Ostern

Vorösterlicher Gottesdienst
Freitag, 30.03.2012
Basilika St. Martin, Amberg

„Auf dem Weg zum Licht“

Einzug (Orgel) und Eingangslied:

Liturgische Begrüßung

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wieder stehen wir vor den österlichen Tagen. Die kommende Woche ist der Höhepunkt des Kirchenjahres. Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu, das so unfassbar bleibt, kann man sicher sehr gut mit dem Thema „Auf dem Weg zum Licht“ angehen. Jesus, der sich selbst als den Weg und das Licht bezeichnet hat, eröffnet in seiner Auferstehung auch uns heute neue Wege, neue Lebensmöglichkeiten, neue Hoffungen. Hören wir dazu einen einführenden Text:


Einführungstext: Die vier Kerzen

Wir stellen uns jetzt vor, dass wir in einem Raum sind, in dem wir vier Kerzen sehen. Die vier Kerzen brennen langsam. Wenn ihr ganz leise seid, könnt ihr hören wie sie sprechen.
Die erste sagte: „Ich bin der Frieden! Niemand kann und will mein Licht erhalten. Ich glaube, ich werde ausgehen.“ Dann wurde ihre Flamme immer kleiner und schließlich ging sie ganz aus.
Die zweite sagte: „Ich bin das Vertrauen! Ich bin am verletzlichsten und so macht es keinen Sinn, dass ich weiter brenne.“ Nachdem sie gesprochen hatte, wehte ein sanfter Hauch zu ihr und auch sie verlosch.
Darauf sagte die dritte Kerze: „Ich bin die Liebe! Ich habe keine Kraft mehr. Die Menschen schieben mich beiseite und begreifen nicht, wie wichtig ich bin. Sie vergessen sogar die zu lieben, die ihnen am nächsten sind. Und dann erlosch auch sie.
Da betrat ein Kind den Raum und sah, dass drei Kerzen ausgegangen waren. Oh, warum brennt ihr denn nicht mehr?“, fragte das Kind und wurde sehr traurig.
Und die vierte Kerze sprach zu dem kleinen Kind: Hab´ keine Angst; solange ich brenne, können wir die anderen wieder anzünden, denn ich bin die Zuversicht!“
Mit fröhlich leuchtenden Augen nahm das Kind die Kerze der Zuversicht und zündete die anderen wieder an.
Die Flamme der Zuversicht möge immer bei uns sein, denn so behalten wir auch Vertrauen, Frieden und Liebe für alle Zeit.

(Kurze Stille)


Kyrie – Rufe:

Herr Jesus Christus, du hast uns deinen Frieden geschenkt.
(Kyrie – Ruf: gesungen)

Herr Jesus Christus, du hast uns bedingungsloses Vertrauen vorgelebt.


Herr Jesus Christus, dein Leben war ein Leben der Liebe zu Gott und den Menschen.


Tagesgebet:

Gott, himmlischer Vater, dein Sohn Jesus Christus hat uns in seinem Leben einen Weg aus den Dunkelheiten dieser Welt zum Licht gezeigt.
Stärke uns, damit wir nicht vordergründigen Lichtern und dem Blendwerk dieser Welt verfallen, sondern nach dem wahren Licht des Lebens suchen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen


Lesung aus dem Kolosserbrief (Kol 1,12 – 20)

Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.
Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.
Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat er in allem den Vorrang.
Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

Wort des lebendigen Gottes

Gesang nach der Lesung:

Evangelium: Joh 3,14 – 21

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Lebe hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus


