Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am Mittwoch, 4. Oktober 2017 um 19.00 Uhr von Monika Karsch (Silbermedaillengewinnerin, Rio 2016) zum Thema „Life-Kinetik“; eingeladen sind alle Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen sowie die interessierte Öffentlichkeit

Dr. Johanna Decker

Dr. Johanna DeckerDie 1839 als erste höhere Mädchenschule der Oberpfalz gegründete Dr.-Johanna-Decker-Schule der Armen Schulschwestern v.U.L.Fr. in Amberg ist benannt nach einer ihrer ehemaligen Schülerinnen, der am 09. August 1977 in Rhodesien, dem heutigen Zimbabwe, von Terroristen ermordeten Missionsärztin Dr. Johanna Decker.

Frau Dr. Decker wurde am 19. Juni 1918 in Nürnberg geboren und war von 1928 bis 1934 Schülerin unserer Schule. Nach ihrem Abitur trat sie in das Missionsärztliche Institut in Würzburg ein, studierte an verschiedenen Hochschulen Medizin, besonders Chirurgie und Frauenheilkunde, und schloss schließlich ihre Ausbildung mit dem Facharzt für Neurologie an der Universität Mainz ab.

Ab 1950 arbeitete sie auf verschiedenen Missionsstationen in Rhodesien und baute schließlich das Hospital und die sehr angesehene Hebammenschule von St. Paul´s im Bezirk Lupane auf. Dort wurde sie am 09. August 1977 erschossen, als sie ihre Patienten vor Belästigungen durch Terroristen schützen wollte.

Frau Dr. Decker erwarb sich durch eine Reihe von Veröffentlichungen in medizinischen Fachzeitschriften in Südafrika, England und Deutschland auch als Wissenschaftlerin Namen und Ansehen. Am 29. November 1979 wurde ihr posthum der "Noristan Preis" des Wissenschaftrates von Pretoria verliehen. Die Universitäten von Salisbury und Bulawayo schickten ihr regelmäßig junge Ärzte und Famuli zur Aus- und Weiterbildung.

Frau Dr. Decker hielt zeitlebends guten Kontakt zu unserer Schule. Alle, die sie kannten, rühmen ihre hohen Qualitäten. Sie war eine Frau, die liebenswürdige Bescheidenheit mit hoher Begabung, ungewöhnlicher Tatkraft, Sensibilität und großer persönlicher Ausstrahlung verband. Sie war eine Frau, die sich bedingungslos für andere einsetzte - bis in den Tod (vgl. Biographie).

Mit der Übernahme ihres Namens wollte ihr die Schule gleichsam ein lebendiges Denkmal setzen.


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Die Seiten wurden gestaltet von P. Barnabas Stephan, Krankenhausseelsorger der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg.


Buch

Pater Adalbert Ludwig Balling hat die Lebenswege von zehn Männern und Frauen nachgezeichnet, die als Mariannhiller Missionare oder in Zusammenarbeit mit ihnen in Simbabwe (Rhodesien) im Laufe des dortigen Bürgerkriegs ermordet wurden.

Dr. Johanna Decker als Missionsärztin ist dort ein eigenes Kapitel gewidmet. Auf 38 Seiten erfährt man die Grundzüge ihrer Biographie, aber erhält auch Einblicke in ihre Einstellung zum Beruf der Missionsärztin (sie war 27 Jahre in Afrika). Balling kombiniert erläuternde Passagen mit Auszügen aus Dr. Deckers Tagebüchern, persönlichen Briefen und Rundbriefen; so entsteht ein lebendiges Bild von der energiegeladenen Ärztin, das sich aus Elementen ihrer wissenschaftlichen, religiösen und handfest-praktischen Einstellungen zusammensetzt.

Adalbert Ludwig Balling, Keine Götter, die Brot essen, sondern Brückenbauer zwischen Schwarz und Weiß (Würzburg: Missionsverlag Mariannhill, 2001).

Anschrift des Verlags:
Missionsdruckerei und Verlag Mariannhill
Hauptstraße 1a
86756 Reimlingen

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