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Abendvortrag zum Thema Landwirtschaft: Einblicke in Produktion und Management [zurück zur Übersicht]

VorschauDer Begriff „Schlepper-Demo“ bringt in einer Suchmaschine zur Zeit über zwei Millionen Einträge; von Hamburg bis Freiburg, vom Chiemgau bis ins Saarland – überall scheint es energische Landwirte zu geben, die ihren Unmut zum Ausdruck bringen. Unmut über ihrer Meinung nach unsinnige Verordnungen, über unfaire Preise für ihre Produkte – und überhaupt … über zu geringe Wertschätzung ihrer Arbeit. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie so ein energischer Landwirt aussieht, konnte im Abendvortrag im Gerhardinger-Saal am 15. Januar einen erleben: Andreas Fischer, Landwirt aus Freudenberg, packte in seinen über zweistündigen Vortrag jede Menge Informationen und Eindrücke aus seinem täglichen Erleben.

Zunächst gab es einige interessante statistische Angaben, die dem Laien kaum bekannt sind. So liegt der Landkreis Amberg-Sulzbach mit ca. 50.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und ca. 60.000 Hektar Wald nicht ganz im deutschen Durchschnitt, denn etwa die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt (Amberg-Sulzbach: nicht ganz 40 %), und etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands ist bewaldet (Amberg-Sulzbach: ca. 47 %). Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche geht jährlich zurück durch Flächenverbrauch für Gebäude und Straßen, also Versiegelung des Bodens. In Bayern lag dieser Wert im Jahr 2017 bei über 4.000 Hektar.

Ein Landwirt ernährt heutzutage 150 Menschen – vor hundert Jahren konnte ein Bauer gerade einmal vier Menschen ernähren. Sogar mehr als nötig werden Fleisch, Milch und Kartoffeln erzeugt und können exportiert werden, dagegen müssen Gemüse, Obst und Honig zu ca. 80 % importiert werden. Während immer mehr erzeugt wird, gehen die Erlöse der Landwirte prozentual ständig zurück. Im Jahr 1991 fielen bei der Herstellung von Brot etwa 20 Prozent des Endpreises für den Landwirt ab – heute sind es nur mehr 7 Prozent.

Bei einem Vergleich zwischen konventioneller Landwirtschaft – die er selbst vertrat – und dem Bio-Landbau betonte Fischer, dass der Ertrag der Landwirtschaft deutlich sinken würde, wenn alle Landwirte nur mehr biologischen Landbau betrieben.

Der Referent verwahrte sich dagegen, dass die Bauern für alles Mögliche als Buhmänner hingestellt würden – und so wurde deutlich, dass so manche Schlepper-Demo nur deshalb gestartet wird, weil es mit der Kommunikation nicht klappt.

Oberstudiendirektor Günter Jehl dankte dem Referenten und wünschte ihm viel Erfolg dabei, die Interessen der Landwirte auch im Gespräch mit der Politik zu vertreten.

(djd-Bericht vom 22.01.2020/rip, jeh; Bild: djd)



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