Predigt

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Bei der Anfangsgeschichte von den vier Kerzen hat vielleicht die ein oder andere von Euch gemeint, wir hätten jetzt Ostern mit Weihnachten verwechselt. Kerzen, vier Kerzen… das erinnert doch an den Advent. Richtig, aber die Kerze schlechthin, um die es an Ostern geht, sozusagen die Kerze aller christlichen Kerzen ist die Osterkerze. Sie ist ein Zeichen für den auferstandenen Christus, der von sich selbst gesagt hat: Ich bin das Licht der Welt.
Die Osterkerze, Christus selbst, das erinnert sehr an die Kerze der Zuversicht aus der Geschichte. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn bei der Lichtfeier der Osternacht die brennende Kerze am Osterfeuer entzündet wird und mit dem Ruf „lumen Christi“ (Das Licht Christi) in die dunkle Kirche getragen wird und so die Gemeinde auf dem Weg zum Licht ist. Die dunkle Kirche, das ist ein Zeichen für die Dunkelheiten der Welt, für die Finsternis, von der Jesus im Evangelium spricht.
Jeder von uns kennt Dunkelheiten im persönlichen Leben: Misserfolg, Trauer über den Verlust eines Menschen, Ausgrenzung,… In den Fastenaktionen sind uns die dunklen Seiten dieser Erde wieder bewusster geworden: Armut, die Lebenschancen raubt, Krankheiten, die Leben stören, religiöser Fanatismus, der Leben zerstört. Immer wieder werden die Kerzen des Friedens, des Vertrauens und der Liebe ausgeblasen. Und viele sagen: Es macht keinen Sinn mehr.
Ostern ist hier das Fest gegen alle Sinnlosigkeit und Resignation. Jesus hat ja schon in seinem Leben diese drei Kerzen immer wieder am Brennen gehalten: Deutlich hat er in der Bergpredigt aufgezeigt, wie Menschen wahrhaft zum Frieden finden, nicht nur zu Waffenstillständen und faulen Kompromissen. Deutlich hat er zum Vertrauen aufgerufen zu einem gütigen Vater im Himmel und die Menschen daran erinnert, dass das Leben nicht aus Hektik und Gier besteht, sondern gelassen gelebt werden kann, weil Gott seine Sonne über allen aufgehen lässt. Deutlich hat er die Liebe zu Gott und den Mitmenschen angesprochen, keinen oberflächlichen und verengten Begriff von Liebe, sondern echte und ungekünstelte Sorge um den Mitmenschen.
Sein Leben ist wie die Kerze der Zuversicht: So lange ich brenne, können wir die anderen Kerzen wieder anzünden, hat es in der Geschichte geheißen. Wer Ostern feiert, nicht nur so nebenbei, weil es halt jetzt im Kalender steht, der lässt sich anstecken, entzünden von der Osterkerze, der Kerze der Zuversicht, und kann die Kerzen des Friedens, des Vertrauens und der Liebe wieder anzünden. Wie hat es in der Lesung geheißen: Dankt dem Vater mit Freude, er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Amen


Fürbitten (Gottesdienst 5 – 7): gelesen von G5a

Gütiger Gott, dein Sohn ruft uns zur Umkehr und zu neuen Wegen auf. Deshalb kommen wir vor dem Osterfest mit unseren Bitten zu dir:

Vater im Himmel, lass und stets nach vorne blicken und gib uns durch das Osterfest den Mut, nie aufzugeben!

Eier, Hasen, Schokolade allein – das ist kein richtiges Osterfest. Lass uns den wahren Sinn des Osterfestes immer mehr begreifen und zusammen mit unserer Familie und Pfarrgemeinde feiern!

Schenke uns einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensmitteln und gib uns die Einsicht, dass wir durch unser Verhalten mitentscheiden, wie Lebensmittel hergestellt werden!

In der Fastenzeit haben wir für junge Frauen in El Salvador, für Kinder in Afghanistan und Afrika und für die Amberger Tafel Geld gespendet. Gib den Menschen durch unsere Spende Zuversicht und Hoffnung!

Schenke allen Menschen durch die Feier des Osterfestes inneren Frieden, Mut und Zuversicht.

Herr Jesus Christus, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wir danken dir für deine große Liebe und preisen dich mit dem Vater und dem Heiligen Geist, jetzt in dieser Stunde und in Ewigkeit. Amen.

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Fürbitten (Gottesdienst 8 – 12): gelesen von G10b

Gütiger Gott, dein Sohn ruft uns zur Umkehr und zu neuen Wegen auf. Deshalb kommen wir vor dem Osterfest mit unseren Bitten zu dir:

Wir bitten für die Kranken und alle Menschen, die wie unsere ehemalige Mitschülerin Lisa Benner einen Schicksalsschlag erleiden mussten, dass sie aus dem Osterfest Mut und Zuversicht schöpfen.

