Schuljahresschluss

Gottesdienst am Ende des Schuljahres 2009/2010
Freitag, 30.07.2010, 08:00 St. Martin

"Im Kreislauf der Zeit"

Eingangslied: Meine Zeit steht in deinen Händen…


Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wieder stehen wir am Ende eines Schuljahres. Gefühlt ist es für die meisten von uns schnell vergangen, auch wenn einzelne Stunden vielleicht langatmig waren. Wir spüren es: Wir stehen im Kreislauf der Zeit zwischen Unterrichts- und Ferienzeit. Hören wir am Beginn des Gottesdienstes Gedanken der Besinnung:





Einführung (dazu musikalische Untermalung):

Im Kreislauf der Zeit fragen wir uns: Was sind schöne Erinnerungen? Waren es Momente, erfüllt von Liebe und Freude? Wo waren die schwierigen Zeiten? War es der Verlust eines geliebten Menschen, ein Abschied?
Was wird die Zukunft bringen? Werde ich glücklich sein? Ich weiß es nicht und lasse alles auf mich zukommen. Einmal geht es bergauf, dann wieder bergab.
Es ist ein ewiger Kreislauf der Zeit. Auch das Schuljahr ist so ein Kreislauf. Eine Zeit lang geht alles gut, man versteht sich mit seinen Klassenkameradinnen, manchmal geht aber auch alles schief, mit den Noten, oder es wird einem alles zu stressig. Sicher gab es auch immer wieder eine neue Erkenntnis, einen Fortschritt, dann können wir uns heute dankbar an das vergangene Schuljahr erinnern.






Kyrie – Rufe:

Im Getriebe der Zeit vergessen wir oft unsere Mitmenschen um uns herum.


Im Getriebe der Zeit verlieren wir manchmal den Glauben an dich


Im Getriebe der Zeit fehlt uns immer wieder die Kraft, Probleme zu bewältigen


Kyrie – Lied: In Ängsten die einen…


Tagesgebet
Guter Gott, heute danken wir dir für das vergangene Schuljahr, für alles Schöne, das wir erfahren durften und für alles, was uns bereichert hat. Wir bitten dich, schenke uns in den kommenden Wochen Erholung an Leib und Seele und führe uns im neuem Schuljahr wieder zu einer lebendigen Gemeinschaft zusammen.
Darum bitten wir...


Lesung aus dem Buch Kohelet (Koh 1,4 – 11)

Eine Generation geht, eine andere kommt. Die Erde steht in Ewigkeit. Die Sonne, die aufging und wieder unterging, atemlos jagt sie an den Ort, wo sie wieder aufgeht.
Er weht nach Süden, dreht nach Norden, dreht, dreht, weht der Wind. Weil er sich immerzu dreht, kehrt er zurück, der Wind.
Alle Flüsse fließen ins Meer, das Meer wird nicht voll.
Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, kehren sie zurück, um wieder zu entspringen.
Alle Dinge sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll.
Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, as ist etwas Neues – aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.
Nur gibt es keine Erinnerung an die Früheren und auch an die Späteren, die erst kommen werden, auch an sie wird es keine Erinnerung geben bei denen, die noch später kommen werden.

Wort des lebendigen Gottes


Antwortgesang: Gott hört dein Gebet…


Evangelium: Mt 4, 18 – 22

Als Jesus am See von Galiläa entlang ging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie waren gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Ansprache (von Sophia Strack und Selina Wessel)

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!


Wecker tickt:
Wir stehen im Kreislauf der Zeit. Man könnte auch sagen, im Fluss der Zeit. Das Schuljahr beginnt im September. Wir schwimmen flussabwärts mit der Strömung, mit frischer Kraft aus den Sommerferien. Alles fällt uns leicht.
Mal sitzen wir die Zeit nur ab, lassen die Minuten ungenutzt verrinnen, schauen auf die Uhr und hoffen auf ein schnelles Stunden Ende. Abgesessene Zeit.
Sinnvoll nutzen wir die Stunden manchmal auch. Das Thema interessiert uns, wir passen auf. Wertvolle Zeit.
Ab und zu ist es auch so, dass uns die Zeit nicht reicht. Wir stehen unter Zeitdruck.

Um nochmals auf den Flusslauf zurückzukommen:
Oft schwimmen wir gegen die Strömung. Wir machen uns selbst das Leben schwer. Hindernisse verlangsamen zwar unsere Reise durchs Schuljahr, aber wir kommen immer an, egal für welchen Weg wir uns entscheiden.
Das alte Schuljahr ist nun beendet und in einigen Wochen beginnt ein neues. Doch bis dahin denken wir nicht an die Schule und schalten einmal ab vom stressigen, aber auch schönen Schulalltag.


