Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am Mittwoch, 4. Oktober 2017 um 19.00 Uhr von Monika Karsch (Silbermedaillengewinnerin, Rio 2016) zum Thema „Life-Kinetik“; eingeladen sind alle Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit

Der Peace-Pole (Friedenspfahl)

Peace-Pole1955 wurde die sog. „World Peace Prayer Society" gegründet. In aller Welt wurden Friedenspfähle aufgestellt, die die Menschen aller Kulturen an die Bewahrung des Friedens erinnern sollten. Inzwischen gibt es über 100.000 Friedenspfähle weltweit. Auf Anregung der damaligen Leiterin des Shalom–Arbeitskreises, Sr. Margrit Höpfler, wurde auch im Garten unserer Schulen ein solcher Friedenspfahl aufgestellt, den die Mitglieder des Arbeitskreises im Jahr 2001 selbst gestalteten (s. Bild).
Die Einweihung des Friedenspfahls am Samstag, 06. Oktober 2001, erhielt durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York eine erschreckende Aktualität. Schlagartig wurde allen Beteiligten klar, wie wichtig das Gebet um und der Einsatz für den Frieden im Großen wie im Kleinen ist.

Auszüge aus dem
Gottesdienst zur Einweihung des „Peace-Pole“
am 6.Oktober 2001, 14.30 Uhr, Schulkirche


Eingangslied: Wie ein Tag nach langer Trauer....

Kyrie:
Die Terroranschläge in den USA, ein feiger und grausamer Akt des Unfriedens, der Unversöhnlichkeit und des Hasses hat vielen Menschen das Leben gekostet.

Herr, erbarme dich unser... (gesungen)

Viele Menschen waren betroffen von diesem Terrorakt, viele sind aber schon wieder zur Tagesordnung übergegangen.

Christus, erbarme dich unser...(gesungen)

Herr, du denkst Gedanken des Friedens und nicht des Verderbens.

Herr, erbarme dich unser....(gesungen)

Tagesgebet (Votivmesse für den Frieden)

Evangelium: Seligpreisungen (Mt 5,3-12)

Predigt:

Liebe Schwestern und Brüder Ist die Vision, die Jesus für das menschliche Zusammenleben am beginn seiner Bergpredigt entwirft, nur ein frommer Wunsch? So scheint es, denn Ansätze in diese Richtung gibt es zwar, aber sie werden immer wieder durch den Menschen niedergewalzt, der uns durch sein gewalttätiges verhalten in rätselhafte Abgründe blicken lässt. Einer der tiefsten und rätselhaftesten Abgründe tat sich am 11.September auf, gerade hatte das Schuljahr bei uns begonnen, gut erholt kamen viele Menschen zusammen zum gemeinsamen Lernen, zur gemeinsamen Werteerziehung, da schlugen diese Ereignisse in aller Welt wie eine Bombe ein. Es fehlen Worte, um dies zu beschreiben. Die menschliche Sprache stellt keine Ausdrücke bereit für die Bewegungen der menschlichen Seele, von denen viele in den Tagen darauf erfasst wurden. Aber es ist, wie es eigentlich immer ist: Die große Betroffenheit weicht dem Alltag, aus einem hektischen Aktionismus wird wieder die Tagesordnung und – wie zu lesen ist – auch die selbsternannten Spaßmacher unserer Gesellschaft haben sich in den Medien bereits dieses Themas bemächtigt. Was ist zu tun? Was können wir tun? Eine etwas abenteuerliche Frage, denn wir können nicht helfen, wir sind keine Politiker und können keine Beschlüsse fassen. Unsere Aufgabe hier und jetzt ist es, in unserem begrenzten, aber dafür auch überschaubaren Umfeld nachhaltig um den Menschen des Friedens zu werben. Als der Peace-Pole als mögliches, sehr handgreifliches Projekt Thema unserer Gespräche im Arbeitskreis „Shalom“ wurde, dachte wohl niemand daran, welche Aktualität er zum Zeitpunkt seiner Aufstellung haben werde. Ab heute wird er als stummer Zeuge und Mahner für den Frieden in der Welt in die Richtung zeigen, woher aller Friede kommt, zum Gott, der Gedanken des Friedens und der Versöhnung denkt, zum Sohn , der die Friedensstifter als Söhne Gottes bezeichnet hat und zum Hl. Geist, der der Geist des Friedens ist. Die Botschaft des Sohnes Jesus ist es, die nicht leeres Wort bleiben darf, sondern unsere Herzen erfassen und verwandeln will. Was Jesus hier sagt: Friedensstifter sind die wahren Gottessöhne – das gilt für alle Menschen, gleich welcher Religion. Gewalt im Namen Gottes zu gebrauchen beleidigt den Namen Allahs genauso wie den Namen Jahwes, den Namen des dreifaltigen Gottes genauso wie die vielen Namen der Götter in den fernöstlichen Traditionen. Das überschaubare Umfeld unseres Lebens ist unser täglicher Schulalltag: Friedens- und Werteerziehung in allen Fächern muss dazu beitragen, dass Menschen, junge Frauen diese Schule verlassen, die als aktive Friedensbotschafterinnen diese Welt verwandeln. Unser Beitrag ist schließlich auch das Gebet, von dem wir glauben, dass es die Herzen der Menschen über unsere begrenzten Möglichkeiten hinaus bewegen kann. Wir spüren, dass wir diese Kraft von oben brauchen für die Herausforderung, die vor uns liegt, denn es gilt allezeit das Wort, das Bundespräsident Johannes Rau bei seiner Rede am Brandenburger Tor zu den Menschen sagte: Nichts ist doch so schwer zu bauen und so schnell zu zerstören wie der Friede. Gehen auch wir an die Arbeit, gemahnt von unserem Peace-Pole im Schulgarten. Amen! Fürbitten:

