Vorwort des Jahresberichts 2009

Liebe Leserinnen und Leser,

das Schuljahr 2008/09 prägen zwei herausragende Ereignisse - das eine von lokaler Bedeutung, das andere von globaler.

Von 1839 bis 2009 lebten und arbeiteten Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau in Amberg. Vor 170 Jahren, also bereits sechs Jahre nach Gründung der Ordensgemeinschaft, wurde unsere Schule von Maria Theresia v. Jesu Gerhardinger als erste höhere Schule für Mädchen und junge Frauen in der Oberpfalz errichtet.
Der Jahreswechsel 2004/05 bedeutete eine erste einschneidende Veränderung in unserer Schulgeschichte, da die Kongregation infolge der anhaltend rückläufigen Zahl von Ordensfrauen sich gezwungen sah, einen neuen Schulträger zu suchen. Sie fand ihn in der Schulstiftung der Diözese Regensburg, der wir seit 01. Januar 2005 angehören.
Die zweite - und in diesem Zusammenhang auch letzte - spürbare Änderung kommt zum Ende dieses Schuljahres, wenn der Konvent aufgelöst wird und die Armen Schulschwestern nach 170 Jahren Amberg verlassen.

Wir danken "unseren Schwestern" von ganzem Herzen für all das Gute, das sie so vielen Menschen getan haben, und wünschen jeder Einzelnen Gottes reichen Segen. In meiner Rede zur Feier des Trägerwechsels am 21. April 2005 sagte ich:
"Wir werden unsere Wurzeln nie vergessen." Zu diesem Versprechen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Schule. Auf den Seiten 8 - 22 finden Sie ausführlichere Beiträge zum Thema "Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau".

"I have a dream that one day this nation will rise up and live out the true meaning of its creed: We hold these truths to be self-evident: that all men are created equal."

Mit diesen Worten haben sich vermutlich die meisten von uns irgendwann einmal im Englischunterricht auseinandergesetzt. Gesprochen hat sie der Bürgerrechtler Martin Luther King 1963 in seiner berühmten Rede "I have a dream".
Die Hoffnung, dass Rasse und Abstammung keine Kriterien mehr dafür sind, ob ein Mensch das höchste Amt der Vereinigten Staaten tatsächlich, also aufgrund der Akzeptanz in der Bevölkerung, (und nicht "nur" der Verfassung nach) aus
üben kann, hat sich am 20. Januar 2009 endgültig erfüllt: Der Afro-Amerikaner Barrack Hussein Obama legte den Amtseid als 44. Präsident der USA ab.
Dieses Datum wird künftig in fast allen Geschichtsbüchern weltweit zu finden sein. Was dort nicht vermerkt sein wird, sollte aber doch nicht vergessen werden. Der Amtseid wurde, wie man x-mal im Fernsehen mitverfolgen konnte, ein bisschen holprig geleistet, da der oberste US-Richter, John G. Roberts, der dem Präsidenten den Eid abnahm, die Worte der Eidesformel etwas durcheinander brachte. Der leicht irritierte Barrack Obama zögerte, setzte neu an, aber fand nun seinerseits nicht mehr zum von der Verfassung exakt vorgegebenen Wortlaut zurück.

Es ist tröstlich zu sehen und zu hören, wie selbst ein außergewöhnlich eloquenter und medienerprobter Kommunikationsprofi aufgeregt und von der Größe des Augenblicks überwältigt sein kann.
Und es ist auch schön, zu sehen und zu hören, wie elegant sich eine missliche Situation, die geschätzte zwei Milliarden Menschen miterleben, bereinigen lässt, wenn man souverän ist.

Und nun noch meine diesjährige Leseempfehlung für die langen Sommerferien:

Das Leben wird leichter und schöner, wenn man sich nicht ganz so wichtig nimmt:
Heinz Janisch, Wolf Erlbruch: Der König und das Meer. 21 Kürzestgeschichten.
Sanssouci, München, 2008

Lesen kann unser Leben radikal verändern. Diese Erfahrung macht auch die Queen:
Alan Bennett: The Uncommon Reader. Faber and Faber, London, 2007
(Gute Englischkenntnisse erhöhen das Lesevergnügen.)

Ein Schuljahr - das 170. in der Geschichte unserer Schule - ist vollendet.
Gerne danke ich herzlich den Vielen, die zu seinem guten Gelingen in vielfältiger Weise beigetragen haben. Namentlich geht mein Dank an StD i.K. Rolf Künstler und Frau Regina Kronig für die Gestaltung dieses Jahresberichts, und ich wünsche allen, die ihn in die Hand nehmen, viel Freude beim Lesen und Betrachten.

Ihnen / euch allen wunderschöne, erholsame Ferien!

Renate Gammel

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