Europatag an der Schule: Q13 im Planspiel zur EU-Digitalpolitik
„What the Fake?“ – Wie die Abiturientinnen europäische Entscheidungen zu Hate Speech und Fake News simulierten
Nicht in Brüssel, sondern in A294 tauchte die Q13 am Dienstag, 16. Dezember 2025, in die Arbeitsweise der europäischen Institutionen ein. Nach einer anstrengenden Klausurphase seit den Herbstferien war es im Rahmen des Politik-Unterrichts bei Lehrkraft Simone Kurbjuweit eine willkommene Abwechslung, einmal ohne Notendruck in die Schule kommen zu können. Von der 1. bis zur 6. Stunde war Referent Peter Correll von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit zu Gast. Das Thema des Planspiels war „What the Fake? Digitalpolitik in der EU“.
Nach einer allgemeinen Einführung über historische Meilensteine und Aufgaben der EU bekamen die Schülerinnen jeweils eine Rolle zugeteilt und waren für diesen Vormittag beispielsweise die Ministerin Margarida Balseiro Lopes aus Portugal. In der ersten Phase des Planspiels sollten sich die jungen Frauen über die Plattform Senaryon einloggen und sich Hintergrundwissen zur gestellten Frage anlesen. Danach folgte eine Phase des informellen Austausches, denn auch in der „echten“ Politik findet man die Unterstützer für sein Anliegen nicht unbedingt nur in der Plenarsitzung, sondern oft in der gemeinsamen Kaffeepause. Zentral war die Phase 3: Die Abiturientinnen spielten eine Sitzung im Ministerrat nach, bei der manchmal hitzig diskutiert wurde, sodass die beiden Generalsekretärinnen mit ihrer Klangschale für Ruhe sorgen mussten.
Die Leitfrage war: Wer ist in der Verantwortung, um in der EU einheitlich gegen Hate Speech vorzugehen? Dabei kamen viele Details zur Sprache, zum Beispiel wie die Zusammenarbeit von Onlineplattformen mit Faktencheckern aussehen könnte und nach wie vielen Stunden rechtswidrige Inhalte gelöscht werden müssen. Außerdem wurde beraten, ob Firmen ihre Algorithmen offenlegen sollten. Die einzelnen Länder versuchten die Vorzüge ihrer Digitalpolitik anzupreisen: In Estland sind digitale Kompetenzen fest im Lehrplan verankert, sodass die Bürger von vornherein weniger fragwürdige Inhalte posten bzw. fake news eher als solche erkennen. Eine Schülerin alias Digitalminister Karsten Wildberger betonte, dass in Deutschland bereits vehement gegen Hassreden im Netz vorgegangen wird, was allerdings von Ländervertretern aus Slowenien kritisch hinterfragt wurde.
In der Auswertungsphase war das Feedback für das Planspiel durchwegs positiv: Realitätsnah, aktuell und hat Spaß gemacht!
Text, Bilder: Simone Kurbjuweit






