Klassentreffen zum 40-jährigen Abiturjubiläum

31 Ehemalige trafen sich nach vier Jahrzehnten wieder – da war Redebedarf

Im Juni 1986, vor (knapp) vierzig Jahren also, waren sie als Absolventinnen mit dem Reifezeugnis aus dem Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium verabschiedet worden – und einige der damaligen Schülerinnen hatten sich seit dieser Zeit tatsächlich nicht mehr gesehen. Es fanden zwar zu den runden Jahren einige Klassentreffen statt, aber die vier Jahrzehnte waren dann doch etwas Besonderes. Die weitesten Anreisen hatten Ehemalige, die inzwischen in Brasilien bzw. Neuseeland leben.

Die beachtliche Zahl von 31 Ehemaligen (im Abiturjahrgang 1986 waren es 54) traf sich nun am Samstag, 2. Mai 2026, zunächst in der Stadt zum Kaffee, wo man sich gegenseitig wiedererkennen und erste Erinnerungen austauschen konnte. Um 16.30 Uhr strömten dann alle zum Haupteingang der Decker-Schulen und ließen in einer ausgiebigen Führung Eindrücke aus der Schulzeit wieder aufleben. Peter Ringeisen, der als Lehrer erst einige Wochen nach der Entlassfeier dieser Ehemaligen an die Schule kam, berichtete über wesentliche Entwicklungen in der Schulhistorie seither, vor allem über Wechsel in der Schulleitung und in der Trägerschaft der Schulen. Beim Gang durch verschiedene Gebäudeteile und Klassenzimmer kamen immer wieder Anekdoten zur Sprache, die mit den jeweiligen Räumen assoziiert wurden; die Umbauten wurden mit Interesse begutachtet, z. B. wenn man Klassenräume in einem Flur vorfand, der vor Jahrzehnten noch Wohnräume für einige der Schulschwestern beherbergte.

Organisiert hatte das Klassentreffen Hedwig Nübler (geb. Hoffmann), damals Klassen- bzw. Jahrgangsstufensprecherin; unterstützt wurde sie von Claudia Kiener (geb. Schmack). Im Gespräch fanden die Ehemaligen von 1986 heraus, dass beruflich in ihren Reihen „alles dabei“ ist, wie Frau Nübler es formulierte: von der Floristenmeisterin über technische Produktdesignerin, Lehrerin, unterschiedlichste Ärztinnen, Beschäftigte in den Staatsministerien, Banker, Soziale Arbeit, Heilpraktikerin, Angestellte, Freiberuflerin, Juristin, Mathematikerin und Chemikerin – eine große Bandbreite.

Die Ehemaligen bedankten sich am Ende der knapp 100-minütigen Führung mit einer großzügigen Spende für den Förderverein, dessen Hauptziel – den Fortbestand der Schulpforte – sie ausdrücklich begrüßten.

Nach der Wanderung durch Flure, Klassen- und Fachräume war die Besucherschar dann für eine Stärkung bereit und verabschiedete sich zum Abendessen in einem Amberger Lokal. Die Schulführung zeigte wieder einmal, wie tief sich die Schulzeit doch ins Gedächtnis prägt und wieviele Erinnerungen auch nach Jahrzehnten noch lebhaft vor Augen stehen. Nebenbei erfreulich: Der gute und gepflegte Zustand der Schulgebäude fiel auf und wurde von den Ehemaligen eigens erwähnt.

Text, Bild: Peter Ringeisen