Weihnachten

Weihnachtsgottesdienst am 23.12.2009

"Das Geschenk der Könige"

Eingang: Instrumentalstück

Liturgische Begrüßung und Einführung:

Wir wollen unseren Gottesdienst vor den Weihnachtsferien beginnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes!

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Es ist wieder soweit! Der Unterrichtsbetrieb vor den Weihnachtsferien ist abgeschlossen, wir haben uns in der Sporthalle versammelt, die sich einmal im Jahr in einen Gottesdienstraum verwandelt. Wir sind hier, um uns gemeinsam auf das Weihnachtsfest einzustimmen, das wir einfach jetzt in seinem ursprünglichen Gehalt bedenken wollen. Die Lieder, Texte und Spielszenen des Wortgottesdienstes wollen uns dabei helfen. Eine Geschichte begleitet uns durch diesen Gottesdienst:

Spiel:

Ein Dollar und siebenundachtzig Cent. Das war alles. Und sechzig Cents davon bestanden aus Pennystücken. Pennys, die sie zu jeweils ein oder zwei Stück dem Krämer, Gemüsehändler oder Metzger abgehandelt hatte, bis sie mit schamroten Wangen den unausgesprochenen Vorwurf der Knauserigkeit spürte, den solches Feilschen mit sich brachte. Dreimal zählte Della das Geld nach. Ein Dollar und siebenundachtzig Cent. Und morgen war Weihnachten.
Da blieb allerdings nichts anderes übrig als sich auf die schäbige kleine Couch zu werfen und zu heulen. Das tat Della denn auch. Was einen zu der philosophischen Betrachtung veranlasst, dass das Leben aus Schluchzen, Seufzen und Lächeln besteht, wobei das Seufzen überwiegt. Während die Hausfrau allmählich aus dem erstgenannten Stadium in das zweite herabsinkt, wollen wir uns ihr Zuhause anschauen. Eine möblierte Wohnung für acht Dollar die Woche. Sie konnte durchaus keine rühmende Beschreibung heischen, sondern gehörte eigentlich auf die Liste der Polizei-Kommission für Nicht-Sesshafte.
An der Eingangstür unten befanden sich ein Briefkasten, in den nie ein Brief geworfen wurde, und ein elektrischer Klingelknopf, dem kein Sterblicher je einen Laut entlocken konnte. Und als letztes Zubehör war da eine Karte mit dem Namen »Mr. James Dillingham Young«. Das ausgeschriebene »Dillingham« hatte während einer früheren Periode des Wohlstandes vornehm wirken sollen, als der Träger des Namens noch dreißig Dollar in der Woche bekam. Doch jetzt, da das Einkommen auf zwanzig Dollar zusammengeschrumpft war, schienen die Buchstaben des Namens »Dillingham« so verschwommen, als dächten sie ernstlich daran, sich zu einem bescheidenen, anspruchslosen »D« zusammenzuziehen. Jedes Mal aber, wenn Mr. James Dillingham Young nach Hause kam und seine Wohnung betrat, wurde er von Frau James Dillingham Young, Ihnen schon als Della bekannt, »Jim« gerufen und stürmisch umarmt. So weit, so gut.

Della hörte auf zu weinen und machte sich mit der Puderquaste über ihre Wangen her. Sie stand am Fenster und sah traurig einer grauen Katze zu, die im grauen Hinterhof auf einem grauen Zaun entlang schlich. Morgen war Weihnachten und sie hatte nur einen Dollar und siebenundachtzig Cent, um Jim ein Geschenk zu kaufen. Seit Monaten hatte sie jeden Penny gespart und das war der Erfolg. Mit zwanzig Dollar in der Woche kam man nicht weit. Die Ausgaben waren größer gewesen, als sie vorausberechnet hatte. So ist es doch immer. Nur ein Dollar siebenundachtzig, um ein Geschenk für Jim zu kaufen. Für ihren Jim. Manche glückliche Stunde hatte sie damit verbracht, sich etwas Hübsches für ihn auszudenken. Etwas Schönes, Seltenes, Gediegenes - etwas, das wenigstens ein bisschen würdig gewesen wäre, Jim zum Besitzer zu haben.