Wecker tickt:
Wichtig für die Ferien ist: Genieße den Augenblick, lebe den Moment! Was steht in den Ferien an? Was unternehme ich? Ferien sind für uns von großer Wichtigkeit, wir erholen uns und tanken neue Kraft. Zeit heilt ja auch Wunden. Vielleicht braucht die ein oder andere von uns die Zeit, Enttäuschungen zu verarbeiten, Verwundungen, die es während des Schuljahres gegeben hat, heilen zu lassen. Habt ihr das schon einmal erlebt? Es stimmt! Zeit hilft uns in vielen Situationen über Schmerz und Schicksalsschläge hinweg.




Wecker tickt:
Im Evangelium haben wir eben gehört: Jesus beruft seine Jünger, Menschenfischer zu werden. Dazu müssen sie erst aus dem Boot aussteigen, den gewohnten Alltag hinter sich lassen. Jakobus und Johannes verlassen sogar ihren Vater, ihre Familie und Freunde. Vor der neuen Aufgabe haben sie vielleicht Angst. Doch nach dem Ausstieg aus dem Boot und einer Pause warten neue Aufgaben auf sie. Denn das Leben ist wie ein Kreislauf und benötigt Veränderungen, um interessant zu bleiben.
Simon Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes vertrauen Jesus und legen die Zukunft in seine Hände. Das sollten wir auch machen. Wir steigen aus dem Boot des alten Schuljahrs aus und legen es in Gottes Hände. Denn warum soll ich den Schiffsbruch fürchten, wenn Gott das Meer ist?






Fürbitten:

Gütiger Gott, am Ende des Schuljahres kommen wir mit unseren Bitten zu dir:

Wir bitten für alle Schülerinnen und Schüler, die jetzt in die Ferien gehen können: Dass sie zur Ruhe kommen und neue Kraft und Lebensenergie tanken können.

Wir bitten für alle Jugendlichen in der Welt, dass sie eine faire Chance erhalten, ihr Leben auf eine gute Grundlage zu stellen.

Für unsere Familien, dass sie in der Zeit der Ferien und des Urlaubs Zeit für einander finden und so ihr Zusammenhalt gestärkt wird.

Wir bitten für alle, denen meist langweilig ist und die mit ihrer Zeit nichts anfangen können, dass sie ihre Fähigkeiten entdecken und kreativ zum Wohl der Mitmenschen einsetzen.

Wir bitten für die Menschen, für die niemand Zeit hat, dass ihnen durch aufmerksame Menschen Zeit und damit Anerkennung geschenkt wird.

Guter Gott, du hörst uns, wenn wir dich mit ganzem Herzen bitten. Wir loben und preisen dich, heute und in Ewigkeit. Amen.


Lied zur Gabenbereitung: Nimm o Herr die Gaben…

Gütiger Gott, mit den Gaben von Brot und Wein bringen wir das vergangene Schuljahr vor dich. Mache uns immer mehr zu Freunden deines Sohnes, der uns im Kreislauf der Zeit den Weg zum wahren Leben zeigt. Darum bitten wir...

Sanktus: Heilig rufen Himmel…

Friedenslied: Du und ich…

Kommunion: Instrumental

Besinnungstext nach der Kommunion: „Die Zeit“


Die Zeit verrinnt unaufhaltsam, unwiederholbar. Alles Vergängliche vergeht, unsere Kindheit, unser Leben, unsere Zeit.
Die Zeit sehen wir wie eine Sanduhr, oben die Zukunft, unten die Vergangenheit.
Die Gegenwart – ein fallendes Sandkorn. Hältst du es in der Hand, fällt ein neues. Das fallende Sandkorn kannst du nicht ergreifen, es ist unbegreiflich. Nur im fallenden Sandkorn liegt Leben. Nutze das fallende Sandkorn, jedes, das dir zufällt auf seine Weise, rechtzeitig, denn es ist einmalig und unwiederholbar. Nutze es verantwortungsvoll, denn es ist kostbar geschenkt.
Wirkliches Glück liegt darin, sich von der Vorstellung der Sanduhr zu lösen und selbst über die Zeit zu verfügen, anstatt von der Sanduhr gebannt von der Vorstellung der Zeit gefangen zu sein.
Wirkliches Glück liegt darin, sich von der Vorstellung der Sanduhr zu lösen, frei zu sein von der lärmenden Last aller drängenden Termine.
Gegenwart, das ist der Moment der absoluten Ruhe, obwohl sie in diesem Moment ist. Jetzt gibt es keine Grenzen für diesen Moment und darin liegt ewige Freude, eine Ahnung von Gott. Am siebten Tage sollst du ruhen, ruhen ohne Uhren, ohne Sanduhr. Nutze dieses Angebot!

(kurze Stille)


Schlussgebet

Gütiger Gott, in dieser Eucharistiefeier haben wir für das vergangene Schuljahr gedankt. Wieder liegt ein Lebensabschnitt im Kreislauf unserer Lebenszeit hinter uns. Heile, was in diesem Schuljahr misslungen ist und führe uns näher zu dir.
Darum bitten wir…

Ferienwünsche und Segen


Schlusslied: Sing and pray

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