Ostern

Vorösterlicher Gottesdienst
Freitag, 27.03.2015

„Wachsen und leben“

Einzug und Eingangslied:

Liturgische Begrüßung

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wieder stehen wir vor den österlichen Tagen. Die kommende Woche ist der Höhepunkt des Kirchenjahres. Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Christus ist durch seinen Tod hineingewachsen in ein neues Leben. Wir sind auf dem Weg weiterzuwachsen und bitten ihn deshalb am Beginn um sein Erbarmen:

Kyrie-Rufe

Guter Gott, wir sehen nach der langen Zeit des Winters um uns herum das Leben neu erwachen. Du schenkst den Blumen und Bäumen durch die Strahlen der Sonne neue Energie, um zu kräftigen, gesunden Pflanzen heranzuwachsen. So stärkst du auch uns, damit auch wir an unseren Aufgaben wachsen können und mit neuer Kraft daraus hervorgehen.

Kyrie-Ruf (gesungen)

Guter Gott, du bist der Schöpfer allen Lebens auf dieser Erde. Du hast uns geschaffen. In allen Situationen des Lebens stehst du an unserer Seite und begleitest uns. Du liebst uns so wie wir sind und wir dürfen in allen Situationen zu dir kommen. Dafür danken wir dir.

Guter Gott, für uns Menschen hast du deinen Sohn, Jesus Christus, dahingegeben, um uns zum ewigen Leben bei dir zu führen. Dies dürfen wir ganz besonders an den Ostertagen spüren. Dafür danken wir dir.

Vergebungsbitte

(kein Gloria!)

Tagesgebet

Lasset uns beten:

Gütiger und lebendiger Gott, du bist der Grund allen Lebens und wirst „Gott der Lebenden, nicht der Toten“ genannt. Wie deinen Sohn Jesus Christus rufst du uns aus dem Tod zum Leben, aus der Dunkelheit in dein Licht.
Erfülle uns mit Zuversicht, dass wir trotz aller Widerstände und Rückschläge dem Leben entgegenwachsen dürfen, das dein Sohn verkündet hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Lesung aus der Apostelgeschichte

Petrus begann zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Er hat den Israeliten das Wort gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller.
Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Jesus verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet. Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkünden und zu bezeugen: das ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.

Wort des lebendigen Gottes

Gesang nach der Lesung

Evangelium

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster zum Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein, er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

Predigt

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen

Mit den beiden Texten, die wir eben gehört haben, greifen wir schon deutlich auf das Osterfest voraus. Das Evangelium ist das Evangelium des Ostersonntags und die Apostelgeschichte begleitet und mit ihren Texten durch die ganze Osterzeit.
Fasten und Osterzeit gehören ja zur „österlichen Zeit“ zusammen und da wir in jeder Eucharistiefeier den Tod und die Auferstehung Jesu verkünden, ist es sicher nicht ganz abwegig, auch in der Endphase der Fastenzeit, der sog. „Passionszeit“ diese Texte zu hören.
Beginnen wir mit der Lesung. Petrus fasst noch einmal kurz das Wirken Jesu zusammen: „Wie dieser umherzog, Gutes tat,…“. Er kommt auf die Kreuzigung zu sprechen, auf den Pfahl, und auf die Auferstehung. Mit dabei waren in dieser Zeit seine Jünger, die alles hautnah erlebten, wohl nicht alles verstanden, was sie da sahen, sich vielleicht ganz falsche Hoffnungen machten. Mit dabei waren auch die Frauen, die einen ganz eigenen Blick auf Jesus hatten, allen voran Maria aus Magdala. Ihre Geschichte mit Jesus ist eine besondere.
Nach allem, was geschehen war, finden wir sie im Evangelium nun am Grab. Wir stellen uns das gewöhnlich so vor, wie es dasteht. Aber die Hl. Schrift schaut tiefer, sie lotet auch die Seelenzustände aus. Die Frage lautet also: Von welchem Stein spricht das Evangelium? Ist es ein äußerer Grabstein, oder ein innerer Stein auf dem Herzen Marias? Der Stein lastet schwer auf ihrem Herzen seit der Kreuzigung. Der weggerollte Stein – ist er nicht ein Ostersymbol ganz anderer Art? Fällt Maria ein Stein vom Herzen? Nicht dass jetzt alles wieder wie am Anfang wäre, wie damals in Galiläa, als sie Jesus kennenlernte, aber sie ist offensichtlich weitergewachsen und gereift. Es dämmert ihr etwas: Man hat den Herrn weggeholt und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Im weiteren Verlauf wird der Evangelist diese Erkenntnis weiterführen und aufklären, wohin man Jesus gelegt hat: In das Herz dieser Jüngerin! Jesus sagt zu ihr „Maria“! Und Maria antwortet „Mein Meister“. So wird sie schrittweise zur Apostolin der Apostel, die sie dann mitnimmt. Und auch die Jünger stellen sich ihren Gräbern, ihren Abstürzen und Brüchen und beginnen zu begreifen, wie es die Lesung ausdrückt.
Ostern ist zunächst ein Fest, das jährlich wiederkehrt. Aber Ostern ist mehr. Es ist der Hinweis, dass nach Phasen der Trauer, der Belastung und des Dunkels Steine vom Herzen fallen und das Leben neu wachsen und reifen kann. Nach langem Stillstand und Schweigen, nach Zweifel und Kämpfen rollt der Stein weg, das Grab ist leer, Leben beginnt neu. Ich wünsche euch, liebe Schülerinnen zum bevorstehen Osterfest, dass ihr die Erfahrung macht, dass Steine vom Herzen fallen können durch das richtige Wort, durch eine Geste, durch eine Erkenntnis. Denn Ostern nicht ein Ereignis der Vergangenheit und betrifft nicht nur die Jünger von damals, es geht jetzt unser Leben an. Amen

