Vorwort des Jahresberichts 2015

Liebe Leserinnen und Leser,


das Schuljahr 2014/15 – das 176. in der Geschichte unserer Schule – ist vollendet. Wir können mit Dankbarkeit und Zufriedenheit darauf zurückschauen. Gemeinsam haben wir auch in diesem Jahr daran gearbeitet, interessierter, wissender und hoffentlich auch weiser zu werden. Gerne danke ich von Herzen den Vielen, die zum guten Gelingen dieses Schuljahres in unterschiedlichster Weise beigetragen haben.

Zu den bekanntesten Zitaten Theresia Gerhardingers, der Gründerin des Ordens der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau und unserer Schule, zählt dieses:

„Alle Werke Gottes gehen langsam und leidvoll vor sich. Dann aber stehen sie desto fester und blühen umso herrlicher auf.“

Diese Worte kommen mir immer öfter in den Sinn, wenn ich die Außenhaut unserer Schule, die Fassaden, betrachte. Wir müssten einfach Geduld haben, heißt es, dann seien auch wir an der Reihe. Ja, langsam und leidvoll …. Aber ich glaube fest daran: Theresia Gerhardingers Prophezeiung wird sich auch an unseren Schulgebäuden bewahrheiten:
Der Tag wird kommen, da werden sie desto fester stehen und umso herrlicher aufblühen.

Auch dieser Jahresbericht ist liebevoll und mit großem Engagement geschrieben, zusammengestellt und illustriert. Er spiegelt unser buntes, heiteres und niveauvolles Schulleben gar trefflich wider. Namentlich danke ich sehr herzlich StD i. K. Rolf Künstler und Frau Regina Ruppert für die professionelle Redaktion. Allen, die ihn in die Hand nehmen, wünsche ich viel Freude beim Lesen und Betrachten.

Meine diesjährige Leseempfehlung für die langen Sommerferien ist erstmals keine Lese- sondern eine Sehempfehlung.
Am 25. Januar 2015 hatte Günther Jauch seine sonntägliche Talk-Sendung der 70. Wiederkehr der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee gewidmet. Er hatte zwei Frauen zu Gast, die den Holocaust überlebt haben: Eva Erben und Margot Friedländer.
Noch nie habe ich zu diesem Thema etwas vergleichbar Ergreifendes und zugleich Versöhnendes gesehen. Zwei große Damen ermöglichten ein ganz besonderes Zeitzeugengespräch und hinterließen ihr einzigartiges Vermächtnis.
Bis 25. Januar 2016 ist diese Sendung in der ARD-Mediathek eingestellt.


Schöne Ferien!

Renate Gammel

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