Schuljahresanfang

Anfangsgottesdienst 2012/2013
Donnerstag, 13.09.2012
08:00 Uhr in St. Martin

„Gott will etwas mit uns anfangen“

Eröffnungslied:

Begrüßung:
Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Wieder stehen wir am Beginn eines neuen Schuljahres. Ein Stück gemeinsamen Lernens und Lebens liegt vor uns. Jeder von uns fängt in gewisser Weise neu an. Das Wort „anfangen“ hat aber noch eine andere Bedeutung: Mit der/dem kann ich etwas anfangen! Dieser Bedeutung wollen wir heute nachgehen und auch der Frage, was wohl Gott mit mir anfangen will, welche Pläne er mit mir hat. Hören wir zunächst einen kurzen Dialog:

Hinführung: Dialog

Theresa:
„Und freust du dich auch schon auf den ersten Schultag?“

Sabrina:
„Ich hab ein mulmiges Gefühl, was mich dieses Schuljahr so alles erwarten wird.“

Theresa:
„Aber dafür siehst du all deine Freunde wieder und vielleicht bekommen wir neue Mitschüler. Ist das nicht schön?“

Sabrina:
„Mag schon sein, aber ich habe ein schlechtes Gefühl dabei, wenn ich auf neue Leute treffe. Vielleicht kann ich mit ihnen nichts anfangen. Das ständige Lernen ist anstrengend und kostet viel Zeit und Nerven. Darauf habe ich keine Lust.“

Theresa:
„Neue Mitschülerinnen können doch auch sympathisch sein. Wenn du dich reinhängst, schaffst du das Schuljahr mit Sicherheit.


Sabrina:
„Ich weiß ja nicht, mein Gefühl wird trotzdem nicht besser.“

Theresa:
„Aber stell dir vor, du kommst in eine neue Klasse und jeder würde so negativ gegenüber seinen Mitschülern eingestellt sein.“

Sabrina:
„Das mag schon sein, aber es kommt ja auch noch dazu, dass der Stoff von Jahr zu Jahr schwieriger wird und außerdem bekommen wir womöglich neue Lehrer, auf die man sich erst einmal einstellen muss.“

Theresa:
„O. k., lass uns einfach den Beginn des Schuljahres als Neuanfang betrachten.“

Selina:
Anfang, alles hat einen Anfang und so stehen wir auch heute wieder vor dem Beginn eines Schuljahres. Wir wissen noch nicht, was alles auf uns zukommen wird. Jeder Anfang ist auch eine Chance, denn ich glaube: Auch Gott will mit uns wieder etwas anfangen.


Bitten wir Gott um sein Erbarmen auf dem Weg durch das neue Schuljahr:

Kyrie:
Herr, du gehst auf uns zu, um mit uns etwas Neues anzufangen. Bin bereit, mich auf neue Erfahrungen einzulassen?

Herr, du bist immer bei uns und begleitest uns am Beginn dieses neuen Schuljahrs. Werde ich selbst zu einem Begleiter für meine Mitschülerinnen, der andere ermutigt und unterstützt?

Herr, du liebst jeden Menschen bedingungslos. Werde ich mich selbst darum bemühen, mit den Menschen etwas anfangen zu können, mit denen mir das Zusammenleben schwer fällt?

Vergebungsbitte


Gloria:

Tagesgebet:
Gütiger und barmherziger Gott, heute am Beginn des neuen Schuljahres wird uns bewusst: Du willst mit uns etwas anfangen. Sende uns im neuen Schuljahr die Gaben des Hl. Geistes, damit wir erkennen, was der Sinn unseres Lebens ist.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.


Lesung aus dem Buch der Psalmen:

Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner. Denn er hat ihn auf Meere gegründet, ihn über Strömen befestigt.
Wer darf hinaufziehen zum Berg des Herrn, wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz, der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.
Er wird Segen empfangen vom Herrn und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen, die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.
(Ps 24, 1 – 2. 3 – 4ab. 5 – 6 )

Wort des lebendigen Gottes

Antwortgesang

Aus dem Evangelium nach Matthäus:

Als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte. Er setzte sich und lehrte das Volk vom Boot aus.
Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.
Das taten sie und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen.
Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir, ich bin ein Sünder. Denn er uns alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso erging es Jakobus und Johannes, die mit Simon zusammen arbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.
(Lk 5,1 – 11, leicht gekürzt).