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Die Schlaflosigkeit des Reichen lässt schwinden sein Fleisch, und die Sorge um ihn verscheucht ihm den Schlaf. Die Sorge um den Unterhalt vertreibt den Schlummer und schwere Krankheit verjagt den Schlaf.
Der Reiche quält sich, Vermögen zu sammeln, und wenn er ruht, greift er nach Lust.
Der Arme plagt sich, weil er des Vermögens entbehrt, und wenn er ruht, muss er darben.
Wer das Gold liebt, bleibt nicht ohne Schuld, und wer dem Geld nachjagt, wird darum betrogen.
Viele sind Opfer des Goldes geworden, ihr Verderben war nicht zu vermeiden.
Glücklich der Reiche, der schuldlos befunden und nicht hinter dem Geld herläuft.
Wer konnte sich verfehlen und verfehlte sich nicht, konnte Böses tun und tat es nicht?
Darum steht gefestigt sein Glück und Wohltaten verkündet die Gemeinde.

Wort des lebendigen Gottes

Plötzlich drehte sie sich vom Fenster weg und stellte sich vor den Spiegel. Ihre Augen glänzten hell, aber ihr Gesicht hatte innerhalb von zwanzig Sekunden jede Farbe verloren. Schnell löste sie ihr Haar und ließ es in seiner ganzen Länge herabfallen.
Es gab zwei Besitztümer der Eheleute James Dillingham Young, auf die sie beide mächtig stolz waren. Eines davon war Jims goldene Uhr, die schon seinem Vater und Großvater gehört hatte. Das andere war Dellas Haar. Hätte in der Wohnung jenseits des Lichtschachtes die Königin von Saba gewohnt, Della hätte ihr Haar eines Tages zum Trocknen aus dem Fenster gehängt, nur um die Juwelen und Geschenke Ihrer Majestät in den Schatten zu stellen. Und wäre König Salomo der Pförtner des Hauses gewesen und hätte alle seine Schätze im Keller aufgestapelt gehabt, so hätte Jim jedes Mal im Vorbeigehen seine Uhr gezückt, nur um ihn vor Neid seinen Bart raufen zu sehen.
Nun fiel also Dellas schönes Haar an ihr herab, wie ein brauner Wasserfall, glänzend und sich wellend. Es reichte ihr bis unter die Knie und umhüllte sie fast wie ein Gewand. Hastig steckte sie es wieder auf. Einen Augenblick noch zögerte sie, während eine oder zwei Tränen auf den abgetretenen roten Teppich fielen. Sie schlüpfte in ihre alte braune Jacke; sie setzte ihren alten braunen Hut auf. Mit wehendem Rock und immer noch mit einem hellen Schimmer in den Augen huschte sie zur Tür hinaus, die Treppe hinunter, auf die Straße.

Lied: Weihnachten bedeutet so viel

Sie hielt vor einem Schild, auf dem stand: »Mme. Sofronie, Haare aller Art«. Della rannte eine Treppe hoch und sammelte sich, noch außer Atem. Madame, sehr kühl, sah kaum so aus, als könnte sie Sofronie heißen.
»Wollen Sie mein Haar kaufen?«, fragte Della.
»Ich kaufe Haar«, sagte Madame. »Nehmen Sie Ihren Hut ab und zeigen Sie, wie es aussieht.«
Herunter rieselte der braune Wasserfall.
»Zwanzig Dollar«, sagte Madame und wog die Haarflut mit geübter Hand.
»Schnell, geben Sie es mir«, sagte Della.
Oh, und die nächsten zwei Stunden tänzelten vorbei auf rosigen Schwingen.

