Schuljahresschluss

Gottesdienst am Ende des Schuljahres 2015/2016
Freitag, 29.07.2016, 08:00 St. Martin

Thema: „Ruht euch ein wenig aus“

Eröffnungslied: Wer glaubt, ist nie allein

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wieder stehen wir am Ende eines Schuljahres. Welche Gefühle bestimmen uns? Dankbarkeit, die Freude, jetzt auch mal Zeit für sich zu haben, freie Zeit, die es zu füllen gilt mit Hobbys, Reisen, oder einfach mal entspannen. Hören wir dazu einen Text:

Meditationstext: Johannes und das Rebhuhn

Vom Apostel Johannes erzählt man sich, er habe gerne mit seinem zahmen Rebhuhn gespielt. Ein Jäger, der eines Tages vorbeizog und Johannes beobachtete, verwunderte sich sehr, dass ein so angesehener Mann sich dafür hergab. Es schien ihm, der Apostel könnte seine kostbare Zeit für wichtigere Dinge einsetzen. Deshalb fragte er ihn: Warum vertust du deine Zeit mit dem nutzlosen Tier? Johannes hielt erstaunt inne und gab zurück: „Weshalb ist der Bogen in deiner Hand nicht gespannt?“ „Das darf ich nicht“, erwiderte der Jäger, „sonst würde der Bogen an Spannkraft verlieren, und wenn ich einen Pfeil abschießen wollte, hätte er keine Kraft mehr.“ „Junger Mann“, belehrte ihn alsdann der alte Apostel, „so wie du deinen Bogen immer wieder entspannst, so musst du auch dich selbst immer wieder erholen. Sonst fehlt dir die Kraft für eine große Anspannung, und du kannst nicht mehr tun, was notwendig ist.“

Kyrie-Rufe:

Guter Gott, heute feiern wir als Schulgemeinschaft den Abschluss des Schuljahres 2015/16, das uns Erfolge und Misserfolge gebracht hat. Deshalb bitten wir um dein Erbarmen:

Im vergangenen Schuljahr haben wir unsere Kräfte oft zu wenig angespannt und haben deshalb unsere Möglichkeiten, gute Noten zu bekommen, zu wenig genutzt.

Herr, erbarme dich.

Manchmal haben wir uns, statt uns auszuruhen, in unnötige Aktivitäten gestürzt und damit den Bogen unserer Belastbarkeit überspannt.

Christus, erbarme dich.

Wir wollen nicht nach einem perfekten Leben suchen, sondern mit Problemen und Fehlern umgehen lernen und das Glück in den wesentlichen Dingen finden. Gib uns die Kraft dazu.

Herr, erbarme dich.

Vergebungsbitte

Glorialied:

Tagesgebet

Das Ende eines Schuljahres ist ein guter Zeitpunkt, um auf das Vergangene zurückzublicken. Wir wollen dankbar sein für die guten Tage, und für das, was uns gelungen ist.
Für die unangenehmen Dinge wollen wir nicht allein die anderen verantwortlich machen, sondern zugeben, dass wir selbst auch nicht ganz unschuldig sind. Lass uns das Vergangene abschließen und in deine Hände legen. Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Mein Kind, warum willst du dir so viel Mühe bereiten?
Es bleibt doch keiner ungestraft, der zu hastig vorandrängt.
Läufst du zu rasch, erreichst du das Ziel nicht;
fliehst du zu schnell, entkommst du nicht.
Da müht sich einer, plagt sich und hastet,
doch umso mehr bleibt er zurück.
Da ermattet einer und bricht unterwegs zusammen,
ist arm an Kraft und reich an Schwäche,
doch das Auge des Herrn schaut ihn gütig an,
Er richtet sein Haupt auf und erhöht ihn,
so dass viele über ihn staunen.
Der Lohn des Herrn für den Gerechten steht fest,
sein Wille setzt sich für immer durch.
Mancher wird reich, weil er sich plagt,
doch verwirkt er das, was er erworben hat.
Er sagt zu gegebener Zeit: Ich habe Ruhe gefunden,
nun will ich meine Güter genießen. [...]
Gottes Segen ist der Lohn des Gerechten,
zur bestimmten Zeit blüht seine Hoffnung auf.

Wort des lebendigen Gottes

Gesang nach der Lesung:

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.
(Mk 6,30 – 34)

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Ansprache:

