Weihnachten

Adventlicher Gottesdienst 20.12.2013
10:00 Uhr Sporthalle

„Licht sein für andere“

Eingangslied: Macht hoch die Tür…

Liturgische Begrüßung und Einführung:


Wir wollen unseren Gottesdienst vor den Weihnachtsferien beginnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes!

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Es ist wieder soweit! Der Unterrichtsbetrieb vor den Weihnachtsferien ist abgeschlossen, wir haben uns in der Sporthalle versammelt. Auf dem Adventsbrief an die Klassenforen und an Sie/Euch liebe Kolleginnen und Kollegen habe ich diesen Gottesdienst „Gottesdienst am Ende der Adventszeit“ genannt. Wir stehen noch im Advent, in zweiten Teil, der mit dem 17. Dezember begonnen hat. Deshalb soll auch nochmals der Advent im Mittelpunkt stehen. Die Geburt Jesu Christi erinnert uns daran: Gott will in uns Menschen immer wieder neu geboren werden. Bitten wir ihn am Beginn um sein Erbarmen:

Kyrie - Rufe
Herr, wie oft verbreiten wir Dunkelheit, weil wir auf andere herabschauen, weil wir an anderen vorbei leben, weil wir nicht zuhören und andere einfach stehen lassen und die Liebe oft übersehen.

Herr, erbarme dich

Auch in diesem Advent leben Völker in Frieden, in anderen Völkern herrschen Bürgerkrieg, Hunger und Not.

Christus, erbarme dich

In der Adventszeit fallen die Unterschiede zwischen arm und reich besonders auf, die einen kaufen Geschenke und planen das Weihnachtsfest, bei anderen herrscht Not, Ungewissheit und Einsamkeit.

Herr, erbarme dich

Der gütige Gott, der in unseren Herzen aufstrahlt als das Licht des Lebens, er erbarme sich unser, er nehme sich unserer Schattenseiten an, er heile unsere Herzen und bereite uns für das bevorstehende Fest seiner Geburt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Lesung aus dem Buch Jesaja

Auf, werde Licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz.
Man hört nichts mehr von Unrecht in deinem Land, von Verheerung und Zerstörung in deinem Gebiet. Deine Mauern nennst du „Rettung“ und deine Tore „Ruhm“. Bei Tag wird nicht mehr die Sonne dein Licht sein, und um die Nacht zu erhellen, scheint dir nicht mehr der Mond, sondern der Herr ist dein ewiges Licht, dein Gott dein strahlender Glanz. Deine Sonne geht nicht mehr unter und dein Mond nimmt nicht mehr ab, denn der Herr ist dein ewiges Licht, zu Ende sind deine Tage der Trauer. Dein Volk besteht nur aus Gerechten, sie werden für immer das Land besitzen als aufblühende Pflanzung des Herrn, als das Werk seiner Hände, durch das er seine Herrlichkeit zeigt. Der Kleinste wird zu einer Tausendschaft, der Geringste zu einem starken Volk. Ich, der Herr, führe es schnell herbei, sobald es Zeit dafür ist.
(Jes 60, 1 – 3.18 – 22)

Wort des lebendigen Gottes

Gesang: Kinderchor

Evangelium

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus Davids stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über diese Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der hl. Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria. Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus


Die vier Kerzen (Szene)

Sprecher:
Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still, so still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste seufzte und sagte.

1. Kerze:
Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.

Sprecher:
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und sagte.

2. Kerze:
Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.

Sprecher:
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus. Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort.

3. Kerze:
Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.

Sprecher:
Und mit einem letzten Aufflackern war dieses Licht gelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:

Kind:
Aber, aber, ihr sollt doch brennen, nicht aus sein!

Sprecher:
Und fast fing es an zu weinen.

4. Kerze:
Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.

Sprecher:
Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Kind und Sprecher:
Lieber Gott, lass uns Licht werden, erfüllt von dir, damit wir leuchten in dieser Welt! Licht ist geduldig, heiter, gerecht. Wir möchten Licht sein durch dich.
Bleibe bei uns und wir werden anfangen, zu leuchten wie du leuchtest. Wir werden anfangen zu leuchten, dass wir anderen ein Licht sein können.
Mach uns zum Werkzeug deines Friedens, dass wir dein Licht anzünden, wo Finsternis regiert.

Unsere Klassenspenden – Licht für Menschen in aller Welt

Unsere Spendenaktionen in der Adventszeit wollen Menschen, besonders auch Kindern in der Einen Welt Zukunft und Hoffnung geben. Auch in diesem Advent standen wieder vier Projekte zur Auswahl. Für jedes Projekt übergibt nun eine Klasse ihre Spende und sagt, warum sie dieses Projekt ausgewählt hat:

R9a: Caritas – Baby – Hospital

G8a: HaitiCare

G7b: AIDS – Waisen: Siyabonga und Go ahead!

R5b: FLIKA

Hinweis auf das Weihnachtsglas

Auch in diesem Jahr stand unser Weihnachtsglas als stiller Begleiter während des Jahres im Steinernen Gang bei der Flaschenrückgabe. Der Erlös fließt auch in diesem Jahr in unsere Aktionen mit ein. In diesem Jahr kamen € 791,41 zusammen. Es ist beeindruckend, wie aus kleinen Beträgen eins so große Summe wachsen kann.

