Weihnachten

Gottesdienst vor den Weihnachtsferien
23.12.2014, 09:50/10:40 St. Martin

„Lichter der Hoffnung“

Eingangslied: Macht hoch die Tür

Liturgische Begrüßung und Einführung:

Wir wollen unseren Gottesdienst vor den Weihnachtsferien beginnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes!

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Es ist wieder soweit! Wir stehen kurz vor dem Weihnachtsfest. Am Adventskranz brennen bereits alle vier Kerzen und auch dieser Gottesdienst will sich mit dem „Licht“ beschäftigen. Denn trotz der vielen Lichter draußen sind die Herzen der Menschen oft dunkel: Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Trauer, eine schwere Krankheit und vieles andere mehr belasten uns. Auch die Welt mit ihren vielen Krisen trübt die Weihnachtsfreude in vielen Ländern dieser Erde.
Bitten wir den Herrn nun um sein Erbarmen, dass er sich unserer Dunkelheiten annehme:

Kyrie - Rufe:

Jesus, du unser Licht: ich wünsche mir dein Licht, wenn ich mit anderen nicht auskomme.

Herr, erbarme dich (gesungen)

Jesus, du unser Licht: ich wünsche mir dein Licht, wenn ich mich enttäuscht und mutlos fühle.

Christus, erbarme dich

Jesus, du unser Licht: Ich wünsche mir dein Licht, wenn ich mich einsam fühle.
Herr, erbarme dich
Der gütige Gott, der in unseren Herzen aufstrahlt als das Licht des Lebens, er erbarme sich unser, er nehme sich unserer Schattenseiten an, er heile unsere Herzen und bereite uns für das bevorstehende Fest seiner Geburt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen

Lesung aus dem Evangelium nach Johannes (8,12 – 14.18)

Als Jesus ein andermal zu ihnen redete, sagte er: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. Da sagte die Pharisäer zu ihm: Du legst über dich selbst Zeugnis ab, dein Zeugnis ist nicht gültig. Jesus erwiderte ihnen: Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis gültig. Denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. Ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. Ich bin es, der über mich Zeugnis ablegt, und auch der Vater, der mich gesandt hat, legt über mich Zeugnis ab
Wort des lebendigen Gottes

Gesang:

Menschen auf dem Weg durch die dunkle Nacht (Kinderchor)

(30 Schülerinnen aus Q11 halten sich mit Kerzen bereit!)

Kurzpredigt:

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Symbolik von Dunkelheit und Licht durchzieht die gesamte Advents- und Weihnachtszeit. Wir stehen noch im Advent, aber schon an der Schwelle zur weihnachtlichen Festzeit. Stellen wir uns einmal vor: es gäbe kein elektrisches Licht, alles dunkel, nur Kerzen erhellen die Dunkelheit. So haben es Menschen in biblischer Zeit erlebt und noch viele Jahrhunderte danach.
So ist es nicht verwunderlich, dass dieser Kontrast zum Sinnbild für das menschliche Leben geworden ist. Die Dunkelheit wurde zum Zeichen für Orientierungslosigkeit, Hilflosigkeit, für die Grenzen von uns Menschen. Mit Licht verbinden wir das Gegenteil.
Die Religionen nehmen diesen Kontrast auf. Es ist von Erleuchtung und Licht die Rede. Buddha ist der Erwachte, der Erleuchtete. Jesus sagt von sich: Ich bin das Licht der Welt. An Weihnachten feiern wir dieses Licht, das in der Finsternis leuchtet. Ausgegangen vom göttlichen Leben und Licht, hat Jesus in seinem Leben Licht gebracht, weil er diesem göttlichen Licht Raum gegeben hat. Die Menschen haben das gespürt.
Nun sagen wir das immer so ausschließlich von Jesus von Nazareth und sprechen vom „Sohn Gottes“, der zu uns gekommen ist oder wie es an Weihnachten immer so schön heißt: Gott ist Mensch geworden. Aber was wir von Jesus bekennen, gilt für einen jeden von uns: Auch in und durch uns will Gott Mensch werden. Und das geschieht, wenn wir dem göttlichen Licht, Leben und Heil durch unserer Tun Raum geben in dieser Welt.
Leider spüren wir, dass gerade auch in unserer Zeit häufig das Gegenteil geschieht. Menschen geben diesem göttlichen Licht nicht den nötigen Raum. Sie sind nicht durchlässig dafür. Eigeninteressen, Macht, Dummheit, Arroganz und vieles mehr versperren dem göttlichen Licht den Weg in unsere Welt, so dass viele Menschen glauben, dieses Heil und Gott gäbe es gar nicht. Doch es ist da und doch oft verborgen. Weihnachten will uns daran erinnern: So wie Jesus Licht durchgelassen hat in seinem Leben sind auch wir gerufen, das göttliche Licht durchzulassen in die Welt.
Deshalb begleiten uns von Anfang unseren Leben Kerzen. Sie sind da, um uns zu erinnern: Du bist da, um das göttliche Licht, um Heil und Leben in diese oft dunkle Welt zu tragen. Hören wir nun in drei Texten von Kerzen, die uns begleiten und unser Leben deuten:

Kerzen begleiten unser Leben und deuten es von Christus, dem Licht her:

10 Schülerinnen kommen mit Kerzen vor den Altar

Die Kerzen der Biographie

In der Taufe werden wir mit Christus verbunden. Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet. Das Kerzenlicht ist Symbol für Jesus und seine Auferstehung. Er sagt: Ich bin das Licht der Welt.
Die Kommunionkerze erinnert uns an unser Taufversprechen und erneuert es. Wie Jesus sollen auch wir anderen Licht sein.
Die Hochzeitskerze ist ein Symbol der Liebe, Helligkeit und Wärme. So wie sie hell strahlt und Liebe verbreitet, soll auch die Liebe zwischen zwei Menschen sein, strahlend und wärmend.
Der Tod verbreitet Trauer und Schmerz. Doch die Kerzen auf den Gräbern sind Ausdruck unseres Glaubens an ein Leben nach dem Tod. Sie ist die Hoffnung, die nie erlischt.

10 Schülerinnen kommen mit Kerzen vor den Altar

Die Kerzen des Kirchenjahres

Licht spielt auch im Kirchenjahr eine zentrale Rolle, angefangen beim „ewigen Licht“ und den Altarkerzen. Die Kerzen am Adventskranz sind ein Sinnbild des Wartens auf den kommenden Christus, der das Licht der Welt ist.
Weitere Kerzen im Kirchenjahr findet man an Allerheiligen, wenn für die Verstorbenen des letzten Jahres Kerzen entzündet werden. An Mariä Lichtmess werden die Kerzen für das Jahr geweiht und der Blasiussegen wird mit zwei Kerzen gespendet, die den Anfangsbuchstaben für Christus darstellen.
Den Höhepunkt bildet das Osterfest mit der Osterkerze. Sie ist Zeichen des auferstandenen Christus. An ihr werden alle anderen Kerzen entzündet.

10 Schülerinnen kommen mit Kerzen zum Altar

Die Kerzen der Katastrophen

Warum zünden wir Kerzen an, wenn ein Unglück passiert ist? Egal ob es der Tod eines jungen Afroamerikaners in Ferguson war oder die heldenhafte Tat der jungen Frau Tugce, der ihre Zivilcourage das Leben kostete. Wir möchten ein Zeichen unserer Anteilnahme für die Betroffenen setzen, indem wir Lichter an der Gedenkstelle entzünden. Die Menschen können neuen Mut und Hoffnung aus diesem Zeichen schöpfen. Sie wissen, dass sie nicht allein sind und sollen auf ihrem schweren Weg begleitet und erleuchtet werden.