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ruht euch ein wenig aus – dieses Wort Jesu aus dem Evangelium könnte nicht passender sein für den letzten Tag des Schuljahres und den Beginn der Sommerferien. Bei diesem Satz denken viele sicher an „Nichts-Tun“, an „Einfach raus“, Dinge tun, die im Schulalltag zu kurz kommen, einfach eine Pause nach den aufreibenden und anstrengenden Wochen, die sich seit den Pfingstferien heuer doch sehr gezogen haben.
Bei den Jüngern geht es aber neben der Erholung auch darum, Kraft zu tanken – sie sollen erst einmal etwas essen, denn selbst dazu fehlt die Zeit – und auch das Geschehene zu überdenken und neue Aufgaben in den Blick zu nehmen.
Das Geschehene überdenken: Das heißt für ein Schuljahr, Bilanz zu ziehen mit der Frage: Wo stand ich am Anfang des Schuljahres, wo stehe ich heute? Habe ich mich weiterentwickelt? Gab es Rückschritte? Was nehme ich an Inhalten aus diesem Schuljahr mit? Habe ich die Inhalte schnell, schnell gelernt, um sie nach einem Leistungsnachweis schnell wieder zu vergessen. Dann ginge es nur um Noten, aber noch nicht um Bildung.
Ein weiteres: Jesus gönnt seinen Jüngern die Ruhe, weil sie tatsächlich etwas getan haben. Sie waren unterwegs, haben sicher die ein oder andere Niederlage einstecken müssen, kommen mit ihren Erfahrungen jetzt zurück. Das alles will verarbeitet werden. Auch wir brauchen Ruhe, wenn wir wirklich gearbeitet haben. Wer sich das ganze Schuljahr gelangweilt hat und kaum etwas getan hat, wird die Ferien eher als eine andere Form der spannungslosen Langeweile betrachten. So stellt sich in einer Schulgemeinschaft die Frage: habe ich das getan, was von mir erwartet werden kann? Oder habe ich die Arbeit auf andere abgewälzt? Nur wenn alle gemeinsam tragen, können wir von Gemeinschaft sprechen, sonst bleibt dieses Wort eine Leerformel wie sie viele große Worte.
Und ein drittes: Ruhe führt zur inneren Besinnung. Im hektischen Schulalltag werden ja oft die tieferen Fragen und Probleme verdrängt. Da kann dann schon eine schlechte Noten zu Angst und einer Krise führen nach dem Motto. Ich kann sowieso nichts, ich bin nichts wert. Wenn Jesus seine Jünger zur Ruhe einlädt, sagt er ihnen: Ihr seid mir etwas wert, nicht als Arbeitskräfte für meine Mission, Jesus ist ja kein Sektenguru, der seine Jünger „auspresst“, sondern als Menschen: Auch heute gilt: Unabhängig von euren schulischen Leistungen seid ihr als Menschen unendlich viel wert. Es ist kein Zufall, dass es euch gibt. Die Gesellschaft braucht euch, eure Fähigkeiten, euren Einsatz. Die Frage steht auf: Welcher Lebensstil ist in einer globalisierten Welt angemessen? Welche geistigen und spirituellen Grundlagen brauche ich? Eines ist klar: Der momentane Lebensstil ist nicht zukunftsfähig, der Eine-Welt-Gedanke kommt immer konkreter auf uns zu. Kulturen sind in Bewegung, Menschen stehen vor der Tür.
Ja, wir brauchen immer wieder die Pause, um uns der wesentlichen Fragen bewusst zu werden. In diesem Sinn heißt es: Ruht euch ein wenig aus. Amen

Fürbitten:

Vater im Himmel, du selbst hast am siebten Tag der Schöpfung geruht und uns Menschen aufgefordert, uns nicht zu Sklaven der Arbeit zu machen. Deshalb wollen wir dich bitten:

  1. Begleite uns alle - Schülerinnen, Lehrkräfte und Schulpersonal - durch die Ferien- und Urlaubszeit und lass uns viel Freude und Erholung erfahren.


  2. Gib, dass wir in den Ferien keine freie Zeit vergeuden, sondern sie denjenigen Menschen schenken, die wir während der Schulzeit eher vernachlässigen.


  3. Lass alle Schülerinnen, die unsere Schule nach erfolgreichem Abschluss verlassen haben oder an eine andere Schulart oder ins Berufsleben übertreten, ihre Ferien genießen trotz ihrer Angst vor dem unbekannten Neuen.


  4. Schenke all den Menschen, die ihre ganze Kraft in ihren Beruf gesteckt haben und jetzt den Ruhestand antreten - ganz besonders aber unseren Lehrkräften - die verdiente Entspannung bei bester Gesundheit.

Guter Gott, wir danken dir für alles Gute, das wir von dir erfahren durften durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Gabenbereitung:

Gabengebet:

Gütiger Gott, mit den Gaben von Brot und Wein bringen wir das vergangene Schuljahr vor dich. Mache uns immer mehr zu Freunden deines Sohnes, der uns im Kreislauf der Zeit den Weg zum wahren Leben zeigt. Darum bitten wir...

Sanktus:

Agnus Dei:

Kommunion: Instrumental

Meditation nach der Kommunion:

Schlussgebet


Gütiger Gott, in dieser Eucharistiefeier haben wir für das vergangene Schuljahr gedankt und wir legen es nun in deine Hände. Was in diesem Schuljahr an Gutem ausgesät wurde, das lasse reiche Frucht für unser Leben bringen. Darum bitten wir…

Dank, Ferien- und Ruhestandswünsche

Segen

Der Herr segne uns alle.
Er segne die Fröhlichen, die voller Freude in die Ferien starten und die Traurigen, die Angst haben, sich in den kommenden Wochen zu langweilen.
Er segne die, die in fremde Länder reisen und die, die daheim bleiben.
Er segne die Menschen, die euch am Herzen liegen und auch die, die euch manchmal schwer im Magen liegen.
Er segne die Mitschülerinnen, auf deren Wiedersehen in sechs Wochen wir uns freuen und die Schülerinnen, die eine andere schulische oder berufliche Laufbahn einschlagen werden.
Er segne auch die Lehrkräfte, vor allem die, die nach einem jahrzehntelangen Arbeitsleben in den verdienten Ruhestand eintreten werden.
Gott sei mit seinem ganzen Segen bei euch und begleite euch an jedem Tag der Ferien, dass ihr viel Freiheit erleben könnt und ausgeruht und aufgetankt wieder zurückkommt.
Dazu segne euch der Lebenbejahende Gott, der Vater und der Sohn und der Hl. Geist. Amen

Schlusslied:

aktuelle Termine:

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Buß- und Bettag

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07.12.2017

Elternsprechtag 1

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11.12.2017

Elternsprechtag 2

für Gymnasium und Realschule
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22.12.2017

letzter Schultag vor den Weihnachtsferien

Gottesdienst in St. Martin
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