El Salvador

Amberger Zeitung

Nachhaltige Hilfe wirkt

Verkauf an Decker-Schulen zu Gunsten von Frauen in El Salvador

El Salvador

Die beiden Stipendiatinnen der Dr.-Johanna-Decker-Schulen, Silvia (zweite von links) und Irma (ganz rechts) mit Oberstudienrätin Margrit Höpfler (zweite von rechts) im Nordwesten von El Salvador.

Amberg. (rpe) Man kann es schon als Tradition bezeichnen, wenn der Shalom-Arbeitskreis der Dr.-Johanna-Decker-Schulen heuer zum dritten Mal jeden Donnerstag in der Fastenzeit den Pausenverkauf der Schule organisiert. Bekannte und neue Sponsoren wurden schon Wochen davor angeworben: Bäcker (Deinzer, Nußstein und Birkl in Amberg, Weigert in Rieden, Pirner in St.Michael Poppenricht und Kredler in Vilseck), Metzger (Hottner, Lindner und Mossburger in Amberg, Weiß in Lintach, Eschenwecker in Vilseck) und der Biovertrieb "Hutzelhof" in Weißenstein. Man weiß inzwischen recht genau, was bei den Hungrigen unter den 1100 Mädchen und 70 Lehrern besonders Absatz findet - von der herkömmlichen Butterbreze bis zur alternativen Frischkäsesemmel.

Im letzten Sommer konnte Oberstudienrätin Schwester Margrit Höpfler zu einem Treffen von Shalom-Vertreterinnen aller Kontinente nach El Salvador reisen. Bei dieser Gelegenheit besuchte sie das Dorf Ignazio Ellacuria im Nordwesten des Landes, in dem die DJD-Schulen zwei junge Frauen unterstützen. Beide hatten vorher aus finanziellen Gründen keine Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen; aber sie setzen sich seit Jahren für Belange ihrer Gemeinde ein, arbeiten mit der Jugend, leiten Gruppen und pastorale Projekte, und aus diesem Grund wurden sie von der Dorfgemeinschaft als Stipendiatinnen ausgewählt. Silvia Elizabeth Guardado Menjívar und Irma Antonia López Sosa gehen nun in der relativ nahe gelegenen Bezirkshauptstadt Chalatenango zur Schule, um das Abitur ablegen zu können. Die Kosten für die tägliche Busfahrt und für Bücher könnten sie ohne die Hilfe aus Amberg nicht bestreiten.

Die Ausbildung von Frauen in Mittelamerika, so Höpfler, ist geradezu ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Hilfe. Die Schulschwester, die als Europa-Koordinatorin des Netzwerks Shalom nach Mittelamerika reiste, berichtet: El Salvador, so groß wie Hessen (ca. 8 Millionen Einwohner), hat die Folgen des Bürgerkriegs, der bis 1982 andauerte, noch nicht wirklich überwunden. Doch die Gemeinde von Ignazio Ellacuria und viele andere Dörfer haben damals trotzdem die Grundausbildung von Kindern nicht vernachlässigt, sondern der Unterricht wurde in Eigeninitiative durch Laien weitergeführt. Dieser Gemeinschaftsgeist der "comunidad" sei beeindruckend, und die Dorfverwaltung, an der alle Bewohner teilhaben, möchte durch die Weiterbildung ihrer Jugend für die Erhaltung ihrer Dorfschule sorgen, denn von staatlicher Seite gehe alles viel zu langsam. Deshalb stellt Oberstudienrätin Höpfler fest: "Wir unterstützen diese eigenständige und zukunftsweisende Initiative, damit sich Frauen an der Entwicklung dieses Landes beteiligen können."

Sie habe sich auf ihrer Reise selbst davon überzeugen können, "wie grausam sich die Ungerechtigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber Landlosen und die Repressionen gegen Frauen auswirken, die das Schicksal ihrer verschwundenen Verwandten aufklären wollen." In den Berichten über die Erdbeben in den letzten Monaten sei zum Ausdruck gekommen, dass vor allem die Gemeinden finanziell bevorzugt wurden, die der Regierung politisch genehm sind. Im Gegensatz dazu stehe die Aktion des Netzwerks Shalom, denn es "erhebt seine Stimme gemeinsam mit denen und für jene, die nach Gerechtigkeit rufen".

Amberger Zeitung vom 10. April 2001
(dort erschien der Artikel etwas gekürzt)

aktuelle Termine:

07.12.2017

Elternsprechtag 1

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

11.12.2017

Elternsprechtag 2

für Gymnasium und Realschule
von 15.30 - 19.00 Uhr...

22.12.2017

letzter Schultag vor den Weihnachtsferien

Gottesdienst in St. Martin
für alle Klassen...

12.01.2018

"KELCH" - Kinder und Eltern lernen Chemie

siehe Startseite...

Konzeption und Realisierung KIS GmbH & Co. KG