Lied: Mach dich auf und werde Licht (Kanon)

Kurzansprache

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielleicht haben sich manche von Ihnen und Euch gewundert, warum der Gottesdienst in diesem Jahr nicht „Weihnachtsgottesdienst“, sondern „Gottesdienst am Ende der Adventszeit“ heißt. Ganz einfach, weil es noch nicht Weihnachten ist. Die Lieder und die Texte sollten den Advent als eigenständige Zeit des Kirchenjahres wieder stärker herausstellen. Denn zugegeben: Wer spricht noch vom Advent?
Zunächst wäre es wichtig, sich Zeiten der Stille zu reservieren, um die Botschaft des Advents zu hören.
Schon das Zeichen des Advents, der Adventskranz, spricht vom Licht. Davon war auch in diesem Gottesdienst schon viel die Rede. Während am Adventskranz Sonntag für Sonntag eine Kerze angezündet wird, gehen in der Geschichte von den vier Kerzen nach und nach die Lichter aus. Das ist eine sehr realistische Beschreibung: Trotz aller Lichterketten, es gibt wenig Licht, Erleuchtung und Erkenntnis unter uns Menschen. Dafür wäre im Advent „Zeit“.
Der Lesungstext aus dem Buch Jesaja will Menschen Mut machen. Denn was hier steht, ist ja nicht die Wirklichkeit, sondern ist Hoffung! Der Advent ist Zeit der Hoffnung, dass die Menschen die wahren Kräfte, die in ihnen stecken, nutzen zum Aufbau einer neuen Welt. Nur ein Idealbild? Ideale sind nicht dazu da, dass man sie anhört und dann abwinkt, sondern sie wollen uns Kraft zur Veränderung geben: Es mehr möglich als du denkt! Heil und Himmel sind keine unerreichbaren Welten, sie sind nahe! Das Licht ist nahe!
Da bin ich dann schon beim Evangelium: Lassen wir einmal die Nebensächlichkeiten wie „Engel“ und „Jungfrau“, die nicht mehr so in unser Verständnis passen bei Seite und konzentrieren wir uns auf die eigentliche Aussage: es geht um das Kind, das da geboren werden soll, seine Zukunft wird verdeutlicht: Er ist der Sohn des Höchsten, der Messias und seine Herrschaft wird kein Ende haben? Das Licht bekommt in diesem Kind ein Gesicht!

Der Advent stellt deshalb an uns die Frage: Wie wollen wir in Zukunft leben – ist es eine messianische Zeit des Lichts oder ein unerleuchtetes Hineinstolpern in eine ungewisse Zukunft nach dem Motto: Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot? Was kümmert mich die Zukunft? Was kümmern mich die Mitmenschen?
Im Weihnachtsevangelium wird es heißen: Das Licht leuchtet in der Finsternis! Jedes Jahr stellt der Advent an uns die Frage: Für welchen Weg entscheidest Du Dich? Ist das Anzünden der Kerzen nur ein Ritual, ein schöner Brauch, oder eine Lebenshaltung? Amen

Fürbitten:

Gütiger Gott, wir sind in den Dunkelheiten dieser Welt auf der Suche nach dem Licht, das von dir kommt und bitten dich:

Wir wollen und Bitten und Fürbitten für die Menschen um uns, aber auch in der weiten Welt zusammenfassen in dem Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser (gemeinsam)

Lied: Kinderchor

Besinnungstext:

Ich lade dich ein, mit mir zusammen eine Kerze anzuzünden! Wir wollen in die Flamme schauen und ich will mit dir darüber nachdenken, was Weihnachten für uns ist.

Denke zum Beispiel daran, dass Menschen seit Jahrmillionen an dunklen Abenden gemeinsam in die Flamme geschaut haben. Lagerfeuer, Herdfeuer, Feuer, das Licht gibt, das wärmt und auf dem Nahrung bereitet wird. Das ist ein Zeichen für menschliche Kultur und für uns alle Symbol für Heimat und Geborgenheit.

Am Anfang eines neuen Jahreszyklus war das Entzünden eines neuen Feuers lange Zeit eine heilige Handlung der Priesterinnen und Priester. Das neue Aufflammen eines Lichts galt unseren Vorfahren als Wiederholung des Schöpfungsbeginns.

Das Wort "es werde licht" ist nach der Bibel der Beginn der Welt, längst, bevor Naturwissenschaftler uns sagten, dass unser Universum aus einem Urknall entstanden ist, aus einem anfänglichen Feuer.

Schlussgebet

Lasset uns beten:
Guter und menschenfreundlicher Gott, mit diesem Gottesdienst haben wir uns auf das Fest der Geburt deines Sohnes eingestimmt und bitten dich:
Mache unsere Herzen offen und bereit für die Ankunft deines Sohnes in uns, damit wir erkennen, wo du bist, in den Mitmenschen um uns, in denen du uns anblickst. Dir sei Lob und Ehre durch Christus, unseren Herrn. Amen

Dank – Weihnachtswünsche

Schlusslied: Tauet Himmel, den Gerechten…

aktuelle Termine:

07.12.2017

Elternsprechtag 1

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

11.12.2017

Elternsprechtag 2

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

22.12.2017

letzter Schultag vor den Weihnachtsferien

Gottesdienst in St. Martin
für alle Klassen...

12.01.2018

"KELCH" - Kinder und Eltern lernen Chemie

siehe Startseite...

Konzeption und Realisierung KIS GmbH & Co. KG