Sie durchstöberte die Läden nach dem Geschenk für Jim. Endlich fand sie es. Sicher war es für Jim und keinen anderen gemacht. Nichts kam ihm gleich in all den anderen
Läden, in denen sie das Unterste zuoberst gekehrt hatte. Es war eine Uhrkette aus Platin, schlicht und edel in der Ausführung; ihr Wert war nur am Material und nicht an protzigem Zierrat zu erkennen - so sollte es ja bei allen echten Dingen sein. Diese Kette war es wirklich wert, die Uhr aller Uhren zu tragen. Sobald Della sie sah, wusste sie, dass Jim sie kriegen musste. Sie war wie er. Schlicht und edel - diese Bezeichnungen trafen auf beide zu.
Einundzwanzig Dollar nahm man ihr dafür ab und mit den siebenundachtzig Cents eilte sie nach Hause. Mit dieser Kette an seiner Uhr konnte Jim in jeder Gesellschaft schicklich nach der Zeit sehen. Denn so prächtig die Uhr auch war, er sah bisher oft nur verstohlen drauf, weil er statt einer Kette nur einen alten Lederriemen dafür hatte.


Kinderchor: Singen wir im Schein der Kerzen

Als Della zu Hause ankam, wich ihr Freudenrausch ein wenig der Klugheit und Vernunft. Sie holte ihre Brennschere hervor, zündete das Gas an und machte sich daran, die Verwüstung zu heilen, die ihre Freude am Schenken in Verbindung mit ihrer Liebe angerichtet hatte. Das, meine Guten, ist immer eine ungeheure Aufgabe - eine Mammutaufgabe.
Nach vierzig Minuten war ihr Kopf mit winzigen, eng anliegenden Löckchen bedeckt, die ihr das Aussehen eines schulschwänzenden Lausbuben gaben. Sie musterte lange, sorgfältig und kritisch ihr Spiegelbild.
»Wenn Jim mich nicht umbringt«, sagte sie zu sich selbst, »bevor er mich eines zweiten Blickes würdigt, so wird er sagen, ich sehe aus wie ein Tanzgirl von Coney Island. Aber was konnte ich tun - oh, was konnte ich tun mit einem Dollar und siebenundachtzig Cent?«

Um sieben Uhr war der Kaffee fertig und die heiße Bratpfanne stand hinten auf dem Ofen, bereit die Koteletts aufzunehmen. Jim kam nie zu spät. Della nahm die Uhrkette zusammengelegt in die Hand und setzte sich auf die Tischkante bei der Tür, durch die er immer kam. Bald vernahm sie seinen Schritt weit unten auf den ersten Stufen und für einen Augenblick wurde sie ganz weiß. Sie hatte die Gewohnheit, im Stillen kleine Gebete für die einfachsten Alltagsdinge zu sprechen, und so flüsterte sie jetzt: »Lieber Gott, mach, dass er mich immer noch hübsch findet!«

Lied: Ein heller Stern

Aus dem Evangelium nach Matthäus (2,1 - 11)

Als nun Jesus geboren war, zu Bethlehem im Lande Juda in den Tagen des Königs Herodes, da kamen Weise aus dem Morgenlande nach Jerusalem und sagten: "Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Aufgehen gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen."
Als der König Herodes das hörte, erschraken er und ganz Jerusalem mit ihm. Und er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und forschte sie aus, wo der Messias geboren werden solle. Sie sagten ihm: "In Bethlehem im Lande Juda. Denn so steht geschrieben im Propheten: Und du, Bethlehem, Land Judas, aus dir wird der Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden wird.'"
Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und horchte sie aus, wann ihnen der Stern erschienen sei. Dann schickte er sie nach Bethlehem und sagte: "Ziehet hin und forschet genau nach dem Kinde, und sobald ihr es gefunden habt, lasst es mich wissen, damit auch ich komme und ihm huldige."
Nachdem sie den König angehört hatten, brachen sie auf. Und siehe, der Stern, den sie im Aufgehen gesehen hatten, zog vor ihnen her, bis er ankam und stehen blieb über dem Ort, wo das Kind war. Als sie aber den Stern erblickten, hatten sie eine überaus große Freude.
Sie traten in das Haus ein und schauten das Kind mit seiner Mutter Maria, fielen nieder und huldigten ihm. Dann öffneten sie ihre Schätze und brachten ihm Geschenke dar, Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Die Tür ging auf, Jim trat ein und machte sie hinter sich zu. Er sah schmal und sehr ernst aus. Armer Kerl, erst zweiundzwanzig und schon mit einem Hausstand belastet! Er brauchte einen neuen Mantel, hatte keine Handschuhe.
Jim blieb an der Türe stehen, bewegungslos wie ein Setter, der eine Wachtel wittert. Seine Augen waren auf Della gerichtet und hatten einen Ausdruck, den sie nicht deuten konnte und der sie erschreckte. Es war weder Zorn noch Überraschung, weder Missbilligung noch Entsetzen, überhaupt keines der Gefühle, auf die sie gefasst war. Er starrte sie ganz einfach an, mit einem höchst sonderbaren Ausdruck im Gesicht.