Unsere Klassenspenden – Licht für Menschen in aller Welt

Unsere Spendenaktionen in der Adventszeit wollen Menschen, besonders auch Kindern in der Einen Welt Zukunft und Hoffnung geben. Auch in diesem Advent standen wieder vier Projekte zur Auswahl. Zwei Klassen übergeben nun stellvertretend für alle Klassen und Projekte ihre Spende und sagen, warum sie dieses Projekt ausgewählt haben:

Gottesdienst G/R 5 - 7

G5b: Caritas–Baby-Hospital

G6a: Sozialdienst katholischer Frauen

Gottesdienst G/R 8 – 12

G9b: HaitiCare

R10a: Caritas–Baby–Hospital

Hinweis auf das Weihnachtsglas

Auch in diesem Jahr stand unser Weihnachtsglas als stiller Begleiter während des Jahres im Steinernen Gang bei der Flaschenrückgabe. Der Erlös fließt auch in diesem Jahr in unsere Aktionen mit ein. In diesem Jahr kamen 744,23 € zusammen. Es ist beeindruckend, wie aus kleinen Beträgen eine so große Summe wächst.

Lied: Über uns, da leuchtet ein Stern (Kinderchor)

Fürbitten:

Gütiger Gott, wir sind in den Dunkelheiten dieser Welt auf der Suche nach dem Licht, das von dir kommt und bitten dich:

  1. Kinder, die heute im Caritas – Baby – Hospital in Bethlehem medizinisch betreut werden, sind die Erwachsenen von morgen. Mache sie durch die Hilfe, die sie erfahren haben, zu Boten des Friedens.

  2. Schenke den Menschen in Haiti, die immer noch unter den Folgen des Erdbebens von 2010 leiden, durch unsere Spende ein Licht der Hoffnung.

  3. Schenke den vielen Helfern in Afrika, die gegen die AIDS- und Ebolaepidemie ankämpfen Kraft und Hoffnung für ihren Einsatz!

  4. Immer wieder sind Frauen Ziel von Gewalt und Erniedrigung. Mache uns hellhörig für die Not um uns!

  5. Weihachten bietet die Möglichkeit, auf einander zuzugehen und zu vergeben. Mache uns zu Boten des Friedens und der Versöhnung!


Wir wollen und Bitten und Fürbitten für die Menschen um uns, aber auch in der weiten Welt zusammenfassen in dem Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser (gemeinsam)

Besinnungstext:

Gott, du bist ein Gott des Lichtes und des Friedens.
Du bist ein Gott der Liebe und der Hoffnung.
In unserer Welt, die oft so finster ist, so friedlos uns kalt, so lieblos und resigniert
kommen wir zu dir mit diesem kleinen Licht.
So wie es brennt in dieser dunklen Zeit, so entzünde auch unsere Herzen, dass es warm und hell werde in uns und durch uns.
Mach uns zu Boten dieses Lichtes und deines Friedens.
Lass und eintreten für Gerechtigkeit und Solidarität, dass Opfer und Täter der Gewalt neue Wege finden,
dass die verfeindeten Völker und Religionen neue Wege finden,
dass die Hoffnungslosen und die Lebensmüden neue Wege finden, dass wir alle neue Wege finden.
Deine Wege finden.
Gott des Lichtes und des Friedens. Amen

Schlussgebet

Lasset uns beten:
Guter und menschenfreundlicher Gott, mit diesem Gottesdienst haben wir uns auf das Fest der Geburt deines Sohnes eingestimmt und bitten dich:
Mache unsere Herzen offen und bereit für die Ankunft deines Sohnes in uns, damit wir erkennen, wo du bist, in den Mitmenschen um uns, in denen du uns anblickst. Dir sei Lob und Ehre durch Christus, unseren Herrn. Amen

Dank – Weihnachtswünsche – Segen

Hinweis zum Schlusslied:

Das Schlusslied unseres Gottesdienstes wurde ursprünglich geschrieben um auf den Hunger in Afrika aufmerksam zu machen. Eine neue Fassung soll die Menschen nun angesichts von Ebola aufrütteln. Wenn wir es nun singen, verbinden wir uns mit den Menschen in Afrika.

Schlusslied: Do they know it´s Christmas…

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