Fürbitten

Gütiger Gott, dein Sohn ruft uns zur Umkehr und zu neuen Wegen auf. Deshalb kommen wir vor dem Osterfest mit unseren Bitten zu dir:

  1. Herr, viele Menschen haben ihr Zuhause verloren und sind auf der Flucht. Berühre die Herzen der Menschen, dass sie Aufnahme und ein neues Zuhause finden, damit sie wachsen und leben können.

  2. Herr, oft stehen wir vor scheinbar unlösbaren Aufgaben. Hilf uns diese zu meistern und an ihnen zu wachsen.

  3. Herr, oft ist das Leben voll von Angst. Schenke uns Mut und Kraft, um die schönen Seiten des Lebens zu entdecken.

  4. In der Fastenzeit haben wir für junge Frauen in El Salvador, für Schülerinnen und Schüler in Afghanistan, für ausgebeutete und misshandelte Frauen, für Menschen auf den Philippinen und für bedürfte Menschen in Amberg Geld gespendet. Hilf, dass durch unsere Gaben diese Menschen wachsen und leben können!

Herr Jesus Christus, du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wir danken dir für deine große Liebe und preisen dich mit dem Vater und dem Heiligen Geist, jetzt in dieser Stunde und in Ewigkeit. Amen.
Gabenbereitung

Gabengebet:

Gott, dein Sohn hat Brot und Wein zu Zeichen seiner grenzenlosen Hingabe zu uns Menschen gemacht. Stärke uns durch diese Gaben, damit wir die Welt in deinem Geist verändern und erneuern.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Sanktus

Agnus Dei

Kommunion

Text nach der Kommunion:

Für die Jahrgangsstufen 5 – 7: „Wie der Regenbogen“

Wenn es regnet und die Sonne scheint,
steht der Regenbogen der Sonne entgegen.
Er ist das bunte Licht, das Begeisterung weckt.
Staunend stehen wir vor ihm.
Können uns nicht satt sehen.
Doch das Licht des Regenbogens
ist nur der Widerschein des Sonnenlichts,
Licht von Tausenden einzelnen Regentropfen verwandelt,
verzaubert, in Farbe getaucht.

Vater, lass mich wie ein Regentropfen sein,
öffne mich für das strahlende Licht,
durchfließe mich und lass mich erstaunen,
lass mich selbst erstrahlen in meinen Farben,
die ich doch dir verdanke.

Vater, lass uns Glaubende wie ein Regenbogen sein,
die deine Liebe in die Welt hinein spiegeln,
lass und diese Welt verwandeln und bezaubern,
und in verschiedene Farben tauchen,
wenn wir - so wie wir von dir gewollt sind -
deine Liebe weiterschenken.

Quelle: zum Beispiel wir - Das neue Jungendgebetbuch (kein Autor angegeben)

Für die Jahrgangsstufen 8 – 12: Wissen, wo´s lang geht

Manche Menschen wissen Bescheid.
Manche Menschen wissen, wo's langgeht.
Sie haben auf jede Frage eine Antwort.
Da gibt es ein glasklares
Schwarz oder weiß,
Ja oder Nein,
Gut oder böse.
Da gibt es kein Vertun.

Solche Menschen machen mir Angst.
Sie lassen keinen Freiraum -
freien Raum für Aufbrüche,
freien Raum für Durchbrüche,
freien Raum für Einbrüche,
freien Raum für Träume, Zweifel, Ängste.
Freien Raum lassen sie nicht,
die Menschen, die immer wissen, wo's langgeht.

Aber ich weiß auch etwas:
Die Bibel erzählt von Menschen,
die zweifeln (wie Thomas),
die Angst haben (im Seesturm),
die den Aufbruch wagen (wie Abraham),
(ohne zu wissen, wo's langgeht,)
die sich auf den Weg machen (nach Emmaus),
die sich auf ganz Neues einlassen (nach Pfingsten).
Menschen auf dem Weg.
Menschen auf der Suche.
Menschen mit Visionen.
Das ist beruhigend zu wissen.
Für meinen Lebensweg.
Weil ich manchmal nicht weiß, wo's langgeht.

Quelle: Christoph Müer in Fit für Gott - Gebete und Texte junger Christen

Schlussgebet:

Gütiger Gott, wir waren Gäste am Tisch deines Sohnes und haben das Brot des Lebens empfangen. Lass uns durch die Kraft dieser Speise wachsen und leben und so diese Welt im Geist deines Sohnes mitgestalten.
Darum bitten wir durch Christus, unsere Herrn. Amen

Dank/ – Oster- und Ferienwünsche

Segen

Schlusslied:

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