Della rutschte vom Tisch herunter und ging auf ihn zu. »Jim, Liebster«, rief sie, »schau mich nicht so an. Ich habe mir mein Haar abschneiden lassen und verkauft, weil ich Weihnachten einfach nicht überstanden hätte, ohne dir etwas zu schenken. Es wächst ja wieder nach - du bist doch nicht böse, oder? Ich musste es einfach tun. Meine Haare wachsen unheimlich schnell. Sag „Fröhliche Weihnachten“, Jim, und lass uns glücklich sein. Du ahnst ja gar nicht, was für ein schönes - wunderschönes Geschenk ich für dich habe.«
»Deine Haare hast du dir abschneiden lassen?«
»Abschneiden lassen und verkauft«, sagte Della. »Magst du mich nicht trotzdem genauso gern? Ich bin doch auch ohne Haare ich, oder?«
Jim schaute sich forschend im Zimmer um.
»Du sagst, deine Haare sind fort?«, sagte er mit fast idiotischem Ausdruck.
»Du brauchst nicht danach zu suchen«, sagte Della. »Sie sind verkauft, sag ich, verkauft und fort. Jetzt ist Heiliger Abend, mein Junge. Sei lieb zu mir, ich habe es doch für dich getan. Es kann ja sein, dass die Haare auf meinem Kopf gezählt waren«, fuhr sie fort, auf einmal ernsthaft zärtlich, »aber niemand könnte jemals meine Liebe zu dir messen. Soll ich jetzt die Koteletts aufsetzen, Jim?«

Nun schien Jim schnell aus seiner Betäubung zu erwachen. Er schloss seine Della in die Arme. Wir wollen daher zehn Sekunden lang höflich angestrengt einen belanglosen Gegenstand in entgegen gesetzter Richtung betrachten. Acht Dollar in der Woche oder eine Million im Jahr, was ist der Unterschied? Ein Mathematiker oder ein Schlaukopf würden uns eine falsche Antwort geben. Die drei Weisen aus dem Morgenlande haben kostbare Geschenke gebracht, aber dieses war nicht darunter. Unsere dunkle Andeutung wird sich später aufklären.

Jim zog ein Päckchen aus seiner Manteltasche und warf es auf den Tisch.
»Versteh mich nicht falsch, Dell«, sagte er »Ich glaube, kein Haareschneiden, Scheren oder Waschen brächte mich dazu, mein Mädchen weniger zu lieben. Aber wenn du dies Päckchen aufmachst, siehst du, warum ich erst eine Weile außer Fassung war«
Weiße Finger zogen behände an Schnur und Papier.
Ein entzückter Freudenschrei; und dann - o weh - ein schneller weiblicher Umschwung zu jähen Tränen und Klagen, welche den Herrn des Hauses vor die augenblickliche Notwendigkeit stellten, mit ganzer Kraft Trost zu spenden.

