Vorwort des Jahresberichts 2013

Liebe Leserinnen und Leser,


das Schuljahr 2012/13 – das 174. in der Geschichte unserer Schule – ist vollendet.
Wir können mit Dankbarkeit und Zufriedenheit darauf zurückschauen. Gemeinsam haben wir auch in diesem Jahr daran gearbeitet, gescheiter, weiser und interessierter zu werden. Gerne danke ich von Herzen den Vielen, die zum guten Gelingen dieses Schuljahres in unterschiedlichster Weise beigetragen haben.

Am 06. März 2013 feierte Sr. Maria Canisia Engl, die von 1970 – 2000 unser Gymnasium und unsere Realschule leitete, ihren 80. Geburtstag.
Über 30 Kolleginnen und Kollegen fuhren zwei Tage später mit dem Bus nach München-Neubiberg, um Sr. Canisia, die sich bester geistiger Frische erfreut, zu gratulieren, mit ihr Eucharistie zu feiern und eine gemütliche Kaffeestunde zu verbringen. Einen Fotobericht dazu gibt es auf den Seiten 16 und 17.

Wie es sich für eine richtige Schule gehört, ist auch unsere – schon fast vergleichbar mit einem mittelalterlichen Dom – eine Dauerbaustelle. Zu Schuljahresbeginn war die Renovierung unseres wundeschönen Gerhardinger-Saals abgeschlossen, dessen moderne Beleuchtungs- und Präsentationstechnik viel dazu beiträgt, das Schulleben noch schöner und professioneller zu gestalten. Ich bin auch sehr froh, dass wir in den Osterferien mit dem seit langem geplanten Umbau der ehemaligen Klosterküche in einen großen Aufenthalts- und Mehrzweckraum sowie einen funktional sehr gut durchdachten Pausenverkaufsraum beginnen konnten. Wenn die Arbeiten termingerecht verlaufen, können wir beides ab Beginn des neuen Schuljahres nutzen.
Die ganz große anstehende bauliche Maßnahme, nämlich die Sanierung der Fassaden, bedarf intensiver Planungen, auch zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Regierung der Oberpfalz; diese laufen schon seit geraumer Weile. So wie die Dinge jetzt stehen, könnte die Sanierung in absehbarer Zeit mit einem ersten Bauabschnitt beginnen.

Wenn ich jeweils im Frühsommer auf ein langsam zu Ende gehendes Schuljahr zurückschaue, dann überlege ich auch, womit ich es später einmal in Verbindung bringen könnte, und ich suche mir gerne Ereignisse oder Erfahrungen aus, die nichts mit Schule zu tun haben.

Um die Mittagszeit des 11. Februar (es war der Rosenmontag) ging eine Nachricht um die Welt, die man unbesehen „sensationell“ nennen kann: Zum ersten Mal seit rund 700 Jahren – und somit eigentlich zum ersten Mal wirklich bedeutsam – kündigte ein Papst, Benedikt XVI., an, in Kürze sein Amt aufzugeben. Dieser Entschluss führte zum zweiten sensationellen Ereignis:
Am frühen Abend des 13. März fand in Rom hinter gut verschlossenen Türen eine Wahl statt, die die Welt ein wenig oder auch sehr verändern könnte. Der argentinische Jesuit Jorge Mario Bergoglio wurde zum Papst gewählt. Auch wenn die Medien sich zunächst auf die Superlative konzentrierten – erster Jesuit, erster Südamerikaner, erster Argentinier, erster Papst, der den Namen Franziskus wählt – wurde sehr bald deutlich, dass dieser Kardinal und Erzbischof von Buenos Aires in anderer Weise anders ist. Er verzichtet vom ersten Augenblick an auf Pomp und Hofstaat, er spricht so, dass die Menschen ihn verstehen können. Im Programm für sein Pontifikat verurteilt er den selbstbezogenen „theologischen Narzissmus“ und hält seine Kirche an, an die „Peripherie“ zu gehen, zu den Menschen in ihrer vielfältigen Not. Es wäre nicht fair, diesen Papst mit zu vielen Reformerwartungen zu überfrachten – zu weit und zu steinig ist der Acker, den es zu kultivieren gilt, und Franziskus ist 76 Jahre alt.
Aber hoffen werden sehr viele Menschen allemal. Und die Hoffnung ist eine urchristliche Tugend.

Auch dieser Jahresbericht ist liebevoll und mit großem Engagement geschrieben, zusammengestellt und illustriert. Namentlich danke ich dafür der Redaktion, nämlich StD i. K. Rolf Künstler und Frau Regina Ruppert. Allen, die ihn in die Hand nehmen, wünsche ich viel Freude beim Lesen und Betrachten.



Und nun noch meine diesjährigen Leseempfehlungen für die langen Sommerferien:

Tamara Bach, Was vom Sommer übrig ist
Carlsen Verlag Hamburg, 2012

Dieses Buch wurde 2013 mit dem Jugendliteraturpreis der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet. Es erzählt die Geschichte der 13-jährigen Jana und der 17-jährigen Louise.


Saša Staniši, Wie der Soldat das Grammofon repariert
Luchterhand Literaturverlag München, 2006

Der Autor erzählt in seinem Debütroman, mit dem er den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs gewann, wie der junge Aleksandar aus der kleinen Stadt Višegrad den Bosnienkrieg (1992 – 1995) und die Folgezeit erlebt.

Ihnen / euch allen wunderschöne, erholsame Ferien!

Renate Gammel

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