Nichts ist so schwer zu bauen und so schnell zu zerstören wie der Frieden, deshalb bitten wir den Gott des Friedens:

Für den Frieden in der ganzen Welt: Schenke allen Menschen den guten Willen, eine Kultur des Friedens auf Erden zu verbreiten.

Für die Menschen in Amerika: Lass die Trauer um die die vielen getöteten Familienangehörigen und Freunde und den Schock über den Anschlag nicht in blinde Wut umschlagen.

Für die reichen Länder der Erde: Schenke ihnen die Einsicht, dass der Weg zum Weltfrieden nicht über Ausbeutung und Krieg, sondern über Barmherzigkeit und echte Solidarität führt.

Für unsere Schulgemeinschaft: In unserem Schulgarten steht ab heute ein Friedenspfahl als sichtbares Zeichen unseres Friedenswillens. Schenke uns die Kraft, dass aus dem Willen zum Frieden Taten des Friedens werden.

Darum bitten wir durch Christus, den König des Friedens. Amen

Hochgebet: Für Frieden und Versöhnung

Friedensgebet:

Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt ihn gibt, so gebe ich ihn euch: Immer wieder haben Menschen diese Worte Jesu gehört, in ihren Sprachen sprechen sie von Frieden: Die Hebräer mit „Shalom“ Die Römer mit „Pax“, die Griechen mit „Eirene“ Die Spanier mit „Paz“, die Italiener mit „Pace“, die Portugiesen mit „Paz“ Amerikaner und Engländer mit „Peace“, die Russen mit „Mir“; Die Japaner mit „hei-wa“,... Und viele Menschen in anderen Begriffen; Alle bitten sie um das eine: Herr, stärke unseren Glauben und unser Vertrauen und schenke uns nach deinem Willen Einheit und Frieden. Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!

Segensfeier im Schulgarten


Der Friedenpfahl ist verhüllt.

Begrüßungsworte

Feierliche Enthüllung

Instrumentalstück

Segensgebet: Allmächtiger ewiger Gott, du bist der Herr des Friedens. Dein Sohn Jesus hat diejenigen Söhne und Töchter genannt, die für den Frieden arbeiten. In vielen freiwilligen Stunden wurde dieser Friedenspfahl errichtet. Zusammen mit über 100.000 anderen Friedenspfählen in der Welt soll er Menschen an den dauernden Auftrag zu Frieden und Versöhnung mahnen. So bitten wir dich: +Segne diesen Pfahl, damit er zum mahnenden Zeichen werde, unsere Herzen aufrüttle und uns Handeln verändere. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn Amen.

