Vorwort des Jahresberichts 2006
"Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen."
Dieser Mahatma Gandhi zugeschriebenen Erkenntnis folgend, haben wir uns im nun beendeten Schuljahr 2005/06 ruhig und besonnen auf das Wesentliche unserer Arbeit als Lehrer und Erzieher konzentriert. Die Ziele pädagogischen Handelns hatten wir stets klar vor Augen - schulpolitische Nebelbänke konnten unseren Blick nicht trüben - und die Wege zu den Zielen haben wir dank des Freiraums einer katholischen Schule entschleunigt und dennoch abwechslungsreich, herausfordernd und dennoch menschenfreundlich gestaltet.
Aufrichtig danke ich allen, die dazu beigetragen haben, dass auch das 167. Jahr in der Geschichte unserer Schule ein gutes war. Namentlich danke ich:
- Dem Direktor der Schulstiftung der Diözese Regensburg, Herrn Domkapitular Msgr. Johannes Neumüller, sowie dem Geschäftsführer, Herrn Johann Gröber, für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit;
- Frau Provinzoberin M. Salome Strasser und Frau Provinzökonomin M. Erharda Bauer dafür, dass die A. Schulschwestern v.U.L.Fr. die für das G 8 notwendigen und im Oktober 2005 fertig gestellten Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen finanziert haben;
- meinen beiden Stellvertretern StDin i.K. Monika Wagner und RSK i.K. Richard Reber, unseren Mitarbeitern in der Schulleitung, StD i.K. Rolf Künstler und RLin i.K. Gaby Tröster sowie unserem Kollegstufenbetreuer OStR i.K. Wolfgang Lösch für die wunderbare Zusammenarbeit;
- der Mitarbeitervertretung unter ihrem Vorsitzenden OStR i.K. Peter Ringeisen für Vertrauen und Unterstützung;
- und schließlich Herrn Rolf Künstler und Frau Regina Kronig für die liebevolle Redaktion dieses Jahresberichts, der Einblick in unsere lebendige Schule gewährt, und dem ich wieder viele begeisterte Leser wünsche.
Und nun noch meine Leseempfehlung für die lange Ferienzeit:
- Den eigenen Körper so zu manipulieren, dass er einem pervertierten und zum Wahn gewordenen Schönheitsideal entspricht, ist für viele Jugendliche heutzutage ein Muss.
Wer sich für Hintergründe und Gefahren interessiert, sollte lesen:
Andrea Hauner / Elke Reichart, BODYTALK. Der Riskante Kult um Körper und Schönheit. - "Ich wohne in mir wie in einem fahrenden Zug. Ich bin nicht freiwillig eingestiegen, hatte nicht die Wahl und kenne den Zielort nicht. Eines Tages in der fernen Vergangenheit wachte ich in meinem Abteil auf und spürte das Rollen. Es war aufregend, ich lauschte dem Klopfen der Räder, hielt den Kopf in den Fahrtwind und genoß die Geschwindigkeit, mit der die Dinge an mir vorbeizogen. Ich wünschte, der Zug würde seine Fahrt niemals unterbrechen. Auf keinen Fall wollte ich, dass er irgendwo für immer hielte."
Der Schweizer Professor für Philosophie Peter Bieri (Schriftstellerpseudonym: Pascal Mercier) ist überzeugt, dass unser Bewusstsein noch immer ein unerklärtes Phänomen ist. Wer sich mit diesem Rätsel auf außergewöhnlich spannende Weise beschäftigen möchte, kommt an seinem 2004 erschienenen Roman nicht vorbei:
Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon
Schöne Ferien!
Renate Gammel