstimmung über Hilfsprojekte für die Menschen in den Hungergebieten (Ost-) Afrikas (s. beiliegender Wahlzettel!);




1.2 Vorösterliche Besinnungen (jeweils 7.45 Uhr im Oratorium):



Die Liste für die Morgenbesinnungen in der Fastenzeit ist erstellt. Ich möchte mich bei allen bedanken, die eine morgendliche Besinnung übernehmen.



Hier die morgendlichen Besinnungen im Überblick:



Mittwoch, 08.03. G 10c mit Sr. M. Margrit

Freitag, 10.03. GK Englisch mit Fr. Schwepper

Mittwoch, 15.03. LK Englisch mit Hr. Luft

Freitag, 17.03. R 7b mit Hr. Rosenboem

Mittwoch, 22.03. Schulsanitätsdienst

Freitag, 24.03. R 9c mit Fr. Tröster

Mittwoch, 29.03. G 5b mit Hr. Künstler

Freitag, 31.03. Fachschaft Latein




1.3 Gottesdienste vor den Osterferien (jeweils in St.Martin)



Freitag, 07. April, 9.00 Uhr: Klassen G/R 5-7

Die Klassen gehen nach der ersten Unterrichtsstunde nach St. Martin (Begleitung: Lehrer der zweiten Stunde) und haben nach dem Gottesdienst bis 11.25 Uhr Unterricht.



Freitag, 07. April, 10.00 Uhr: Klassen G/R 8-13

Die Klassen haben in den ersten beiden Stunden Unterricht und nach dem Gottesdienst frei (Begleitung nach St. Martin: Lehrer der dritten Stunde).
Die Gestaltung wird wieder von Kolleginnen und Kollegen übernommen!





2 Soziale Aktionen


2.1 Klassenkollekte




Ignacio Ellacuria (El Salvador)



Seit längerer Zeit unterstützen wir junge Frauen aus der Gemeinde Ignacio Ellacuría, Provinz Chalatenango in El Salvador bei ihrer schulischen Ausbildung. Unser Engagement wird nach wie vor von folgenden wesentlichen Gesichtspunkten geleitet:
Nachhaltigkeit;
Hilfe zur Überwindung der Benachteiligung der Frau;
Gute Chancen auf eine sinnvolle Erwerbstätigkeit (Beruf als Lehrerin, in der öffentlichen Verwaltung, im Gesundheitswesen, als Bürgermeisterin,...)



Immer wieder betonen die Schülerinnen, dass sie nur mit unserer finanziellen Unterstützung diesen Ausbildungsweg gehen können und damit eine Chance haben, dem Teufelskreis der Armut zu entfliehen. Die Gemeinde, die viele wichtige Dinge des Lebens in gemeinsamer Absprache regelt, geht sehr sorgfältig mit den Geldern um, d.h. unsere Spende kommt nicht nur an, sie wirkt auch sehr konkret. Im "Steinernen Gang" wird es wieder entsprechende Informationen zu El Salvador (und auch zum zweiten Projekt: Hungerkatastrophe in (Ost-)Akrika) geben.




Hungerkatastrophe in (Ost-) Afrika



Die Fachschaft Religion hat sich in ihrer Fachsitzung im Januar überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, den von den Medien übersehenen und von der (globalisierten?) Welt vergessenen Kontinent Afrika wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Einige spärliche Informationen der letzten Wochen haben von einer verheerenden Dürre und damit einhergehenden Hungerkatastrophe berichtet.
Da es sich hier um Regionen handelt, die nicht zum ersten Mal von Natur-katastrophen heimgesucht werden, leisten verschiedene Hilfsorganisationen (Welthungerhilfe, Misereor,...) schon seit längerer Zeit Hilfe (zur Selbsthilfe). So kann im Fall eines Notstandes (wie jetzt) sehr rasch und effizient geholfen werden. Es müssen nicht erst aufwändig Hilfsstrukturen aufgebaut werden, sie existieren bereits und können mit der entsprechenden finanziellen Unterstützung rasch helfen.