Denn da lagen sie, die Kämme - die ganze Garnitur von Kämmen, seitlich und hinten einzustecken, die Della so lange in einem Schaufenster am Broadway bewundert hatte. Herrliche Kämme, echt Schildpatt, mit juwelenverzierten Rändern - genau von der Farbe, die zu dem verschwundenen Haar passte. Es waren teure Kämme, das wusste sie, und ihr Herz hatte sie bloß begehrlich ersehnt, ohne im Entferntesten zu hoffen, sie je zu besitzen. Jetzt gehörten sie ihr, aber die Flechten, die diesen Traum-Zierrat hätten zieren sollen, waren fort. Doch sie drückte die Kämme an ihr Herz und endlich konnte sie aus verweinten Augen aufblicken und lächelnd sagen: »Meine Haare wachsen ja so rasch, Jim.«

Lied: Stern über Bethlehem

Und dann sprang Della wie eine kleine, angesengte Katze in die Höhe und rief: »Oh, oh!«
Jim hatte ja sein schönes Geschenk noch gar nicht gesehen. Sie hielt es ihm eifrig auf offener Hand entgegen. Das matt glänzende, kostbare Metall schien aufzuleuchten und ihre innige Freude widerzuspiegeln.
»Ist sie nicht ein Prachtstück, Jim? Ich habe die ganze Stadt abgejagt, bis ich sie gefunden habe. Du musst jetzt hundertmal am Tag auf die Uhr schauen. Gib sie mir. Ich möchte sehen, wie sie sich daran ausnimmt.«
Anstatt Folge zu leisten, ließ sich Jim auf die Couch fallen, faltete die Hände hinter dem Kopf und lächelte.
»Dell«, sagte er, »wir wollen unsere Weihnachtsgeschenke wegpacken und eine Weile aufheben. Sie sind zu schön, als dass wir sie gleich benützen könnten. Ich habe die Uhr verkauft, um das Geld für deine Kämme zu bekommen. Jetzt glaube ich, wäre es Zeit, die Koteletts aufs Feuer zu stellen.«

Predigt:

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Das ist ja eine schöne Bescherung für Jim und Dell! Jim hat seine Uhr verkauft für die Kämme, für Dells Haar und Dell hat ihr Haar verkauft für ein Armband. Ist das Armband jetzt wertlos, da es die Uhr nicht mehr gibt? Sind die Kämme überflüssig, da es Dells Haar nicht mehr gibt? Man hat auf den ersten Blick den Eindruck, als hätten die beiden ganz schön an einander vorbeigeschenkt! Doch das ist nur der erste Eindruck!
Auf den zweiten Blick (und mit ihn sieht man bekanntlich besser) spüren wir: Welche Liebe und Zuneigung steckt in diesen Geschenken! Totaler Einsatz, man trennt sich von Werten, um den einen großen Wert zu zeigen und zu sagen: ich liebe dich, du bist mein größter Wert, mein größter Schatz!
Bei der Begegnung der Weisen aus dem Osten mit Jesus ist es genauso. Sie haben einen Stern aufgehen sehen, sie wissen: da ist ein ganz Wichtiger für uns geboren, ein König und ein Retter. Sie überlegen, was sie ihm schenken können. (Aber wichtiger als die Geschenke sind ihr Herz und der Stern, der sie antreibt).Sie bringen Gold Weihrauch und Myrrhe. Damit wollen sie sagen: Du bist unser größter Schatz, du bist unser größtes Geschenk. Die Weisen aus dem Osten sind ja ein Sinnbild aller Völker und der Evangelist Matthäus
will sagen: Hier ist der größte Schatz der Menschen, ein Kind, ein Gottesgeschenk.
Doch wie in der Geschichte von Jim und Dell müssen wir das Ganze aus zwei Richtungen betrachten: Wenn dieses Kind ein Gottesgeschenk, Gottes Geschenk an uns ist, dann hat er seine ganze Liebe eingesetzt, dann sind wir Menschen sein "Schatz", an die er seine Liebe verschwendet. Der Apostel Paulus sagt es einmal ganz deutlich: Gott hat uns seinen Sohn geschenkt, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Dieses Ereignis, Weihnachten, ist die Quelle aller Geschenke. Sie sollen ausdrücken: Du bist für mich wichtig, du bist mein Schatz! Nun schenkt uns Gott ein Kind, einen Menschen! Soll das nicht heißen, dass wir für einander immer wieder zum großen Geschenk werden? Seit Weihnachten dürfte es keine oberflächliche, belanglose oder auch erniedrigende Begegnung zwischen Menschen mehr geben. Wenn Gott uns einen Menschen schenkt, dann hat das Folgen für unsere menschlichen Begegnungen.
Die Konsumjagd, die Flut von Geschenken, verdecken jedes Jahr mehr den eigentlichen Sinn, dieses Wissen, dass das wahre Geschenk (unbezahlbar) das ist, was uns Dell und Jim vorleben, ihre Sehnsucht, das Leben des anderen immer wieder zu bereichern. Bevor die Könige ihre Geschenke ablegten, hat Gott uns sein Geschenk gegeben, aus großer Liebe zu uns Menschen. Dies ist der Königsweg. Amen

