Gerhardinger-Brunnen

Der Brunnen der Seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger

"Damit sie das Leben haben, und es in Fülle haben" (Joh. 10, 10): So hat Jesus seinen Auftrag in dieser Welt verstanden, dazu ist er auf die Erde gekommen, ist er einer von uns geworden, hat er unter unseren Bedingungen gelebt und gelitten, ist er für uns gestorben.

In der Nachfolge dieses Jesus von Nazareth, der "sein Leben hingab für seine Freunde", gab im letzten Jahrhundert auch die Regensburger Bürgerstochter Karolina Gerhardinger, die Ordensfrau Maria Theresia von Jesu, ihr Leben hin für andere - die Kinder und jungen Mädchen, die Armen und Hilflosen ihrer Zeit, gründete sie unter unsäglichen Mühen Schulen in der Alten und Neuen Welt, ermutigte sie durch ihren Dienst und ihr Leben Generationen junger Frauen, den gleichen Weg zu gehen.

LEBEN bedarf der Nahrung, der Pflege und des Schutzes, des Brotes, der Zuwendung und der Geborgenheit. Menschliches Leben ist mehr als bloßes Dasein; menschliches Leben ist Entfaltung, Erkenntnis und schöpferisches Tun, Verheißung und Erfüllung, Zukunft und Unendlichkeit.

Wer dem Leben der Menschen dient, bricht ihnen das tägliche Brot, nährt Leib, Geist und Herz, gibt ihnen Geborgenheit und Hoffnung. All dies tat Maria Theresia von Jesu Gerhardinger als Lehrerin und Ordensgründerin im 19. Jahrhundert, tut sie über Zeit und Kontinente hinweg noch heute in ihren Schwestern.

Sie war eine ungewöhnlich mutige, starke und zugleich liebende Frau, eine wahre und weise Lehrerin des Lebens. So stellt sie der Oberpfälzer Bildhauer Peter Kuschel in seinem Brunnen dar:

Gerhardinger-Brunnen

Als jugendliche Lehrerin, die Linke auf einen Bücherstapel gestützt, neigt sie sich über den Brunnen einem Kind entgegen, streckt sie liebevoll ihre Hand nach ihm aus. Ihre Haltung ist ganz selbstvergessene Aufmerksamkeit und Zuwendung, während das zu ihr aufblickende Kind unbefangen-fröhlich mit dem Wasser spielt.

Über das flache, in den Spiegelungen des Lichtes und im Hüpfen der kleinen Wellen ständig in Bewegung scheinende Brunnenbecken hinweg verbindet die Lehrerin mit dem Kind das aus der Tiefe sprudelnde Wasser, Symbol des Lebens und des Heiles, Geschenk und Aufgabe zugleich.

Leben lehren bedeutet zuerst, vorzuleben, ursprünglich zu sein, wach allem Seienden aufgeschlossen, einfühlsam und aufrichtig hinzuhören auf die ihm je eigene Melodie.

Leben lehren bedeutet auch, in Bewegung bleiben, sich verändern und verändern lassend, dem Wachsen, der Entfaltung, der Erkenntnis und Reife anderer dienen.

Leben lehren bedeutet schließlich, sich selbst vergessen, sich daranzu geben, einzutreten für die Schwachen, für Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden, auf Den zu schauen und auf Ihn hin voranzugehen, der von sich gesagt hat:

"Ich bin das Leben", auf Jesus, den am Kreuz erhöhten und auferstandenen Herrn.

Maria Canisia Engl

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