Martinsgänse aus Quark-Öl-Teig
Gruß aus der Küche
Der Quark-Öl-Teig ist ein schnell zubereiteter und unkomplizierter Ersatz für Hefeteig. Er lässt sich ohne großen Aufwand herstellen und ist äußerst vielseitig einsetzbar – sowohl für süßes als auch für pikantes Gebäck. Durch den höheren Fettanteil zählt Gebäck aus Quark-Öl-Teig in der Regel zu den feinen Backwaren.
Quark-Öl-Teig
Zutaten:
- 200 g Magerquark
- 100 g Zucker
- 8 EL Öl
- 6 EL Milch
- 1 Ei
- 1 Pr. Salz
- 1 Pck. Vanillezucker
- 400 g Mehl
- 1 ½ P. Backpulver
Dekoration:
- 100 g Puderzucker
- etwas Zitronensaft
- Schokotropfen
Quark, Zucker, Öl, Milch, Ei, Salz und Vanillezucker zu einer schaumigen Masse rühren. Mehl und Backpulver mischen und mit den Knethaken des Handrührgerätes unterkneten.
Den fertigen Teig mit einem Nudelholz auf einem bemehlten Backbrett ausrollen. Gänse mit einer Ausstechform ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Bei 180° C Umluft ca. 15 Min. backen.
Dekoration: Für den Zuckerguss Puderzucker mit Zitronensaft verrühren und auf die gebackenen Gänse streichen. Schokotropfen als Auge aufkleben.
Hintergrund
Am 11. November wird das Fest des heiligen St. Martin gefeiert. Die bekannte Geschichte vom römischen Soldaten, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt, wird vielerorts mit Laternenumzügen, Liedern und Martinsspielen lebendig gehalten.
Während die Bräuche rund um Laternen und Umzüge überall ähnlich sind, unterscheiden sich die Traditionen beim Gebäck stark. Ob Martinsgans, Weckmann, Stutenkerl, Klaushähnchen oder Puhmann – die Namen und Formen variieren regional, doch alle bestehen aus einem süßen, brotähnlichen Hefeteig. Dieser soll symbolisch an das Teilen des Brotes beim Abendmahl erinnern.
Die sogenannte Martinsgans ist dabei keine echte Gans, sondern ein Hefeteiggebäck in Gänseform, oft mit Hagelzucker bestreut. Die Legende erklärt den Bezug zur Gans auf zwei Arten: Zum einen sollen schnatternde Gänse den sich versteckenden Martin verraten haben, als er der Bischofsweihe entgehen wollte. Zum anderen war der 11. November früher Zahltag, an dem Bauern ihre Abgaben oft in Form einer Gans leisteten.
Text, Bilder: Clarissa Hirmer-Schroeder