Wir bitten für alle Opfer von Terror, Gewalt und Unfrieden: Gib den Hinterbliebenen aufmerksame Menschen, die ihnen beiste-hen und lass die Menschen Schritte zum Frieden und zur Ver-söhnung lernen.


In der Fastenzeit haben wir für junge Frauen in El Salvador, für Kinder in Afghanistan und Afrika und für die Amberger Tafel Geld gespendet. Gib den Menschen durch unsere Spende Zuversicht und Hoffnung!

Herr, in der Fastenzeit wollten wir unseren Lebensstil überdenken und uns neu ausrichten. Hilf uns umzukehren, damit die Güter der Erde gerechter verteilt werden und so das österliche Licht zu allen Menschen kommt.

Schenke allen Menschen durch die Feier des Osterfestes inneren Frieden, Mut und Zuversicht.

Herr Jesus Christus, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wir danken dir für deine große Liebe und preisen dich mit dem Vater und dem Heiligen Geist, jetzt in dieser Stunde und in Ewigkeit. Amen.

Gabenbereitung:

Gabengebet:

Gott, dein Sohn hat Brot und Wein zu Zeichen seiner grenzenlosen Hingabe zu uns Menschen gemacht. Stärke uns durch diese Gaben, damit wir die Welt in deinem Geist verändern und erneuern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen


Hochgebet:


Sanktus:


Vater unser


Friedenslied:

Kommunion: Instrumental


Meditationstext für die Klassen 5 - 7

Verheißung
Von der Dunkelheit der Nacht zum hellen Licht des Tages,
vom schweren Leid zur wahren Freude,
von langer Gefangenschaft zur immerwährenden Freiheit,
vom Tod zum Leben,
von der Erbschuld Befreiung, zur ewigen Anschauung Gottes;
denn Gott ist Licht, Leben und Liebe.

Er ist gütig und barmherzig und voll des Friedens.
In ihm ruht die ganze Fülle des Seins.
In ihm finden wir Erlösung.

Wie Christus von den Toten auferstanden ist,
werden auch wir auferstehen und leben in seinem Reich!

Ruhm und Ehre, Preis und Dank dem Herrn, unserem Gott, unserem Schöpfer und Herrscher. Ihm gebührt Lob in Ewigkeit.
Amen.
© Unbekannter Verfasser

Quelle: http://gebetbuch.com/gebete/ostergebete

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Meditationstext für die Klassen 8 bis 12
Ostern, dein Licht verheißt und Leben
Herr, das Dunkel beherrscht so oft unser Leben; es umgibt uns, und in seiner Stille können wir uns verlieren. Doch Du lässt uns nicht im Dunkeln, nicht im Tod und im Verlorensein. Dein Licht verheißt uns Leben! Es vertreibt die Finsternis! Es ruft uns heraus aus den tiefschwarzen Grotten unserer erkalteten Herzen.
Und so sehnen wir es herbei: das erste Licht des Ostertages, an dem wir mit der Auferstehung deines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn und Erlösers, den Sieg des Lebens feiern, mit der Zusage unserer Auferstehung.
Herr, lass uns das Licht des Lebens leuchten. Amen
Autor unbekannt
Quelle: http://www.heinzpangels.de/ostern_11.htm
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Schlussgebet

Allmächtiger Gott, vor den österlichen Tagen bitten wir dich: Wecke uns auf zum Leben, damit wir uns zutrauen, diese Welt mit unserem Einsatz zu verwandeln, so wie sie dein Sohn verwandelt hat durch sein Leben, durch sein Sterben und durch seine Auferstehung.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen


Ferienwünsche, Ostergrüße und Dank


Schlusslied:

aktuelle Termine:

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Buß- und Bettag

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07.12.2017

Elternsprechtag 1

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von 15.30 - 19.00 Uhr...

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Gottesdienst in St. Martin
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