Auf dem beiliegenden Wahlzettel werden einige Projekte dieser Art vorgestellt. Am Montag, 06. März (1. Stunde) soll die Klasse ein Projekt auswählen, das ihr besonders unterstützungswürdig erscheint. Spätestens am Freitag vor den Osterferien (07.04.) soll der Wahlzettel mit dem eingetragenen Kollektenbetrag bei mir abgegeben werden. Der Geldbetrag selbst ist im Sekretariat I abzugeben.




2.2 Aktivitäten des Shalom-Arbeitskreises zur Fastenzeit



Pausenverkauf:

Neben den Klassenkollekten soll auch in diesem Jahr durch einen vom Shalom - AK organisierten Pausenverkauf Geld für die sozialen Aktionen erwirtschaftet werden.Termine sind der 09., 16., 23. und 30. März und 01. April. Beachten Sie hierzu auch die in Lehrerzimmern ausgehängte Liste (Kuchenspenden,...). Da die angesprochenen Metzgereien und Bäckereien ihre Waren wieder günstig zur Verfügung stellen, werden sich die "Produktionskosten" in Grenzen halten.




2.3 Solidaritätslauf:



Am Samstag, 01.04. findet auf dem Landesgartenschaugelände ein sog. "Solidaritätslauf" statt (9.30 - 11.30 Uhr). Nähere Informationen werden noch bekanntgegeben. Der Erlös kommt ebenfalls der Fastenaktion zugute. Ich wünsche uns
alle eine gute, lebendige Fastenzeit!






Wahlzettel für die Projekte zur Hungerkatastrophe in Afrika


Auswahl des Projektes am Montag, 06. März, 1. Stunde!



Geben Sie bitte den Wahlzettel (mit dem angekreuzten Projekt) an die Klassenleiterin/den Klassenleiter weiter!



Bitte bis spätestens 07.04. den Betrag eintragen und Wahlzettel bei mir abgeben!



Projekt 1:


Welthungerhilfe: Hilfe für Ostafrika

Auf der Website der Welthungerhilfe ist zu lesen: Millionen Menschen in ostafrika-nischen Staaten wie Kenia, Somalia und Äthiopien sind vom Hungertod bedroht. Nach einer extremen Dürre sind die Felder verdorrt und das Vieh stirbt. Jedes zweite Kind in der Küstenregion Kenias ist unterernährt.... Trinkwasser für sechs Personen kostet rund € 30,-- ,ein Nahrungspaket für eine Familie € 42,--



Projekt 2:


MISEREOR: Kleinbauern in der Diözese Beira/Mosambik

Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft und kämpft um das tägliche Überleben. Schon seit Jahren steht MISEREOR an der Seite der Familien der Kleinbauern unterstützt sie im Kampf um das Überleben. Mit verschiedenen Hilfen sollen die Lebensbedingungen der Kleinbauern verbessert und traditionelle afrikanische Anbaumethoden gefördert werden.



Projekt 3:


MISEREOR: Dem Hunger entfliehen - Hilfe für Simbabwe

Seit drei Jahren fällt in Simbabwe nur spärlich Regen. In der einstigen Kornkammer Afrikas herrscht Hunger. Die Preise für Mais, das Hauptnahrungsmittel in Simbab-we, sind drastisch gestiegen. Neben der Dürre ist v.a. die verfehlte Politik des Regimes Mugabe für die Not der Menschen verantwortlich. Dennoch gibt es Hoffnung: Mit umweltgerechter Landwirtschaft und nachhaltiger Wassernutzung können die Kleinbauernfamilien, unterstützt von MISEREOR, ihre Ernährung sichern.

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07.12.2017

Elternsprechtag 1

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für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

22.12.2017

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Gottesdienst in St. Martin
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12.01.2018

"KELCH" - Kinder und Eltern lernen Chemie

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