Allgemeiner Schlusssegen und Einladung zum Sektumtrunk

Gebet am Friedenspfahl am 11.10. 2013


Jedes Jahr Anfang Oktober lädt der Shalom – Arbeitskreis die Schulgemeinschaft zu einem Friedensgebet am Peace – Pole ein. Dabei geht es um die jeweils aktuellen großen „Brennpunkte“, aber auch um ein friedliches Miteinander im Schulalltag. Anbei das Friedensgebet vom 11. Oktober 2013:

Begrüßung:

Liebe Schülerinnen, liebe Kolleginnen und Kollegen:

Das ganze Jahr über steht unser Friedenspfahl (peace pole) im Schulgarten und ist ein stummer Mahner für mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt. Am 6. Oktober 2001 wurde er feierlich eingeweiht. Am 25. September ist der Gedenktag des hl. Nikolaus von Flüe, am 4. Oktober der Gedenktag des hl. Franz von Assisi, zwei Christen, die sich das Wort Jesu zu eigen gemacht haben: „Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9) So versammeln wir uns jedes Jahr Anfang Oktober zu einer kurzen Besinnung am Friedenspfahl und beten um Frieden und Gerechtigkeit für die Krisenherde in der Welt, aber auch für uns in unserem Schulalltag. Leider gibt es auch in diesem Jahr zahlreiche Regionen auf dieser Erde, die vom Frieden weit entfernt sind. Hören wir einen Text:

Text:

Angst, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Einsamkeit,…So könnte wohl die Gefühlslage von Millionen von Menschen in diesem Moment beschrieben werden. Das, was uns die Medien in den vergangenen Wochen und Monaten übermittelt haben, erweckt den Eindruck eines neuen Kriegsspiels für den Computer, doch es ist leider die knallharte Realität unserer momentanen Weltsituation. Wagen wir doch einmal einen Blick nach Syrien. In diesem Land herrscht momentan der absolute Ausnahmezustand. Die Bevölkerung befindet sich Tat für Tag in einem ständigen Überlebenskampf. Traumatisiert von den vielen Kriegsgeschehnissen, sind sie gezwungen in Notunterkünften ohne Strom und sauberes Wasser unter menschenunwürdigen Bedingungen zu leben. Das andauernde Gefühl, jeden Moment erneut flüchten zu müssen, sorgt für eine unvorstellbare psychische Belastung, besonders bei jungen Familien mit Kindern. Diese müssen sogar oftmals mit ansehen, wie ihre Mütter und Schwestern vergewaltigt oder Familienangehörige erschossen werden. Von Sicherheit fehlt hier jede Spur. Und das alles nur, weil ein Diktator frei von jeder Menschlichkeit ein Volk mit Terror und Gewalt führt. So stellt sich uns die Frage: Wie können wir unseren Beitrag zur Friedenssicherung leisten? In diesem Gebet wollen wir die Herzen der Menschen erreichen mit einem Wort von Jimi Hendrix: „Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt ihren Frieden finden.“

Instrumentalstück zur Besinnung

Lesung aus dem Buch Genesis:

Dann sprach Gott zu Noah und seinen Söhnen, die bei ihm waren: Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und euren Nachkommen und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind. Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde. Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebendigen Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.

Fürbitten:

Für alle, von deren Tun und Lassen viel für den Frieden besonders in Syrien und im Nahen Osten abhängt.

Für die Menschen, deren Existenzgrundlage durch Naturkatastrophen oder menschliche Verwüstungen vernichtet wurde.

Für die Christen, die angesichts einer scheinbar gottlosen Welt in ihrem Glauben unsicher werden oder verzagen.

Für alle Menschen, die durch Leid geplagt wurden und weiterhin an den Frieden und die Liebe Gottes glauben.

Für die Menschen, mit denen wir durch unsere Spendenaktionen solidarisch verbunden sind: in Haiti, El Salvador, in Afghanistan, im südlichen Afrika und hier in Amberg: Lass unsere Hilfe Früchte bringen und zum Aufbau einer gerechteren Welt beitragen.

Für uns alle: Lass uns bei uns selbst mit dem Frieden anfangen und unsere eigene Verantwortung erkennen.

Vater unser

Gemeinsames Lied: Wo Menschen sich vergessen… (Liedblatt)

Segen und Friedenswünsche für den Tag

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