Ein Plädoyer für den Pazifismus – Der Comicbuchclub in „Scarlet“
„Liebe deine Feinde!“

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Es liegt auf der Hand, dass man heutzutage das Genre Anime vielleicht immer noch über die Pokémon kennt – gerade weil die quietschbunten Tierwesen dieses Jahr Ihr dreißigjähriges Jubiläum feiern. Einen völlig anderen Einblick in das Genre erhielten die Schülerinnen des Comicbuchclub am vergangenen Sonntag, als sie sich mit der Prinzessin Scarlet aus dem gleichnamigen Film auf eine Reise ins Jenseits und wieder zurück machten. Die Thronerbin muss im 16. Jahrhundert machtlos mit ansehen, wie ihr machtgieriger Onkel ihren Vater töten lässt, um sich selbst auf den Thron zu setzen und nur wenig später Scarlet selbst in eine Welt zwischen Diesseits und Jenseits schickt. In dieser fantastischen Umgebung trifft sie auf einen Sanitäter aus dem 21. Jahrhundert, mit dem sie sich auf die Reise macht, um Vergeltung für ihren Vater zu üben. Was sich auf den ersten Blick wie ein klassischer Rache-Plot liest, entwickelt sich im Laufe des Films ganz im Gegenteil dazu vielmehr für ein Plädoyer des Pazifismus: Vergebung statt Vergeltung, Reue statt Rache, Liebe statt Hass. Wenn der Film auch einige actionreiche Szenen zu bieten hatte, so liegt ihm dennoch eine zutiefst christliche Botschaft zugrunde: „Liebe deine Feinde!“ Ein Appell, der gerade mit dem Blick in die aktuellen Nachrichten dringender nicht sein könnte.
Text: Oliver Weiß


