Ökumene 1945

„Auf der Seite der Armen stehen und ihrer Not begegnen …“

betrachten die Armen Schulschwestern v.U.L.Fr. seit ihrer Gründung 1833 als Auftrag von Gott und als teueres Vermächtnis ihrer Gründerin, der Seligen Maria Theresia von Jesu Gerhardinger. Wie Schulschwestern auch in notvollen Zeiten diesen Auftrag ganz selbstverständlich erfüllten, davon berichtet Liesel Bruckner1, eine der ersten ordinierten evangelischen Pfarrerinnen in Bayern, in ihren 1994 verfassten Lebenserinnerungen:

"Damit es nicht vergessen wird, möchte ich berichten, dass 1945 die Oberin Maria Consuela2 vom Marienheim3 sich 40 alte Leute, die im gegenüberliegenden Flüchtlingslager im Raseliushaus auf Stroh lagen, in ihr Heim holte. Sie waren evangelisch und sollten bis zu ihrem Lebensende im Hause bleiben können. Ich wurde zur Seelsorge dorthin bestimmt. Es war eine so gute Zusammenarbeit. Wenn ich in Urlaub war, hat sich Schwester Romedia4 von mir ein Gesangbuch erbeten, damit sie vor allem auch den Sterbenden deren Gebete vorbeten konnte."

Mit diesen schlichten Worten bezeugt Frau Pfarrerin Liesel Bruckner eindrucksvoll die vorbehaltlose Nächstenliebe der beiden Schwestern: Sie sahen die Not und kümmerten sich ohne zu zögern um die armen, alten und kranken evangelischen Flüchtlinge zu einer Zeit, als in Amberg "Ökumene" kaum mehr als ein Fremdwort und das Verhältnis zwischen den beiden Konfessionen nicht selten von großen Berührungsängsten und gegenseitigem Misstrauen geprägt war. Ich denke, ein solches Beispiel ermutigt und darf nicht vergessen werden.

Maria Canisia Engl


1 Frau Pfarrerin Bruckner wurde am 22.01.1912 in Dortmund geboren und starb am 28.10.1999 in Amberg. Von 1946 bis zu ihrer Pensionierung 1976 unterrichtete sie mit ausgezeichneten Erfolgen Evangelische Religionslehre an dieser Schule. Ihre kleine Schrift trägt den Titel: "Der Lebensweg einer Theologin, Pfarrerin i.R. Liesel Bruckner", als Manuskript vervielfältigt im Juli 1994

2 Schwester Maria Consuela Rüdel, geb. am 30.11.1899, seit 1925 A. Schulschwester v.U.L.Fr., gest. am 13.01.1982, war Gymnasiallehrerin für die Fächer Deutsch, Geschichte und Französisch. Ab der Wiedereröffnung der Schule im Februar 1946 unterrichtete sie bis zum Schuljahresende 1972.

3 Das Marienheim war von 1918 bis 1981 eine der vier Amberger Schulschwesternfilialen. Die Schwestern widmeten sich verschiedenen sozialen Diensten und arbeiteten zuletzt in der Altenpflege und im Kindergarten.

4 Schwester Barbara Maria Romedia Staudigl, geb. am 07.10.1912, seit 1937 A. Schulschwester v.U.L.Fr, gest. am 05.09.1986, diente ihren Mitschwestern in Küche und Haus und arbeitete in der Kranken- und Altenpflege.

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