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Predigt

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Den Psalmausschnitt, den wir eben in der Lesung gehört haben, preist Gott als Herrn der Erde: Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erkreis und seine Bewohner. Da sind vor allem die Menschen gemeint, wir. Mit der Frage, wer darf hinaufziehen zum Berg des Herrn? Wird klar: Es ist ein Wallfahrtlied. Wallfahrten sind ja Sinnbilder unseres Lebens, unseres Weges auf Erden. Mit dem neuen Schuljahr beginnen wir einen neuen Schritt auf diesem Lebensweg. Als Christen glauben wir ja, dass das Leben nicht einfach so sinnlos dahin läuft und dann einfach irgendwie belanglos endet. Nein wir reden vom Sinn des Lebens, vom Großen Ganzen, von einer Aufgabe, die wir Menschen zu erfüllen haben, ja sogar von einer Vollendung über den Tod hinaus. Wir könnten dies auch mit dem Satz zusammenfassen: Gott will mit dir etwas anfangen.
Nun haben wir diesen Satz einfach so als Motto genommen, aber es stellt sich die Frage: Will er überhaupt mit uns Menschen etwas anfangen. Diese Frage beantwortet die Bibel und auch das heutige Evangelium mit einem klaren „Ja“. Schon der Schöpfungsgedanke sagt: Er hat uns ins Dasein gerufen, es ist kein blinder Zufall, dass ich da bin, also will er mit mir etwas anfangen. Jesus wollte gerade mit dem schwachen und sündigen Petrus etwas anfangen, weil er spürte. Ihn ihm steckt viel Potential. Der reiche Fischfang, von dem das Evangelium spricht, ist ein Hinweis darauf. Auch in euch, liebe Schülerinnen, steckt viel Potential. Da gibt es viele Fähigkeiten. Das kommende Schuljahr mit all seinen Alltagen will diese Fähigkeiten wecken und fördern. Lehrer sind dazu da – ähnlich wie Jesus im Evangelium heute – diese Fähigkeiten zu fördern, nicht euch mit allem möglichen zuzureden, sondern eure Potentiale zu fördern, trotz oder gerade nach Niederlagen und Rückschlägen, wie es Petrus und seine Begleiter erleben mussten, als sie die ganze Nacht scheinbar vergeblich gearbeitet haben. Nehmen wir uns das Wort des Petrus zu Herzen: Herr, weil du es sagst, will die die Netze nochmals auswerfen. Also: Immer wieder, denn Gott will mit uns etwas anfangen.

Die zweite Frage lautet: Was will Gott mit uns anfangen? Das ist nun eine sehr persönliche Frage. Von Petrus haben wir im Evangelium gehört: Er hat das Boot verlassen und ist Jesus nachgefolgt als Menschenfischer. Seine Aufgabe war es ab jetzt, Menschen für die Botschaft Jesu zu begeistern, eine Neuausrichtung seines Lebens. Das Leben dieses Petrus wurde noch sehr abenteuerlich, sein Wirkungsfeld ging weit über den See Gennesaret hinaus. All dies hat er sich wohl in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.
Eure Lebenskreise werden sich sicher erst nach den Schuljahren ausweiten, aber es die Frage „Was Gott mit mir anfangen“ bewegt uns auch jetzt schon. Ich hoffe und wünsche, dass das neue Schuljahr viele Gelegenheiten bietet, in denen auch aufgeht, welche Richtung euer Leben nehmen könnte, wo ihr euch einmal unter den Vorzeichen unserer Zeit einsetzen könnt, um unserer Welt und Gesellschaft positiv euren Stempel einzuprägen.
Also, beginnen wir, das Potential von eurer Seite, der Wille Gottes ist vorhanden. Da muss doch Gutes entstehen – wie beim reichen Fischfang. Amen

Stille

Fürbitten
Lebendiger Gott, am Beginn des Schuljahres wollen wir dich bitten:

Barmherziger Vater, begleite uns durch das Schuljahr und gib uns die Kraft, die Anforderungen, die vor uns liegen, anzunehmen.

Schenke und Geduld und Ausdauer, wenn wir nicht mit allem, was uns im Unterricht begegnet, gleich etwas anfangen können.

Wir beten für alle, die das neue Schuljahr mit Sorgen beginnen, weil sie familiäre Probleme haben oder unter Versagensängsten leiden.

In vielen Ländern werden Mädchen benachteiligt. Stärke in den unterschiedlichen Kulturen die Einsicht, dass auch Frauen und Mädchen für die Entwicklung einer Gesellschaft wichtig sind.

Wir beten für alle, die die Schule schon hinter sich haben und in das Berufsleben einsteigen. Lass sie erkennen, was du mit ihnen anfangen willst.

Wir beten für die Kinder und Jugendlichen, die nicht erkennen können, was du mit ihnen anfangen willst, weil sie unter Krankheiten leiden oder in Katastrophen- und Kriegsgebieten leben.

Gütiger Gott, du kennst unsere Sorgen und Ängste, aber auch unseren guten Willen. Erhöre unsere Bitten, durch Christus unseren Herrn. Amen
Gabenbereitung:

Gabengebet:
Gütiger Gott, in den Zeichen von Brot und Wein erkennen wir, dass dein Sohn mit uns etwas anfangen will, dass er uns zu seiner Gemeinde umgestalten will.
Lass und diesen Auftrag auch im neuen Schuljahr erkennen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen


Sanctus:


Friedenslied:


Zur Kommunion: Instrumental



Meditation nach der Kommunion:

Anfangen heißt:
Auf ein leeres Blatt die ersten Wörter schreiben.
der neuen Klassenkameradin das erste schüchterne Lächeln abgewinnen.
den Mut haben, sich für die Klassengemeinschaft einzusetzen.
der verfeindeten Mitschülerin als erste die Hände reichen.
das Glück zu schätzen neue Dinge lernen zu dürfen.
Ein neues Schuljahr mit Zuversicht beginnen.
Anfangen heißt: auf Gottes Hilfe bauen.

Schlussgebet:
Lebensfreundlicher Gott, am Beginn des Schuljahres hast du uns an deinen Tisch geladen und gestärkt. Segne unseren gemeinsamen neuen Lebensabschnitt und begleite ihn mit deiner Güte.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen


Segen


Schlusslied:

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