Kurze Stille

Fürbitten:

Vater, überall begegnet man Hass, Intoleranz, Egoismus und Unmenschlichkeit. Lass durch die Botschaft des Weihnachtsfestes wieder mehr Licht in die Herzen der Menschen gelangen.

Wir bitten dich, erhöre uns!

Vater, viele Menschen haben auch in diesem Jahr Schicksalschläge erlitten. Gib ihnen die nötige Kraft und Hoffnung, diese verarbeiten zu können und ein schönes Weihnachten zu erleben.

Vater, nicht jeder kann zu Hause im Kreise der Familie das Weihnachtsfest feiern. Lass diese Menschen nicht einsam sein, sondern stütze sie durch deine Anwesenheit.

Vater, oft begehen Menschen schlimme Taten. Verhilf ihnen zur inneren Umkehr und weise ihnen den richtigen Weg.

Vater, oft sind wir Schüler großem Stress und Druck ausgesetzt. Gib uns durch den ‚Glauben an dich Durchhaltevermögen und schenke uns besinnliche Weihnachten.

Vater, viele Menschen assoziieren Weihnachen nur mit materiellen Gütern. Schenke ihnen die Erkenntnis über den eigentlichen Sinn dieses Festes.

Wir fassen unsere Fürbitten zusammen in dem Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser

Die Heiligen Drei Könige waren, wie Sie wissen, weise Männer - wunderbar weise Männer - , die dem Kindlein in der Krippe Geschenke brachten. Sie haben die Kunst des weihnachtlichen Schenkens erfunden. In ihrer Weisheit wählten sie sicher wohlweislich etwas aus, das, falls es schon auf dem Gabentisch vertreten war, umgetauscht werden konnte. Und da habe ich Ihnen nun mit unbeholfener Feder die recht ereignislose Geschichte von zwei närrischen Kindern in einer Wohnung erzählt, die einander gar nicht sehr weise, ihre größten Schätze geopfert haben. Aber in meinem Schlusswort an die Weisen unserer Tage möchte ich sagen, dass von allen, die schenken, diese beiden am weisesten waren. Von allen, die schenken und beschenkt werden, sind ihresgleichen am weisesten. Immer und überall. Sie sind die Könige.


Schlussgebet

Lasset und beten
Gütiger Gott, mit diesem Gottesdienst haben wir uns eingestimmt auf das Fest der Geburt deines Sohnes, den du der Welt geschenkt hast. Lass uns immer die Größe und den Wert dieses Geschenkes für die Welt erkennen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Dank an Frau Decker, Herrn Wecker, Herrn Hanauska und allen Schülerinnen der K12, die sich große Mühe in der Vorbereitung gemacht haben. Allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr!

Segen

Schlusslied: Lasst das Lied der Liebe

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